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Donnerstag, 11. November 2021

Mexikos Präsident greift NGOs an

Andrés Manuel López Obrador – genannt Amlo - hat für gewaltige Aufregung gesorgt. Während einer seiner Pressegespräche stellt er die Behauptung auf, dass der Feminismus, der Ökologismus, die Verteidigung der Menschen- und der Tierrechte lediglich Produkte des Neoliberalismus seien. Ihr einziger Zweck sei es, dass dadurch die Neoliberalen und Unternehmen, seelenruhig die Welt plündern können.

Mittwoch, 31. März 2021

Es ist geschafft! Lohngleichheit zwischen Mann und Frau – allerdings in Mexiko und nicht in der EU...

Einstimmig wurde im mexikanischen Senat die Gesetzesreform zur Lohngleichheit zwischen Mann und Frau verabschiedet. Diese historische Reform bekam alle 116 Stimmen im Senat und verbietet die Gender-Diskriminierung am Arbeitsplatz. Sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Sektor, muss der Arbeitgeber Mann und Frau, die gleichen Beförderungschancen offerieren.

Dienstag, 26. Mai 2020

Covid-19 – die Auswirkungen auf Mexiko

Ist es ein mutiger oder ein dummer Schritt? Die mexikanische Regierung hat zum 18. Mai mit einer schrittweisen Rücknahme der Einschränkungen begonnen, damit die Wirtschaft wieder hochgefahren werden kann. Es ist deshalb so eine wahnwitzige Entscheidung gewesen, weil gerade in dieser Zeit die Zahl an Todesfällen und Neuinfektionen stark gestiegen ist. Am 20. Mai wurde beispielsweise der Höchstwert an Corona-Sterbefällen erreicht. 400 Todesopfer waren an diesem Tag zu beklagen. Derzeit kommen täglich 2.000 neue Infektionen hinzu. In der Corona-Statistik scheinen allerdings lediglich die zuvor positiv getesteten Toten auf, weshalb die Erfassung nicht vollständig ist. Noch immer werden in Mexiko relativ wenige Tests vorgenommen. Mir fällt eigentlich weltweit kein Land ein, welches eine ausreichende Anzahl von Tests durchführt.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Der Coronavirus in Ecuador und Brasilien, sowie die Hilfsaktion der mexikanischen Drogenkartelle

In Südamerika hat der Coronavirus wohl kein Land mit einer größeren Härte erwischt, als Ecuador. Die Hafenstadt Guayaquil, welche drei Millionen Einwohner hat und die größte Stadt des Landes und gleichzeitig auch das Wirtschaftszentrum ist, steht faktisch still. Der Coronavirus-Erreger ist, wie in den meisten Ländern Lateinamerikas, durch europäische Touristen eingeschleppt worden. Die erste Patientin Ecuadors war eine Seniorin, welche am 14. Februar aus Spanien zurückkehrte. Zu Beginn zeigte sie keinerlei Krankheits-symptome und deshalb wurde sie auch erst zwei Wochen später auf den Virus getestet. Das Ergebnis war positiv und die Verbreitung des Virus hatte also bereits seinen Lauf genommen.

Dienstag, 28. Januar 2020

60.000 vermisste Personen in Mexiko

Zum ersten Mal hat die mexikanische Regierung ein umfangreiches Datenmaterial über die Zahl der verschwundenen Menschen Mexikos veröffentlicht. Seit 1964 sind mehr als 60.000 Personen als vermisst gemeldet und bis zum heutigen Tag nicht gefunden worden. Etwa 75% aller vermissten Personen sind Männer und ca. 11.000 Verschwundene waren zum Zeitpunkt ihres Verschwindens minderjährig.

Donnerstag, 21. Februar 2019

Mexiko – liegt die Zukunft im Erdöl?

