Samstag, 17. Oktober 2015

Ecuador - Die Hausfrauen und Hausmänner bekommen künftig eine Rente

Mit dem 1. Oktober sind in Ecuador die Hausfrauen und Hausmänner in das staatliche Sozialversicherungssystem namens IESS aufgenommen worden. Sie bekommen mit dem Erreichen des Pensionsalters vom Staat eine Pension. Für die dafür notwendigen Versicherungsbeiträge investiert der Staat einen jährlichen Betrag in der Höhe von 27 Millionen US-Dollar.


Dieses Gesetz ist ein gewaltiger Schritt zur Anerkennung jener produktiven Arbeit, welche früher belächelt wurde und/oder unsichtbar blieb. In Ecuador bekommen derzeit 234.000 Hausfrauen den „Bono de Desarrollo Humano“. Das ist ein Gutschein welcher an bedürftige Familien ausbezahlt wird. Der Gutschein beträgt monatlich etwa 50 US-Dollar.

In Ecuador geht man übrigens mit 65 Jahren in Pension. Die derzeitige Mindestrente beträgt 79 US-Dollar. Dieser Betrag soll aber laut Ministerin Tola jährlich mindestens im Rahmen eines vollumfänglichen Teuerungsausgleichs steigen.

Der Reformprozess welcher vor acht Jahren als sogenannte „Bürgerrevolution“ begonnen hat, brachte für die Bevölkerung bereits einige Vorteile. Die Anzahl der versicherten Personen hat sich in dieser Zeit verdoppelt. Es sind nunmehr immerhin 42 % der Bürger versichert. Wenn als nächstes die Hausfrauen und Hausmänner hinzukommen wird sich der Anteil nochmals zum Positiven ändern.