Montag, 20. Februar 2017

Mindestsicherung: Vassilakou spielt Robin Hood

Die toughe Lady Mary hat die ständigen Raunzerein über die ihres Erachtens „läppischen“ Kosten der Mindestsicherung satt. Sie wird sich deshalb höchstpersönlich, um die faire Aufteilung des österreichischen Geldvermögens zu kümmern.

„Ja es ist wahr, ich werde mein Opernballdebut geben und die dort anwesenden Gäste kräftig zur Kasse bitten. Sämtliche Preise der Veranstaltung werden verdoppelt und die dabei erzielten Mehreinnahmen sollen 1:1 in den Wiener Budgettopf fließen, um damit die Finanzierung der galoppierenden Kosten der Mindestsicherung zu sichern.


An eine Senkung der Mindestsicherung oder eine gerechtere Vergabe wird nicht gedacht. „Der damit verbundene Aufwand wäre einfach viel zu groß und würde der Sache nicht dienlich sein. Ich strebe viel eher eine Erhöhung der Mindestsicherung an. Die dafür nötigen Mittel könnten mühelos aus dem Kartenverkauf für Theater-, Opern-, Konzert-, Sportveranstaltungen lukriert werden. Eine Erhöhung des Ticketpreises um 50 % würde niemanden schaden und möglicherweise könnten wir damit sogar die Jahreskarte der Öffis auf 299 Euro senken.“

Selbstverständlich reagiert die Opposition bezüglich dieser Vorschläge mit völligem Unverständnis. Der nicht amtsführende Wiener Stadtrat Johann Gudenus findet es besorgniserregend, dass Menschen welcher keiner Tätigkeit nachgehen so massiv unterstützt werden. Er, als nicht amtsführender Wiener Stadtrat tätige Politiker, werde alles was in seiner politischen Funktion möglich ist unternehmen, um diese Ungerechtigkeit zu beenden. Sein Kollege als nicht amtsführender Stadtrat, Gernot Blümel, pflichtete dem FPÖ Politiker uneingeschränkt bei. „Leistung muss sich lohnen und deshalb darf jemand der kein Amt hat, nicht so massiv unterstützt werden.“

Vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl ist noch keine offizielle Stellungnahme bekannt. Aus gut informierten Quellen ist mir allerdings zugetragen worden, dass er im Rathauskeller gemeinsam mit der eisernen Mary gesichtet wurde und dort das Lied zum narrischen Kastanienbaum zum Besten gab. Zu Fragen über die Kosten der Mindestsicherung, des Wiener Stadtbudgets oder seinem persönlichen Wunsch wer sein Nachfolger als Bürgermeister werden solle, antwortete er angeblich stets mit „Mir wuascht“.

Leichtes Spiel also für die eiserne Mary, welche sich stets darum kümmert, dass Bürgermeister Häupl im Rathauskeller gut versorgt wird und zwischen zwei Spritzwein seine Unterschrift abluchst, um von Renate Brauner die nötigen finanziellen Mittel zur raschen Erhöhung der Mindestsicherung zu bekommen.

Rückendeckung bekommt Frau Vassilakou ausgerechnet von einer zumeist harten politischen Konkurrentin. Die nicht amtsführende Stadträtin Ursula Stenzel findet eine mögliche Erhöhung der Mindestsicherung auf 1.500 Euro lediglich als Peanuts...