Donnerstag, 4. Februar 2021

Analyse zum Thema Wert und Bitcoin

Viele Menschen glauben, dass sie durch sparen einen Wert behalten oder vermehren können. Die Frage ist allerdings – was ist sparen? Sparen ist nichts anderes als investieren in Fiat. Jetzt stellt sich die Frage – was ist Fiat? Fiat ist das Zentralbankengeld wie z.B. der Euro oder der US-Dollar. Diese Währungen sind durch nichts anderes, als das Vertrauen in die jeweilige Regierung gedeckt. Eine Golddeckung gibt es seit ca. 50 Jahren nicht mehr. Immer mehr Fonds und Versicherungen investieren in Bitcoins, um ihren Wert behalten zu können. Damit man auch den Sinn dahinter versteht, erkläre ich kurz den Unterschied zwischen Maßeinheit und Fiat.

Das Grundkonzept einer Maßeinheit

Der Euro bzw. der US-Dollar sind eine eigene Maßeinheit. Fakt ist, dass die Maßeinheit Geld sehr einfach manipulierbar ist. Wir nehmen jetzt einfach einmal an, dass es auf der ganzen Welt nur 1.000 Euro gibt – also 1.000 Maßeinheiten (ME). Dieser ME wird das gesamte Warengut gegenübergestellt. Bei unserem Beispiel gibt es auf der ganzen Welt lediglich 10 Häuser und damit es ganz einfach bleibt, sind alle dieser Häuser komplett gleich. Ein Haus kostet somit 100 Euro. Jetzt stellen wir uns vor, dass irgendjemand, weitere 1.000 Euro in unser System gibt. Es existieren jetzt insgesamt also 2.000 Euro. Nachdem die Anzahl aller Waren gleich bleibt, kostet jedes Haus nunmehr 200 Euro. Als ein Haus 100 Euro gekostet hat und insgesamt 1.000 Euro vorhanden waren, war der Wert 10% und nachdem wir nun insgesamt 2.000 Euro haben und ein Haus 200 Euro kostet, ist alles gleich geblieben.

Jetzt wissen wir, dass seit 2008 viel Geld in das System eingeflossen ist. Das bedeutet, dass viel Geld gedruckt wurde. Wir brauchen uns dabei nur an die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank und der US-Zentralbank erinnern.

Viele glauben also, dass wenn ein Kurs von 100 auf 110 gestiegen ist, er ein tolles Geschäft gemacht hat, weil sein Ding ja um 10% angewachsen ist. Leider ist das nicht wahr. Stellt euch vor, dass zu den existierenden 1.000 Euro, weitere 1.000 ins System kommen, aber diese nicht gleichmäßig verteilt werden, sondern zu einer einzigen Person wandern. Diese Person nimmt also alles weg und kein einziger, weiterer Euro landet bei einem der zehn Häuser. Dies bedeutet, dass zwar insgesamt nun 2.000 Euro im System sind, aber jedes Haus (also auch Deines) weiterhin nur 100 Euro wert ist. Der Wert eines Hauses sinkt also von 10% auf 5%.

Inflation ist das Zauberwort für diese Wertsenkung. Bei der Inflation wird zwar die ME erhöht, aber es verteilt sich eben nicht gleichmäßig. M2 nennt sich die Geldmenge der 2. Stufe. 2020 sind beispielsweise etwa 10% in das System hinzugefügt worden. Jetzt wäre es natürlich toll, wenn man wüsste, wo diese ganze Geldmenge hingeht. Wenn Du das weißt, dann kannst Du jedenfalls viel Geld verdienen. Fakt ist, dass dort wo die Investoren hingehen, das Kapital hingeht.

Ich glaube jedenfalls, dass in Zukunft viel Kapital in Bitcoins investiert wird. Wie komme ich auf diese Idee? Zuerst erkläre ich Dir was ein Sharpe ratio ist. Die Sharpe ratio ist die zu erwartende Rendite minus M2. Das Ergebnis wird durch die Volatilität dividiert. Erwartete Rendite – risikofreier Zinssatz (Anleihezins + M2) / normale Volatilität

Wir nehmen jetzt als Beispiel das vergangene Jahr. Der Bitcoin hat um ca. 300% zugelegt. Die Geldmenge M2 ist im vergangenen Jahr um 10% gestiegen. Wir gehen von einer hohen Schwankungsbreite aus und legen die Volatilität, daher mit 50% fest. 

Die dazugehörige Rechnung lautet: 300 – 10 = 290 / 50 = 5,8

Es würde also bedeuten, dass Du für jeden in Bitcoins investierten Euro, trotz des Abzugs des Risikos, 5,80 Euro bekommst. Große Investoren versuchen immer einen Wert von knapp mehr als 1 zu erzielen und wenn sie über ein Produkt verfügen, welches Richtung 2 geht, dann ist dieses ein ausgezeichneter Wert. Die Sharpe ratio von Bitcoin ist somit unglaublich.

Was bedeutet das für mögliche Anleger?

