Samstag, 15. Juli 2017

Neue Entwicklungen zum Thema Bitcoin

Nach Japan ist Indien bereits das zweite asiatische Land, welches den Bitcoin legalisiert. Die Bevölkerung konnte im Vorfeld der Entscheidung, auf einer eigens dafür eingerichteten Website, eigene Ideen und Lösungsvorschläge präsentieren. Die indische Regierung hat sich nun dazu entschlossen eine vernünftige Regulierung einzuführen und es wurde eine Arbeitsgruppe für den Bereich digitale Währungen bereitgestellt, um rasch zu einer Legalisierung des Bitcoins zu gelangen.

Bereits 11 % aller Bitcoin zu US-Dollar Trades sind bereits indischen Ursprungs. Dies hat die indische Börse Coinsecure herausgefunden. Durch die enorme Bevölkerungszahl Indiens und der Tatsache, dass immer mehr Länder den Bitcoin legalisieren werden, sind langfristige Kursanstiege zu erwarten.

Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat allerdings große Angst um die weltweite Finanzstabilität. Digitale Währungen würden die Zunahme der Bankenpleiten rapide beschleunigen. Seine größte Sorge ist es, dass Menschen, welche das Vertrauen in die Bankenwelt verlieren ihr Erspartes retten wollen und im Rahmen eines sogenannten Banken-Runs viele Kunden ihr gesamtes Geld abheben. Heutzutage könnten sich die Banken noch schützen, indem sie die Kreditinstitute einfach schließen (siehe Zypern), doch die Bankenwelt könnte schön sehr bald unter Druck geraten selbst Kryptowährungen herauszugeben und dann würde der Kunde einfach auf einen Knopf drucken und sein gesamtes Geld wäre in Sekundenbruchteilen abgehoben. Da hilft dann kein Türe zuhalten...

In der Zwischenzeit hat auch Australien den Bitcoin als legales Zahlungsmittel anerkannt.
Wie heißt es dazu in einer Stellungnahme:„Die Regierung wird es für Unternehmen, die mit Kryptowährungen arbeiten, einfacher machen in Australien Fuß zu fassen.“

Werfen wir einen Blick nach Venezuela. Der wirtschaftliche Verfall dieses Landes ist wohl allseits bekannt und die Landeswährung, der Bolivar, verliert sukzessive an Wert. Im vergangenen Jahr betrug die Inflationsrate 800%. Es ist geradezu logisch, dass in Venezuela die Kryptowährungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das Bitcoin-Handelsvolumen ist beispielsweise in den letzten Wochen und Monaten, exorbitant gestiegen. Immer öfter wird daher der Bitcoin, von den Kaufleuten auch als Zahlungsmittel eingesetzt.

In Österreich hat sich in den letzten Tagen und Wochen auch einiges zum Thema Bitcoin abgespielt. In den rund 1.800 österreichischen Postbank (Bawag) Filialien kann man ab sofort Papier-Gutscheine im Wert von 50, 100 oder/und 200 Euro, für den Bitcoin und die Kryptowährungen Ether, Litecoin und Dash kaufen. Durch die Kooperation der Post mit dem Wiener Startup Coinimal, welches den Tausch- und Walletdienst Bitpanda betreibt, kann der Käufer seine Gutscheine über die Plattform Bitpanda togo eintauschen. Als Gebühr werden beim Tausch in die jeweilige Digitalwährung, etwa 3 % Aufpreis verlangt. Die bereits europaweit tätige Tauschplattform Bitcoinpanda hat eigenen Angaben zufolge, bereits 300.000 Kunden. In den österreichischen Tabak-Trafiken kann man bereits seit längerer Zeit Bitcoin-Gutscheine erwerben. Dieses Angebot stammt wiederum vom Grazer Startup Coinfinity.

Die österreichische Energie-AG akzeptiert zwar noch nicht die Begleichung der Stromrechnung mit der Kryptowährung Bitcoin, allerdings darf man bei einer „Tochter“ der Energie-AG, der Umwelt Service GmbH, für das Produkt namens „Containerservice24“, ab sofort mit dieser Digitalwährung bezahlen. AG Finanzvorstand Andreas Kolar hat in einem Interview mit den OÖNachrichten verkündet, dass die Energie-AG von Anfang an, bei der Bezahlung mittels Kryptowährung dabei sein wolle und daher dieses Angebot an seine Kunden, als logischen ersten Schritt sehe. Eine Prognose darüber wann es so weit sei, dass die 500.000 Stromkunden ihre Rechnung mittels Kryptowährung bezahlen können, wolle er nicht wagen. Man sei hier an Vorschriften und Regularien gebunden. Es gäbe da ganz einfach noch einiges zu klären.

Es wird nicht die Frage sein, ob man in der Zukunft Rechnungen jeglicher Art mittels einer Digitalwährung begleichen kann, sondern lediglich ab wann das passieren wird.

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