Wie schnell die Zeit vergeht. Am 18. Jänner ist im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo eine Erdöl-Pipeline beim Versuch diese anzuzapfen explodiert und es sind bisher 128 Menschen daran gestorben. Weitere neunzehn Personen befinden sich immer noch im Spital. Gouverneur Omar Fayad spricht davon, dass es möglicherweise noch Monate dauern wird, bis alle Toten identifiziert sind und man dafür auch ausländische Hilfe benötigt.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko

Ein aus dem Jahr 2000 bestehendes Abkommen wurde beginnend mit Mai 2016 neu "ausverhandelt" und ist nun zum Abschluss gekommen. Bei der Neuauflage des gemeinsamen Handelsabkommens hat es, wie uns offiziell zu diesen Anlässen stets klar gemacht wird, lediglich Sieger gegeben.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Mexiko - die Entdeckung der größten archäologischen Unterwasserstätte

Spannende Neuigkeiten gibt es aus Mexiko zu berichten. An der Küste bei Tulum an der Riviera Maya ist es Forschern gelungen ein Höhlensystem aufzuspüren, welches über eine Gesamtlänge von 350 Kilometer aufweist. Der Fund, welcher einen guten Einblick in die Kultur der Maya gestattet, bringt viele neue Erkenntnisse. Bisher wurden bereits hunderte von archäologischen Gegenständen geborgen.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Mexiko geht es besser – trotz Donald Trump

Jene Nation, welche laut dem US-Präsidenten, ausschließlich aus Verbrechern und Vergewaltigern besteht und denen man nicht anders als mit Massenabschiebungen sowie die Errichtung einer Mauer entlang der Grenze zu den U.S.A. beikommen kann und denen man am Besten gleich mit dem Rausschmiss aus dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen droht, jenes Mexiko also, hat sich nach 100 Tagen der Präsidentschaft von Donald Trump, nicht nur stabilisiert sondern vor allem auch wirtschaftlich, deutlich verbessert.

Mittwoch, 8. März 2017

Freihandelsabkommen Mexiko/EU – Temposteigerung dank Donald Trump

Seit Juni 2016 verhandeln Mexiko und die EU über eine Modernisierung des Freihandelsabkommens und ausgerechnet der neue US-Präsident Donald Trump ist der Grund, dass die Verhandlungen schon bald positiv abgeschlossen werden. Wer mit einem Mauerbau entlang der Staatsgrenze und vielen sonstigen Nettigkeiten gegenüber den Mexikanern droht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn der böse Nachbar sich in wirtschaftlichen Angelegenheiten vermehrt nach neuen Partnern umsieht.

Sonntag, 22. Januar 2017

Will sich Mexiko bei den U.S.A. einschmeicheln?

Was für ein Zufall, dass einen Tag vor der Angelobung von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten, Drogenboss Joaquin Guzmán genannt „El Chapo“, an die U.S.A. ausgeliefert wurde. Je nach Interpretation handelt es sich um ein Abschiedsgeschenk der mexikanischen Regierung an den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama oder das Einstandsgeschenk für den neuen US-Präsidenten Donald Trump.

Dienstag, 22. November 2016

Mexiko bereitet sich auf die erste Abschiebewelle aus den USA vor

Der neu gewählte US-Präsident Donald Trump hat in vielen seiner Wahlreden vehement darauf hingewiesen, dass er jene elf Millionen Menschen welche derzeit in den USA ohne gültige Papiere leben so schnell wie möglich ausweisen werde. Zu Beginn seiner Amtszeit werde er bereits drei Millionen dieser Leute (jene mit Vorstrafen), ausweisen oder einsperren lassen. Außerdem werde er den Bau einer 3.145 Kilometer langen Mauer an der Grenze zu Mexiko in Auftrag geben. Die Kosten dafür „dürfe“ seiner Meinung nach logischerweise der Staat Mexiko tragen...

Dienstag, 25. Oktober 2016

Die EU und Mexiko verhandeln über die Neuauflage ihres Freihandelsabkommens

Im Jahre 2000 haben die EU und Mexiko ein Globalabkommen abgeschlossen, welches nicht nur die Liberalisierung des Handels begünstigen, sondern den Mexikanern sowohl soziale als auch demokratische Fortschritte ermöglichen sollte. Nach sechzehn Jahren haben die sozialen Aspekte dieses Abkommens keine positiven Ergebnisse gebracht. Seit Juni 2016 verhandelt die EU mit Mexiko über eine Neuauflage des Abkommens. Die EU will dabei auch den ungehinderten Zugang zu Energie und Rohstoffen erhalten. Auf den Punkt gebracht will es die EU jenen Unternehmen, welche sich weltmarktorientiert orientieren ermöglichen deren Firmeneinflüsse außerhalb des europäischen Kontinents zu stärken.

