Dienstag, 29. September 2015

12 Billionen US-Dollar mehr Wirtschaftsleistung bis 2025

Es wäre eigentlich ganz leicht die Weltwirtschaft wachsen zu lassen. Die Lösung liegt so nah und in unserer Verbohrtheit allerdings auch so weit weg...

Eine McKinsey-Studie hat nämlich herausgefunden, dass es derzeit ein enormes wirtschaftliches Kapital gibt, welches unverständlicherweise nicht vollständig genutzt wird. Es handelt sich dabei um die Frauen.

Würde man die Frauen weltweit weder sozial, noch wirtschaftlich benachteiligen, könnte in den nächsten zehn Jahren die weltweite Wirtschaftsleistung, um unfassbare 12 Billionen US-Dollar wachsen.

Die Gleichberechtigung ist also der Schlüssel zum Erfolg. Begonnen werden müsste damit, dass mehr Frauen in den Erwerbsprozess integriert werden und diese annähernd so viele Arbeitsstunden leisten wie die Männer.

Das McKinsey Global Institute hat in insgesamt 95 Staaten mit Hilfe von 15 Indikatoren den derzeitigen Stand der Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft untersucht. Die Studie lief unter dem Titel „The Power of Parity“

In beinahe der Hälfte aller Staaten gibt es bei mehr als der Hälfte der Indikatoren enorme Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Am schlechtesten schnitten dabei Nordafrika, der Mittlere Osten und Südasien ab.

In Westeuropa wurden folgende Staaten untersucht: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden und Spanien. Erwartungsgemäß haben diese Staaten betreffend Zugang zur Bildung und Gesundheitsversorgung, digitale und finanzielle Integration, politische Mitsprache und rechtlichen Schutz besonders gut abgeschnitten. In der Arbeitswelt allerdings herrscht zwischen den Geschlechtern eine extrem hohe Diskrepanz.

Das McKinsey Global Institute hat folgende Empfehlungen ausgegeben, um die Benachteiligung von Frauen, insbesondere in den Entwicklungsländern zu beseitigen:

Finanzielle Anreize und Unterstützung:

Die Schaffung von steuerlichen Anreizen für vollbeschäftigte Paare, staatlich subventionierte Kinderbetreuung, gezielte Investitionen in die Bildung von Mädchen

Technologie und Infrastruktur:

Die Errichtung von Schulen speziell für Mädchen und der Ausbau der Sicherheit öffentlicher Transportmittel

Entwicklungsmöglichkeiten am Arbeitsmarkt:

Der Abbau von Barrieren welche die Frauen daran hindern Führungspositionen wahrzunehmen, Förderung von Vielfalt und entsprechenden Unternehmenskulturen

Aufbau von spezifischen Fähigkeiten:

Die Vermittlung von naturwissenschaftlichem Wissen und technischem Know-how an Mädchen,
Sensibilisierung von Entscheidern für das Thema Diversität (Konzept zur Unterscheidung von Persönlichkeitsmerkmalen)

Öffentliche Meinung und Wahrnehmung:

Dialogveranstaltungen zum Thema Gleichberechtigung und nationale Informationskampagnen gegen Benachteiligung

Gesetzgebung und Regulierung:

Die Förderung von Chancengleichheit durch verbesserte Rahmenbedingungen auf gesellschaftlicher und Unternehmensebene

Fakt ist, dass erst dann wenn sich in der Gesellschaft die Gleichberechtigung etabliert hat, auch in der Arbeitswelt eine Chancengleichheit möglich ist. Es sind die Frauen, welche zu einem hohen Anteil unbezahlte Arbeiten, vor allem im Bereich der häuslichen Pflege von Familienangehörigen, ausüben. Diese unbezahlten Pflegedienste werden nämlich zu 75 % von Frauen ausgeübt. Im Gegensatz dazu gibt es nur einen sehr geringen Anteil von Frauen, welche eine bezahlte Arbeit ausüben.


Frauen müssen umgehend die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bekommen. Eine Entlohnung welche exakt jenen der Männer entspricht sollte nicht zum Bittgesuch ausarten, sondern eine Selbstverständlichkeit sein... 

Kommentare:

  1. Blödsinn ! Das würde bedeuten 1,2 Billionen pro Jahr weltweit (Peanuts!!!). Wir haben ein Schuldgeldsystem, d.h. für 1 Dollar Wirtschaftsleistung brauchen wir 2 Dollar neue Schulden. Im Endeffekt wird noch rasanter die Globalverschuldung wachsen, als sowieso schon der Fall.

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    1. Blödsinn? Na gut. Dann bleiben ab sofort alle daheim. Arbeiten von zu Hause ist dann selbstverständlich auch verboten. Laut Deiner Logik wäre das ja für die Globalverschuldung weitaus besser...

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    3. Genau so ist es ! Gut mitgedacht. Ich verweise da auf die Geldschöpfung aus dem Nichts...inbesondere bei Investitionen...denn nur so kann mehr Beschäftigung erzeugt werden. Die Reichen geben nichts ab, es bleibt der Weg des Kredites und den ganzen Dreck mit den Zinsen hinten dran. Ergo ..Verschuldung steigt.

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  2. McKinsey und andere VSA Studien....wieviel Schrott muss sich der vernünftig denkende Mensch noch anhören. Alles was aus diesem deppenland kommt ist neoliberalem Imperialismus...menschenverachtend und abartig.

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  3. An Pierre!
    Ist es menschenverachtend und abartig, dass Frauen gleichberechtigt werden und im Job für die gleiche Arbeit dieselbe Entlohnung bekommen wie die Männer? Oder entspricht das ganz einfach nicht Deinem Weltbild? NIEMAND MUSS sich übrigens etwas anhören oder lesen... Es kann nie schaden sich viele verschiedene Meinungen anzuschauen oder anzuhören. Was jeder daraus macht, bleibt ihm selbst überlassen...

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