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Montag, 10. Oktober 2022

Wird das brasilianische Militär den Wahlentscheid der Präsidentschaftswahl beeinflussen?

Folgender Artikel stammt aus meiner Zeitung "Der ÜBERFLIEGER" vom 27. September 2022

Das brasilianische Militär hat angekündigt, bei der am 2. Oktober stattfindenden Präsidentschafts- und Parlamentswahl, eine Stichprobenzählung durchzuführen. Die Soldat*innen sollen bei den 385 Wahlurnen, den verschlüsselten QR-Code abfotografieren und dem Kommando der Streitkräfte für Cyberabwehr übermitteln. Die Stimmprozente sollen dann, mit jenen des Obersten Wahlgerichts, verglichen werden. Man verspricht sich einer Zuverlässigkeit von 95 %.

Dienstag, 20. September 2022

Jair Bolsonaro missbraucht den 200. Unabhängigkeitstag Brasiliens für seinen Wahlkampf

Das ist halt auch eine Möglichkeit, seinen Wahlkampf zu führen, wenn auch gewiss nicht legal. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro, hat den 200. Unabhängigkeitstag Brasiliens dazu genutzt, um daraus einen Wahlkampfauftritt zu machen. Wie das funktioniert? Man nimmt auf der einen Seite der Straßenseite die Militärparade ab und wechselt danach die Straßenseite, um vor seinen zehntausenden Anhänger*innen (ja mobilisieren kann er), diese auf den Kampf zwischen „Gut und Böse“ einzustimmen. Irgendwie seltsam, dass er sich selbst auf der „Guten Seite“ sieht.

Die brasilianischen Präsidentschaftswahlen

Am 2. Oktober wird der neue brasilianische Präsident gewählt und eines kann bereits vorweggenommen werden. So sicher, wie die Wahlniederlage von Präsident Jair Bolsonaro noch vor wenigen Wochen prophezeit wurde, dürfte das jetzt nicht mehr sein.

Freitag, 13. Mai 2022

Keine EU-Wahlbeobachter in Brasilien erlaubt

Nach einem Einspruch des amtierenden, brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, hat das Oberste Wahlgericht Brasiliens seine Einladung an die Europäische Union, Wahlbeobachter zur Wahl im Oktober entsenden zu dürfen, wieder zurückgenommen. Am 2. Oktober findet in Brasilien ein Super-Wahltag statt. Es finden gleichzeitig Präsidentschafts-, Parlaments- und Gouverneurswahlen statt.

Montag, 14. Februar 2022

Der Pestizideinsatz wird in Brasilien weiter gelockert

Das Gesetzespaket, welches von der Bevölkerung als Giftpaket bezeichnet wurde, ist im brasilianischen Parlament, mit 301 Ja : 151 Nein-Stimmen, durchgepeitscht worden. Das neue Regelwerk ermöglicht die weitere Erhöhung des Pestizid-Einsatzes, verbunden mit der Freisetzung von krebserregenden Stoffen, welche in anderen Ländern verboten sind.

Dienstag, 19. Oktober 2021

Die Fusion zur „Union Brasilien“

Die Parteien des rechtskonservativen bis hin zum reaktionären Lagers in Brasilien haben sich nunmehr zur „Union Brasilien“ zusammengeschlossen. Diese Union bestehend aus DEM (Democratas) und PSL (Partido Social Liberal) verfügen nunmehr im Parlament über 82 der 513 Abgeordneten. Gemeinsam ist man nun die mit Abstand größte Partei. Insgesamt sind im brasilianischen Parlament 22 Parteien vertreten.

Sonntag, 3. Oktober 2021

Jair Bolsonaro würde Wahlniederlage nicht akzeptieren

Der brasilianische Zwilling von Donald Trump, würde eine Niederlage bei der Präsidentenwahl im nächsten Jahr, schlicht und ergreifend nicht akzeptieren. Er betonte, wieder einmal, dass er das Präsidentenamt ausschließlich tot verlassen werde. Die bereits im Vorfeld angekündigten Proteste gegen den amtierenden Präsidenten zum brasilianischen Unabhängigkeitstag, fanden zwar zahlreich, aber bei weitem nicht so aggressiv, wie Jair Bolsonaro es seinen eigenen Anhänger*innen noch davor einreden wollte, statt.

Sonntag, 11. Juli 2021

Die brasilianische Bevölkerung hat genug von Präsident Jair Balsonaro

Das völlig desaströse Covid-19 Krisenmanagement der aktuellen Regierung, treibt in vielen Städten Brasiliens, zehntausende Menschen auf die Straße, um gegen ihren Präsidenten zu demonstrieren. Transparente wo „Ja zum Impfen“ und „Balsonaro der Völkermörder“ sind dabei besonders häufig vertreten. 

