Posts mit dem Label Kolumbien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kolumbien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 19. August 2022

Gustavo Petro und sein 19 Punkte-Plan für Kolumbien

Gustavo Petro hat das Präsidentenamt mit dem Ziel angetreten, den gewalttätigen und ungezügelten Kapitalismus zu überwinden. Seine Steuerreform konzentriert sich auf die 4.000 Multimillionäre und jene 45.000 Personen in Kolumbien, welche über ein „beträchtliches“ Vermögen verfügen. Sein Ziel ist es, damit 15 Milliarden US-Dollar zu erhalten. Das Haushaltsbudget Kolumbiens, wird 2023, insgesamt 100 Milliarden US-Dollar betragen.

Samstag, 2. Juli 2022

Der neue kolumbianische Präsident heißt Gustavo Petro

Die Wahlbeteiligung war etwas höher, als beim ersten Wahlgang und betrug immerhin 58 % aller Wahlberechtigten Personen. Der Sieger und nunmehr zukünftige kolumbianische Präsident heißt Gustavo Petro. Die zukünftige Vize Präsidentin ist die afrokolumbianische Aktivistin Francia Márquez.

Donnerstag, 22. Juli 2021

Der Bericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) über Kolumbien

Wie nicht anders zu erwarten, hat der kolumbianische Präsident Iván Duque , den Bericht der Menschenrechtskommission sofort abgelehnt. Die CIDH kritisiert in ihrem 48-seitigen Dokument die exzessive Gewaltanwendung der Regierung gegen die Protestierenden und empfiehlt gleichzeitig eine Trennung von Polizei und Verteidigungsministerium. Außerdem empfiehlt die CIDH, die Blockaden nicht im Allgemeinen zu verbieten. Bei den Blockaden würde es sich nämlich, um eine legitime Protestform handeln.Insgesamt gibt es im Bericht 184 Bemerkungen und 40 Empfehlungen.

Dienstag, 11. Mai 2021

Generalstreik in Kolumbien – seither sind mehr als 400 Personen vermisst

Am 28. April ist es in vielen Städten Kolumbiens zu Streiks gekommen. Die schweren Vorwürfe der Bevölkerung lauten, dass die Verschleppungen von zivilen Polizeieinheiten durchgeführt wurden, welche die Demonstrant*innen bis nach Hause verfolgten. Bevor diese ins Haus gelangen konnten, wurden sie gefangen genommen und in zivile Fahrzeuge gezerrt. Was danach mit ihnen geschehen ist, weiß man noch nicht.

Mittwoch, 28. April 2021

Schon wieder wurde in Kolumbien eine indigene Aktivistin ermordet

Sandra Liliana Peña Chocue ist die 52. Aktivist*in und Menschenrechtsverteidiger*in, welche in diesem Jahr, in Kolumbien, ermordet wurde. Seit dem Friedensschluss mit der Farc-Guerilla im Dezember 2016, ist sie nach Angaben des unabhängigen Friedensforschungsinstituts Indepaz, das 1.166. Todesopfer.

Samstag, 10. April 2021

Aura Esther García Peñalver oder Mord mit Ansage

In der Nacht vom 31. März auf den 1. April, wurde die kolumbianische Aktivistin vom indigenen Volk der Wayuu, ermordet. Seit dem 15. März erhielt sie regelmäßig Todes-drohungen. Diese kamen telefonisch und per Textnachrichten. Ihre Anfrage und Bitte um Schutzmaßnahmen, fanden keine Beachtung. Die Aktivistin wurde auf offener Straße, beim gemeinsamen Heimweg mit ihrem Mann, von zwei unbekannten Tätern, mit mehreren Schüssen getötet.