Samstag, 17. September 2016

Der Drogenkrieg in Mexiko fordert in den letzten 3 ½ Jahren 78.109 Tote

Die Zahl der Toten, welche vom Nationalen Institut für Statistik und Geografie veröffentlicht wurde, entspricht beinahe der Einwohnerzahl von Klagenfurt. Die Opferzahlen sind vermutlich sogar noch viel höher weil jene Gebiete, welche von den organisierten Banden kontrolliert werden von der hiesigen Polizei entweder gar nicht dokumentiert werden.

Dienstag, 12. Januar 2016

Drogenboss „El Chapo“ wird in die U.S.A. ausgeliefert und Sean Penn ist wieder einmal Hollywoods Bad Guy

Am 11. Juli 2015 ist der mächtigste Drogenboss der Gegenwart, Joaquín Guzmán „El Chapo“ aus dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano ausgebrochen. Für die spektakuläre Flucht wurde ihm ein 1,5 Kilometer langer Tunnel gegraben. Die dafür nötigen Milliönchen hat er wohl locker aus der Portotasche bezahlt. Bevor er am Freitag, den 8. Jänner 2016 wieder verhaftet werden konnte, kam es am 2.Oktober 2015 zu einem bemerkenswerten Treffen mit Hollywood Star Sean Penn.

Dienstag, 5. Januar 2016

Mexiko - 324 ermordete Menschen im Bundesstaat Guerrero

Die Ermordung von Gisela Mota, einen Tag nachdem sie ihr Amt als Bürgermeisterin im Ort Temixco angetreten hat, sorgte weltweit für Schlagzeilen. Von der Presse nicht wahrgenommen wurde bisher die Tatsache, dass im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero in den letzten beiden Monaten insgesamt 324 Menschen ermordet wurden. Für die Morde sind, laut der Tageszeitung La Jornada, folgende Gruppierungen der Drogenmafia verantwortlich: Die Los Rojos, Guerreros Unidos, La Familia Michoacana, Los Templarios und die Los Ardillos.

Donnerstag, 26. November 2015

Alternative Medien leben in Mexiko gefährlich

Seit der Jahrtausendwende sind in Mexiko insgesamt 107 Journalisten ermordet worden. 20 Journalisten sind bis zum heutigen Tage verschwunden und es gibt kaum Hoffnung sie wohlbehalten wieder zu finden. In den letzten zehn Jahren gab es zusätzlich 48 Anschläge auf die Büros von unabhängigen Medien. Dies sind Fakten, welche vom Präsidenten der Nationalen Menschenrechtskommission im Rahmen der Nationalen Rundfunk-Tagung verkündet wurden.

Montag, 19. Oktober 2015

Mexiko – Das nackte Grauen im Bereich der Menschenrechte

Rada Al Hussein, der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, war in Mexiko-Stadt und dort bei einer Pressekonferenz über die Situation der Menschenrechte in Mexiko gesprochen. Dabei nannte er Zahlen, bei denen einem nur das nackte Grauen kommen kann. Zuerst stelle ich noch einmal fest, dass sich Mexiko in keinem Krieg befindet. In dem Staat, welcher etwa 120 Millionen Einwohner hat, sind zwischen Dezember 2006 und August 2015, also innerhalb von lediglich 8 Jahren und 9 Monaten insgesamt 151.233 Menschen ermordet worden. Jedes Monat also etwa 1.440 Menschen oder täglich ca. 47 Personen... In den letzten 8 Jahren sind 26.000 Menschen verschwunden. Monatlich etwa 270 Personen und täglich sind das dann etwa 9 Personen... Tausende Kinder und Frauen sind Opfer von sexuellem Missbrauch und Morden gewesen. Das unvorstellbare 98 % der Verbrechen nicht aufgeklärt wurden liegt vor allem auch daran, dass zumeist nicht einmal ermittelt wurde...