Die Price Discovery (Preiserkennung) beim Bitcoin immer noch sehr schlecht. Alles ist ganz am Anfang.

Das Portfolio sieht bei den großen Investoren ungefähr so aus

Sie investieren in Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Immobilien, Währungen, Rohstoffe, Sammlerstücke...

Jetzt gibt es also eine neue Anlageklasse, welche sich DPT (digitaler Payment Token) nennt und der wichtigste Vertreter davon ist der Bitcoin. Der Bitcoin hat eine extrem hohe Sharpe ratio, welche für einen Investor fantastisch ist, verfügt über eine sehr schlechte Price Discovery und ist in seiner Gesamtheit betrachtet ein gänzlich anderes Investment, als die bisher bekannten. Es gibt nichts Physisches, keinen Cashflow, er hat totale Digitalität, aber ein Bitcoin kann im Gegensatz zu einem Rohstoff, auch nicht verbraucht werden.

Jetzt gilt es nur noch die Frage zu klären, ob der Bitcoin wirklich sinnvoll oder das Produkt nur ein Hype ist und wenn es sinnvoll sein sollte, stellt sich die Frage wie viel Prozent von meinem Kapital soll ich hier investieren. Reden wir über den Wert des Bitcoins. Ein Wert wird eben nur durch die Seltenheit und die Frage nach der Nützlichkeit kreiert. Den relativen Wert eines Bitcoins zu bemessen ist einfach. Der Bitcoin ist auf unserem Planeten, mit Ausnahme der Zeit, mathematisch nachweisbar – das einzig Rare. Am Ende entsteht der Preis aus Nachfrage dividiert durch das Angebot, und zwar immer! So entsteht der Preis. Der Wert, liegt immer im Auge des Betrachters! Immer! Es gibt nichts absolut wertvolles!

Die Fragen welche man sich immer stellen sollte sind

Wohin gegen die Maßeinheiten?

Wohin gehen die Investoren?

Wer das versteht, kann die Preise vorhersagen – nicht in absoluten Zahlen, aber auf alle Fälle die Richtung.

Betrachten wir die Investoren

Wie sieht die Demografie aus?

Hier wird untersucht wie die alters- und zahlenmäßige Gliederung, die geografische Verteilung sowie die umweltbedingten und sozialen Faktoren, welche für Veränderungen verantwortlich sind aussehen. Ganz wichtig ist auch die Frage wie die Ideologie aussieht. Fakt ist, dass in den letzten 10 Jahren, die Maßeinheiten enorm gestiegen sind. Verantwortlich dafür sind also z.B. die Europäische und die US-Zentralbank. Ich glaube, dass in den nächsten 10 Jahren, die Maßeinheiten extrem steigen werden. Ich kann allerdings nicht behaupten, dass ich weiß, wohin sie gehen werden.

Wohin könnten die Maßeinheiten also gehen?

Sie werden wohl vor allem in Wertpapiere gehen. Hauptsächlich werden es Anleihen und ein wenig auch in Aktien sein. 

Ein Faktum ist und dafür muss man sich nur mit vielen Menschen unterhalten, um das herauszufinden, dass immer mehr Menschen, immer weniger Vertrauen in den Staat haben. Wenn wir noch ein wenig weiter nachdenken fällt uns ein, dass Menschen, welche jünger als 25 Jahre sind, keine Welt ohne Internet und Digitalisierung kennen. Diese Leute wollen Selbstkontrolle, wollen Apps, wollen Dinge jetzt und sofort haben...

Wie könnte sich das also für die Zukunft auswirken?

Aktien und Anleihen erhalten mehr Maßeinheiten und werden so wie immer, durchschnittlich performen

Edelmetalle werden vermutlich überdurchschnittlich performen -außer – es gelingt bereits in naher Zukunft Asteroiden einzufangen und dort Gold und Edelmetalle abzubauen. Das wird in den nächsten zehn Jahren, wohl eher nicht passieren.

Immobilien – da stellt sich die Frage, wo befinden sich die Immobilien und vor allem auch und das ist nicht zu unterschätzen, wollen die jungen Leute in Zukunft noch einen derartigen Besitz haben? Ich traue mir deshalb bei Immobilien keinerlei Einschätzung zu.

Währungen – die werden immer weniger wert!

Bitcoins - hier fehlt die Price Discovery – wenn Investoren in Bitcoins investieren, dann sind das zumeist nur 0,1%. Hier hat noch kaum jemand Kapital liegen.

Immer mehr Menschen werden aber die Sharpe ratio sehen und verstehen und weil sie wissen, dass der Bitcoin nachweislich rar ist und die Nachfrage stark steigen wird – wird auch der Preis stark steigen.

Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, wie hoch der Preis beim Bitcoin in die Höhe gehen wird

Ich versuche es folgendermaßen zu erklären. Der Bitcoin gilt schon seit langer Zeit als digitales Gold und wenn er das ist und daran ist eigentlich, mathematisch betrachtet, nicht zu zweifeln, dann wird es eines Tages die Goldparität geben.