Dienstag, 15. September 2020

Polizeimassaker in Kolumbien

13 Tote und 250 Verletzte in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota durch verbrecherischen Polizeieinsatz. Sämtliche Tote und 72 Verletzte sind aufgrund des zügellosen Einsatzes von Schusswaffen zu beklagen. Seit dem 9. September 2020 kommt Kolumbien nicht zur Ruhe. Ein Video zeigt die Misshandlungen einer polizeilichen Amtshandlung, bei welcher der 46 Jahre alte Javier Ordonez, durch massiven Teaser Einsatz ums Leben kommt. Immer wieder fleht er darum aufzuhören, doch die Polizisten tun es nicht. Er wird noch lebend auf eine Polizeiwache gebracht, doch weiter misshandelt und irgendwann ist er dann tot im Krankenhaus angekommen. Das Verbrechen des Mannes bestand darin, dass er sich im Rahmen der Anti-Corona-Maßnahmen, nicht an das Alkoholverbot gehalten hat.

Montag, 10. Februar 2020

Wo Paramilitärs für Konzerne morden

In Kolumbien schrecken Konzerne nicht davor zurück Paramilitärs einzusetzen, um ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen und Menschenrechts- und Umweltaktivisten zu eliminieren. Die Datenbank der Forschungsgruppe „Staat, Konflikte und Frieden“ der Fakultät für Politwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Universität Javeriana in Bogotá beweist, dass diese grauenhafte Verbindung eine lange „Tradition“ hat. In der Datenbank werden sämtliche Unternehmen aufgelistet welche, „mutmaßlich“ mit paramilitärischen Gruppen zusammengearbeitet haben. Die unzähligen Vorwürfe dazu wurden zumeist im Rahmen von Gerichtsprozessen geäußert und stammen von den ehemaligen Paramilitärs selbst.

Mittwoch, 18. September 2019

Tödliche Regionalwahlen in Kolumbien

Seit einem Monat läuft der kolumbianische Wahlkampf, in welchem die neuen Gouverneure, Ratsmitglieder und Bürgermeister des Landes gewählt werden und genau so lange wird der politische Alltag von Gewalt beherrscht. Die Wahlbeobachtungsmission (MOE) hat bis zum heutigen Tag bereits sechs ermordete Kandidaten zu verzeichnen. Zu den Opfern zählen zwei Kandidaten für ein Bürgermeisteramt und vier Kandidaten für eine Ratsmitgliedschaft.

Freitag, 23. August 2019

Kolumbien – Engagement ist tödlich

Wer sich im Umweltschutz- oder im sozialen Bereich engagiert sollte dies, nach Meinung vieler, auf alle Fälle ehrenamtlich machen und auf gar keinen Fall damit Geld verdienen. Es ist doch nix anderes als ein schönes Hobby oder? Geld zu verdienen in den Bereichen Waffenproduktion, in der Bankenwelt, durch Steuertricks, in der Werbebranche, durch den Verkauf von Waren welcher in Wahrheit niemand braucht, weil lediglich ein künstliches Bedürfnis gedeckt wurde ist voll ok, aber bitte ja nicht Geld verdienen in den beiden obgenannten Bereichen.

Freitag, 28. Juni 2019

Die EU versucht Kolumbiens Aktivisten zu schützen

Zwischen Jänner 2016 und Februar 2019 wurden in Kolumbien 462 Sozial- und Menschenrechtsaktivisten ermordet. Die EU hat deshalb die Initiative Defendamos la Vida (Verteidigen wir das Leben) gestartet. Das Ziel ist es die Lage in Kolumbien sichtbarer zu machen und die sozialen Führer und Menschenrechtsaktivisten gegen die immense Zunahme von Gewaltverbrechen und Morde zu schützen. Es ist geplant, dass die Betroffenen von den Institutionen und Botschaften der EU-Länder begleitet (geschützt) werden.

Samstag, 18. Mai 2019

Die Gründung der ersten Prothesen-Fußballmannschaft

In Kolumbien wurde die weltweit erste Fußballmannschaft gegründet, welche ausschließlich aus Spielern besteht, die Opfer von Anti-Personen-Minen geworden sind. Das Team besteht aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Streitkräfte, Polizei, FARC-GUERILLA und rechten Paramilitärs. Beim Fußball mit Krücken hat es bereits zwei Weltmeisterschaften und zwei Lateinamerika-Meisterschaften gegeben.

Freitag, 8. Juni 2018

Kolumbien - das Stauseeprojekt Hidroituango

In den letzten Wochen mussten, aufgrund des ständig steigenden Cauca-Flusses, 25.234 Menschen evakuiert werden. Der Grund für den Anstieg ist das Stauseeprojekt namens Hidroituango.

Dienstag, 5. Juni 2018

Kolumbien – endlich NATO-Partner...

Freudestrahlend hat der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos in einer Fernsehansprache den Eintritt Kolumbiens in die NATO bekannt gegeben. Zitat: „Wir werden das einzige Land in Lateinamerika mit diesem Privileg sein“.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Der Amazonas-Stamm der Boras - die Trommelsprache

Die 1.500 Mitglieder umfassende Indigenen Gruppe der Boras, welche in kleinen Gemeinschaften des Amazonas Regenwald in Kolumbien und Peru lebt, haben ihre gesamte Vokalsprache in die Trommelsprache umgewandelt. Dies hat ein internationales Anthropologenteam herausgefunden. Die Boras ahmen mit ihren Trommeln nicht nur die Wörter und Sätze ihrer Sprache, sondern auch deren Rhythmus nach.

Donnerstag, 12. April 2018

Kolumbien – das Verteidigungsbudget wächst und wächst...

2016 standen dem Verteidigungshaushalt 8,9 Milliarden US-Dollar und 2017 bereits 9,9 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Nachdem es mit der Farc-Guerilla ein Friedensabkommen gegeben hat, wurde spekuliert, dass das Verteidigungsbudget sinken würde. Irrtum! Für das Jahr 2018 wurde es auf elf Milliarden US-Dollar erhöht.

Freitag, 23. Februar 2018

Kolumbien braucht Hilfe wegen der Flüchtlinge aus Venezuela

Die hohe Anzahl an Flüchtlingen aus Venezuela überfordert die kolumbianische Regierung zusehends und deshalb hat man andere Staaten um Hilfe gebeten. Der kolumbianische Präsident Manuel Santos hat am 14. Februar 2018 verkündet: „Wir sind über jedes Angebot für Wirtschaftshilfe und jede andere Art von Hilfe der internationalen Gemeinschaft dankbar“.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Die Chiquita-Akte

Chiquita ist weltweit einer der größten Bananenexporteure. In Kolumbien hat die Chiquita Brands International über mehrere Jahrzehnte hinweg, einige US-Dollar Millionen an linke Guerillagruppen, rechte Paramilitärs, zivile Milizen, an Brigaden der kolumbianischen Armee in den Bananenanbauregionen der Verwaltungsbezirke Antioquia und Magdalena bezahlt. Dies beweisen Dokumente, welche der US-Börsenaufsichtsbehörde vorliegen. Es handelt sich dabei um Zahlungen die seit den 1980er Jahren geflossen sind.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Wo Gefangene an Schweine verfüttert werden...

Der Fall erinnert an Hannibal Lecter, ist jedoch bittere Realität. In einem kolumbianischen Gefängnis in Modelo, sind in den Jahren 1999 bis 2001 etwa einhundert Menschen verschwunden. Dabei handelt es sich nicht nur um Gefangene, sondern auch um deren Besucher. Ein ehemaliges Mitglied der Paramilitärs hat umfangreiche Details zu den schrecklichen Vorkommnissen von damals berichtet. Die Verschwundenen sollten demnach ermordet, zerkleinert und letztlich an die Schweine verfüttert worden sein.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Aus Geldgier oder wegen persönlicher Vorlieben – Männlicher Prostitutionsring von General aufgezogen

Einen männlichen Prostitutionsring aufzuziehen ist schon eher ungewöhnlich. Noch prickelnder wird die Affäre, wenn in Kolumbien der Chef der Nationalpolizei, General Rodolfo Palomino verdächtigt wird, am Aufbau eines solchen bestimmt einträglichen Geschäftes beteiligt gewesen zu sein. Dem kann man dann noch dadurch die Krone aufsetzen, indem man junge männliche Polizisten dazu zwingt dieser Tätigkeit nachzugehen. Na immerhin müssen diese bei einem Strip nicht vorher zu einem Kostümverleih rennen, um sich die dafür nötigen Uniformen auszuborgen.