Sonntag, 9. Mai 2021

28 Tote bei Polizeieinsatz in brasilianischer Favela

In Rio de Janeiro, kam es am 5. Mai in der Favela Jacarezinha, zu einem von der Polizei verübten Massaker. Es handelte sich dabei, um den tödlichsten Polizeieinsatz von Rio. Etwa 200 schwer bewaffnete Polizisten sind um 6h morgen, in die Favela eingedrungen und haben sich einen mehrere Stunden dauernden Schusswechsel mit den Bewohner*innen, Entschuldigung – den Bandenmitgliedern der Gruppe „Comando Vermelha“ (Rotes Kommando) geliefert.

Donnerstag, 11. März 2021

Steht das brasilianische Gesundheitssystem vor dem Kollaps?

Am 9. März 2021 sind in Brasilien 1.972 Menschen an Covid-19 gestorben. Insgesamt sind im südamerikanischen Land bereits mehr als 268.000 Menschen an diesem Virus gestorben. Die Anzahl der Infizierten und jene der Toten steigt in Brasilien von Woche zu Woche. Wenn es mit den Todeszahlen so weitergeht und es ist ähnliches zu befürchten, dann wird Brasilien am Ende des Monats mit insgesamt 500.000 Toten rechnen müssen.

Donnerstag, 24. Dezember 2020

In Brasilien torpediert Präsident Bolsonaro eine baldige Impfmöglichkeit gegen Covid-19

Brasilien hat derzeit 185.000 Tote, aufgrund von Covid-19 zu beklagen. Der Einsatz eines Impfstoffes wird allerdings zum Spielball zwischen dem sehr weit rechts stehenden Präsidenten Bolsonaro und seinem bei der nächsten Wahl wohl als Gegner gegenüberstehende konservativ-liberale Gouverneur von Sao Paulo, Joao Doria. Joao Doria gehört der Sozialdemokratischen Partei (PSDB) an und hat angekündigt, dass er ab Jänner 2021, mit der Impfung von jenen Menschen beginnen will, welche älter als 60 Jahre sind. Dieses Vorhaben stößt bei Präsident Bolsonaro auf massive Ablehnung. Der Impfstreit wird öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellt. Es gilt viele Anhänger*innen für die Präsidentschaftswahl 2021 zu begeistern und gewinnen.

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Das einträgliche Geschäft mit dem illegalen Handel von Fossilien

Im Nordosten von Brasilien, im Bundesstaat Ceará ist ein Netzwerk aufgeflogen, welches seit Jahrzehnten, den illegalen Handel mit Fossilien betreibt. In der Region Chapada do Araripe befindet sich eine der weltweit reichsten Lagerstätten von Fossilien. Bereits 2017 haben die polizeilichen Ermittlungen dazu begonnen. Ihre ersten Infos bekam sie von den Gemeinden Nova Olinda und Santana do Cairi.

Samstag, 17. Oktober 2020

In Brasilien nehmen Hunger und Elend zu

Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Zahl jener Brasilianer*innen, welche Hunger leiden, um 43,7 % gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das brasilianische Institut für Geografie und Statistik mit dem Namen IBGE. Insgesamt sind 10,3 Millionen Menschen betroffen. Etwa drei Viertel von ihnen leben in der Stadt. Diese Informationen stammen aus dem Erhebungsbogen, welcher die Ernährungssituation von 58.000 Haushalten in der Zeit zwischen Juni 2017 und Juli 2018 erfasste. Das Ergebnis besagt, dass es in 4,6 % aller brasilianischer Haushalte, eine ernste Ernährungsunsicherheit gibt. Vereinfacht ausgedrückt leiden ca. 3,1 Millionen brasilianischer Haushalte an Hunger.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Brände vernichten 93 % des Nationalparks Econtro das Águas

Die immer noch andauernden Brände im brasilianischen Pantanal haben dazu geführt, dass bereits 93% des Nationalparks „Encontro das Águas“ zerstört wurden. Hier hatten, wohl leider nur bis zum Brand, die meisten Jaguare pro Quadratkilometer gelebt. Seit Anfang des Jahres, wurden bis zum 20. September, 471 Brandherde registriert. Im Gegensatz dazu hat es 2019 dort nie gebrannt. Schwer getroffen von den Bränden sind auch die indigenen Gebiete der Perigara und der Bahia de Guatós.

