Mittwoch, 17. Juni 2015

Ukraine – der Umgang mit der Schuldenkrise

Der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk verkündete den privaten Gläubigern, dass er nicht gedenke das Geld der Ukrainer zu verwenden um es zur Begleichung der ausländischen Schulden zu begleichen. Der IWF beantwortet diese Aussage mit der Überweisung in Milliardenhöhe und der Zusicherung der Ukraine auch in Zukunft beizustehen. Wir gehen jetzt kurz in uns und stellen uns vor was passiert wäre, wenn die griechische Regierung so eine Aussage getätigt hätte...



Die IWF-Chefin Christine Lagarde hat den Ukrainern bereits zugesichert, dass selbst dann wenn es mit den privaten Gläubigern zu keiner Verhandlungslösung kommt, der IWF an die Ukraine selbstverständlich Geld verleihen werde... Währenddessen sind Präsident Jazenjuk und die Finanzministerin Jaresko gerade in den U.S.A. , um für Investitionen in die Ukraine zu werben.



Der ukrainischen Regierung wurden im letzten Jahr bereits 40 Milliarden US-Dollar versprochen. Bei den Geldgebern handelt es sich um die EU, die U.S.A. und den IWF. Jazenjuk hat sich im Gegenzug dazu für große strukturelle und makroökonomische Reformen ausgesprochen. Bei der Privatisierung vieler Staatsbetriebe bekommen viele ausländische Investoren die Gelegenheit wichtige Betriebe zum Butterbrotpreis zu erwerben. Bis zum Jahr 2020 will die Ukraine die staatliche Verschuldung auf 71 % des Bruttoinlandsprodukts senken.



Die Ukraine steht derzeit vor dem Staatsbankrott und so hat die Regierung mit einem mehr als nur umstrittenen Gesetz reagiert. Die Schuldenrückzahlungen sollen nämlich für den Fall eingefroren werden, wenn mit den privaten Kreditgebern kein Abkommen erzielt werden kann. Premier Jazenjuk gibt den hohen Ausgaben für die Verteidigung die Schuld dafür, dass die ausländischen und heimischen Schulden nicht beglichen werden können. Die Finanzministerin Jaresko hat bereits verkündet, dass sie wenn es sein muss, von den Gläubigern einen Zahlungsschub einfordern wird.



Den Vorschlag die Zentralbankreserven zur Auszahlung der Kunden zu nutzen, lehnt Jaresko mit aller Bestimmtheit ab.

http://www.rtdeutsch.com/22964/headline/die-iwf-doppelstandards-im-umgang-mit-der-schuldenkrise-in-der-ukraine-und-griechenland/