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Dienstag, 20. Oktober 2015

Die Flüchtlingsproblematik wird gelöst - Vorsicht Satire !

Europa und hier ganz besonders Deutschland
ist das Ziel hunderttausender oder gar Millionen von Menschen
welche vor Krieg und Verfolgung fliehen
oder für sich und ihre Lieben ein besseres Leben wünschen.

Bei einem Gipfeltreffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker,
der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel
und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann
sollen die Weichen für das weitere Vorgehen in der Flüchtlingsfrage gestellt werden

Viel Spaß!



Damit das Treffen nicht so viel Aufmerksamkeit erregt, treffen sich die Drei in Wien beim Figlmüller. Dort gibt es die großartigsten Wiener Schnitzel der Stadt (meint zumindest Angela Merkel und deshalb ist man auch dort)

Faymann: 
Liebe Angela! Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass es sooo ganz einfach nicht weitergehen kann. Je mehr Flüchtlinge zu uns kommen, umso schlimmer ist die Lage der bedauernswerten Österreicher und desto mehr sinken meine Popularitäts- und Umfragewerte. Wir müssen da jetzt gaaanz rasch zu einer Lösung kommen. Ich bitte darum liebe Angela!

Merkel: 
So jetzt mach Dir nicht gleich ins Hemd lieber Werner und bleib ein bisserl locker. Nimm Dir diesbezüglich lieber ein Beispiel an unserem Jean-Claude. Der nimmt das alles ziemlich gelassen und sieht das sehr unspektakulär. In der derzeitigen Lage brauchen wir eine gewisse Härte, Souveränität und Weitblick. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.

Faymann: 
Alles auf einmal?

Merkel: 
Ja selbstverständlich. Jean-Claude was ist Deine Meinung dazu?

Juncker: 
Ich kann nur sagen, dass dieses Schnitzerl einfach traumhaft schmeckt und der Wein rinnt wie immer runter wie Himbeersaft. Ich bin begeistert. Über alles andere reden wir nachher. Das rennt uns ja nicht davon. Im Gegenteil – die laufen eh alle her.

Merkel: 
Naja. Jeder hat halt seinen Humor. Ich habe auch einen. Muss ja nicht gleich immer jeder sehen.

Plötzlich und unerwartet taucht der alte und neue Wiener Bürgermeister Michael Häupl auf.

Häupl: 
Ein herzliches Hallo an die schöne Dame und ihre beiden Begleiter. Darf ich mich ein bisserl dazugesellen? Worüber unterhaltet ihr Euch denn eigentlich?

Faymann: 
Geh bitte Michael. Sei so lieb und lass mich einmal etwas alleine machen.

Häupl: 
Des tät eam so passn. Wenn ich net ständig so aufpassn würd auf den Buam, dann hätten wir schon längst alle Wahlen verloren. Aber das hört er halt net gern. Jö Herr Juncker was trinken sie denn da gutes?

Juncker: 
Man nennt es Gspritztn, glaube ich zumindest.

Häupl: 
Jö a Spritzwasser. Ja super. Das gönne ich mir auch. Ich schlag vor wir trinken jetzt alle ruckzuck das eine oder andere Safterl und dann gemmas an. Bist auch dafür Angie? Darfst Michi zu mir sagn.

Merkel: 
Na der geht aber ran. Ein Mann der Tat – das gefällt mir. Servus Michi.

Nachdem alle vier Gspritzte getrunken haben, präsentiert Angela Merkel ihren ersten Vorschlag.

Merkel: 
Also wir Deutsche werden ab morgen unsere Grenzen schliessen und sämtliche Wirtschaftsflüchtlinge wieder zurück in ein sicheres Drittland schicken. Ich nehme mal an, dass das eh eure Zustimmung finden wird.

Faymann: 
Naja. Verstehen kann ich es schon, aber heisst das nicht das dann alle zurück nach Österreich kommen? Was machen wir denn dann mit den ganzen Flüchtlingen?

Merkel: 
Nun denk mal nicht so kleinkariert lieber Werner, sondern habe immer das Große Ganze im Auge – unsere Europäische Union. Herr Juncker sie geben mir da doch uneingeschränkt Recht.

Juncker: 
Selbstverständlich

Faymann: 
Na gut. Aber zwei Züge mit Flüchtlingen pro Tag dürfen dann schon noch von Salzburg nach München fahren.

Merkel: 
Werner! Du Provokateur! Niemals! Aber ok, weil Du so ein beinharter Verhandler bist gebe ich mich geschlagen und es darf ein Zug pro Monat nach Deutschland fahren.

Faymann: 
Das ist aber nicht viel...

Merkel: 
Es ist aber alles was Du bekommen kannst. Jetzt setze Dich bitte wieder ordentlich hin, binde Dir die Serviette um und wisch Dir endlich das Ketchup aus Deinem Gesicht. Das sieht ja ekelig aus.

Faymann: 
Na gut.

Häupl: 
Wie na gut? Das war es? Mehr hast Du der Angie net entgegenzusetzen? Pass jetzt gut auf lieber Werner. Jetzt kannst gleich was lernen. Du Angie pass auf. Ich find das total super von Dir, dass wir Dir jedes Monat einen Zug mit Flüchtlingen nach Deutschland schicken dürfen. Jetzt könnte ich Dir diesbezüglich folgenden Deal anbieten. Magst ihn hören?

Merkel: 
Nur zu. Ich beiss ja nicht.

Häupl: 
Entweder wir schicken Dir einen Zug mit 500 Waggons vollgestopft von oben bis unten mit Flüchtlingen, oder...

Merkel: 
Oder was?

Häupl: 
Oder wir schicken Dir alle österreichischen Arbeitslosen nach Deutschland. I man innerhalb der EU gibt’s ja eine uneingeschränkte Reisefreiheit. Wir geben jedem Arbeitslosen zum Neustart in Deutschland noch 1.000 Euro mit auf dem Weg und passt schon. Na was sagst?

Merkel: 
Das könnt ihr nicht machen?

Häupl: 
Na der Faymann eh net, aber ich schon. Also wie schauts aus? Ein Zug am Tag?

Merkel: 
Das ist Erpressung!

Häupl: 
Ein Zug am Tag ja oder nein?

Merkel: 
Ja ok, aber keine 500 Waggons.

Häupl: 
Na eh net. I bin ja kein Unmensch.

Merkel: 
Und was machen wir jetzt wirklich mit den ganzen Flüchtlingen?

Häupl: 
Keine Ahnung. Ich kann auch nicht alles wissen. Jetzt trink ma auf alle Fälle noch ein paar Spritzwein und dann schau ma obs bald besser wird. Wenn net, dann sollen die Vereinten Nationen die Flüchtlingsströme lenken und wenn das nicht in unserem Sinne ist, dann können wir immer noch sagen, dass wir da leider nix dagegen machen können....

Merkel: 
Also Michi Du bist einfach genial! Was sagst Du Werner?

Faymann: 
Ja eh...

Merkel: 
Ein bisserl mehr Enthusiasmus das nächste mal bitte lieber Wener. Was denkst Du Jean-Claude?

Juncker: 
Michi, Du bist super! Es macht Spaß mit Dir das eine oder andere Vierterl zu trinken. Bravo! Wenn Du mal in Brüssel bist, dann schenke ich Dir einen schönen Orden.

Häupl: 
Darauf trink ma! Auf den Orden und die Flüchtlinge! Prost!

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