Freitag, 25. September 2020

Die Berichte über die zahlreichen Brände im Amazonasgebiet sind Fake-News

In seiner Eröffnungsrede vor der UN-Generalversammlung hat sich der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro darüber beschwert, dass „dunkle Machenschaften“ Schuld sind, dass es so viel internationale Kritik an seiner Umwelt- und Menschenrechtspolitik gibt. Die weltweite Berichterstattung über die Brände im Amazonasgebiet, gehörten zu den brutalsten Kampagnen der Fehlinformation. Internationale Organisationen, welche sich den Reichtümern Amazoniens bemächtigen wollen, hätten sich mit „unpatriotischen Vereinigungen“ zusammengeschlossen, um der brasilianischen Regierung und Brasilien als Ganzem zu schaden. Eine mutige Aussage, wenn man bedenkt, dass in diesem Jahr etwa 20 % des Pantanal-Feuchtgebietes gebrannt haben und die Anzahl der Brände im Amazonasgebiet, alleine im Juli dieses Jahres, um sagenhafte 28 % gestiegen ist.

Sonntag, 14. Juni 2020

Die Riesentunnel welche nicht von Menschen gegraben wurden

Brasilianische Wissenschaftler haben das Geheimnis großer Tunnel- und Höhlensysteme gelüftet, welche hunderte Meter weit in festes Erd- und Felsreich führen und die Erklärung dafür ist mindestens genau so faszinierend wie das Rätsel, welches es zuvor war.  Seit 2010 haben die Wissenschaftler rund um Amilcar Adamy von Servico Geologico do Brasil unzählige mysteriöse Bauten in Südbrasilien und an der Grenze zu Bolivien untersucht.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Der Coronavirus in Ecuador und Brasilien, sowie die Hilfsaktion der mexikanischen Drogenkartelle

In Südamerika hat der Coronavirus wohl kein Land mit einer größeren Härte erwischt, als Ecuador. Die Hafenstadt Guayaquil, welche drei Millionen Einwohner hat und die größte Stadt des Landes und gleichzeitig auch das Wirtschaftszentrum ist, steht faktisch still. Der Coronavirus-Erreger ist, wie in den meisten Ländern Lateinamerikas, durch europäische Touristen eingeschleppt worden. Die erste Patientin Ecuadors war eine Seniorin, welche am 14. Februar aus Spanien zurückkehrte. Zu Beginn zeigte sie keinerlei Krankheits-symptome und deshalb wurde sie auch erst zwei Wochen später auf den Virus getestet. Das Ergebnis war positiv und die Verbreitung des Virus hatte also bereits seinen Lauf genommen.

Donnerstag, 28. November 2019

Jair Bolsonaro droht den Medien - kein Grund zur Sorge für Brüssel

In einer Wutrede drohte der ultrarechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro dem TV-Netzwerk Globo eine Verlängerung der staatlichen Sendelizenz zu verweigern. Er reagiert damit auf investigative Berichte, welche ihn in Verbindung mit der Ermordung der links-gerichteten Stadträtin Mirelle Franco und ihrem Fahrer Anderson Gomes im März 2018 bringen. Wie verkündete Bosonaro so frei von der Leber weg: „Wir reden 2022 noch mal, ihr solltet hoffen, dass ich dann tot bin. Denn dann läuft eure Sendelizenz ab. Und es gibt dann keinerlei Ausnahmen mehr, weder für euch noch für andere."

Donnerstag, 14. November 2019

Verheerende Brände im Pantanal-Sumpfgebiet

Das Pantanal-Sumfgebiet Brasiliens gehört zu den größten Binnenlandfeuchtgebieten der Erde. Bei den zahllosen Bränden, welche derzeit in dieser Region wüten, handelt es sich um Brandstiftung. Innerhalb einer Woche wurden 122.000 Hektar Vegetation zerstört. Es klingt bereits viel, aber damit man sich mehr darunter vorstellen kann sei erwähnt, dass ganz Wien eine Größe von 41.000 Hektar hat. Wer ganz Wien abfackelt, hätte also nur ein Drittel jenes Gebiets zerstört, welches in dem brasilianischen Sumpfgebiet vernichtet wurde.

Donnerstag, 5. September 2019

Der Amazonas-Regenwald brennt

Keine Sorge – in ein paar Tagen ist das Thema medial verschwunden und kein Mensch interessiert sich mehr für die Lunge der Erde, welche in Flammen steht. Seit Beginn des Jahres hat es in Brasilien mehr als 72.000 Brandherde gegeben. Im Vorjahr waren es insgesamt „nur“ 39.759. Diese Daten stammen vom brasilianischen Forschungsinstitut INPE. Noch schlimmer wird es, wenn man die Rodungen im Amazonas-gebiet betrachtet. Im Vergleich zum Juli 2018, haben sich diese im Juli 2019 vervierfacht. Seit der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro an der Macht ist, schreiten die Rodungen zügig voran, weil für den neuen Präsidenten die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen und er nicht kapiert, dass wir damit unser eigenes Grab schaufeln. Die Landwirte und Viehzüchter sind hingegen entzückt und roden so schnell und viel es geht, um mehr Flächen für den Ackerbau und die Viehzucht zu bekommen.