Wir wissen, dass das gesamte Gold auf der Erde, ungefähr 6,6 Billionen Euro wert ist.

Wir wissen, dass es insgesamt 21 Millionen Bitcoins geben wird.

Rein mathematisch betrachtet, müsste ein Bitcoin also einen Preis von 314.000 Euro haben und das wissen auch die großen Investoren und Firmen, welche in Zukunft immer öfter in Bitcoins investieren werden. Dieser Preis ist vermutlich das unterste Limit, weil es Fakt ist, dass täglich Bitcoins verloren gehen. Sie gehen verloren, weil zahlreiche Besitzer die Schlüssel zu ihren Krypto-Wallets verloren haben. Es wird davon ausgegangen, dass wenn alle Bitcoins geschürft sind, max. 14 Millionen Bitcoins im Umlauf sein werden. Die logische Konsequenz wäre, dass der Preis eines einzigen Bitcoins steigen müsste, um Goldparität zu haben.

Wie viel sollte man in Bitcoins investieren?

Je mehr Kapital Du hast, desto weniger solltest Du, prozentuell betrachtet, investieren.

Je weniger Kapital Du hast, desto mehr könntest Du, prozentuell betrachtet, investieren.

Die Bandbreite dafür, würde ich zwischen 0,1 und 20 % anlegen.

Solltest Du 10 Milliarden Euro an Kapital haben, dann reichen für den Beginn 0,1 %.

Solltest Du zwischen 10.000 und 100.000 Euro Kapital besitzen, dann halte ich 10% für akzeptabel.

Solltest Du zwischen 100 und 10.000 Euro Kapital haben, dann kannst Du bis zu 20% anlegen.

Der investierte Betrag darf Dir nirgends abgehen. Miete, Strom, Essen, Trinken, Kleidung, Bildung... sollten nicht darunter leiden. Damit es vielleicht noch deutlicher wird: Wenn Du 1.000 Euro gespart hast, dann kannst Du davon gerne 200 Euro nehmen und in Bitcoins investieren.

Warum so wenig, wenn der Bitcoin doch angeblich so großartig ist?

Der erste Grund heißt Volatilität und dieser ist beim Bitcoin extrem hoch.

Der zweite und noch viel wichtigere zweite Punkt nennt sich „Black Swan“. Black Swan bedeutet – Sleep well at nigt. Du sollst also in der Nacht gut schlafen können.

Ein Black Swan ist ein sehr unwahr-scheinliches, aber dennoch mögliches Ereignis. Ein Black Swan könnte beim Bitcoin z.B. ein Fehler im mathematischen Code sein. Das ist extrem unwahrscheinlich aber möglich. Es könnte auch sein, dass Satoshi Nakamoto plötzlich auftaucht und sich herausstellt, dass er ein ganz fieser Schurke ist. Vielleicht ist der Bitcoin – übrigens eine beliebte Verschwörungstheorie im Netz – eine Erfindung der USA oder eines Geheimdienstes, welche nur darauf abzielt den Menschen ihr Geld abzusaugen oder ein digitales Geld herauszubringen, welches im Gegensatz, zu allem was wir über den Bitcoin wissen, nur das Ziel hat, alle Daten der User abzusaugen. Das alles ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber dennoch möglich.

Ein guter Investor weiß also, dass die Performance vom Bitcoin wohl extrem gut sein wird, aber dennoch Vorsicht geboten ist.

So lange sich der Preis für einen Bitcoin noch nicht bei 100.000 Euro befindet, hat man eine gute Chance (Chance und nicht Sicherheit), wenn man länger als vier Jahre investiert, dass man mit Bitcoins bzw. Satoshis, auf lange Sicht gesehen, Gewinne erzielt. Rein statistisch betrachtet wird man damit erfolgreich sein.

Niemals! Niemals, sollte man allerdings 100% seines Kapitals in Bitcoins oder Aktien... stecken – nein, auch nicht in Tesla. Die Wahrscheinlichkeit eines Black Swans ist bei Tesla übrigens im Vergleich zum Bitcoin sehr hoch. Überlegt doch einmal was passiert, wenn Elon Musk, wieder einmal auf twitter auszuckt und nicht nur für ein paar Tage, sondern für immer gesperrt wird. Die Wette gilt, dass dann der Tesla-Kurs blitzschnell in den Keller rast.

Noch einmal zurück zu jenen Anlegern, welche Wert behalten wollen. Als Investor, muss man heutzutage in Bitcoins anlegen. Ein diversifiziertes Portfolio ohne Bitcoins hätte 2020 nur ganz schwer jene 10% erreicht, welche durch M2 neu in das Geldsystem eingeflossen sind. Ohne Bitcoins hätte man extrem aggressiv investieren müssen, um Erfolg zu haben.

Die großen Investoren können in Zukunft in die verschiedensten Investorengruppen investieren, aber der Bitcoin muss dabei sein.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen