Dienstag, 20. Oktober 2020

Der Benjamin-Franklin-Effekt

Wenn ich Dich jetzt dazu überrede mir einen Gefallen zu tun, dann werde ich Dir sofort sympathischer. Glaubst Du nicht? Der Namensgeber dieses Effekts, Benjamin Franklin, machte dies einst zu seiner Maxime. Benjamin Franklin hatte einst einen Feind von dem er annahm, dass er eines Tages eine sehr angesehene und einflussreiche Person in der Regierung sein würde. Franklin wollte ihn auf seine Seite ziehen und fragte ihn, ob er sich aus dessen Bibliothek ein Buch leihen dürfe. Der Mann fühlte sich geschmeichelt und willigte ein. Franklin retournierte ihm das Buch eine Woche später, mitsamt eines Dankesbriefes. Bei der nächsten Begegnung war der Herr sehr freundlich und bis zum Tod sind die beiden Männer Freunde geblieben.

Montag, 19. Oktober 2020

Audrey Tang – die konservative Anarchistin

So bezeichnet sich die taiwanesische Ministerin für Digitalisierung selbst. Sie will ein Bindeglied zwischen der Regierung und den Menschen sein. Audrey Lang ist das erste Transgender-Mitglied der Regierung und gehört zu den besten Informatikern von Taiwan. Geboren wurde Audrey als Autrijus Tang, im Jahre 1981. 24 Jahre später änderte Sie sowohl ihr Geschlecht, als auch ihren Namen. Sie bezeichnet sich fortan als binäre Person. Auf Einladung des taiwanesischen Präsidenten Tsai Ing-wen, ist Audrey Tang, seit 2016 Regierungsmitglied. Sie selbst sagt, dass ihr der persönliche Background dabei helfe, die Aufgaben und deren Lösungsansätze, aus den verschiedensten Blickpunkten zu betrachten. Dies treffe vor allem auf ihr Verständnis für Minder- und Ungleichheiten in der Gesellschaft zu.

Sonntag, 18. Oktober 2020

Wird Indien unterschätzt?

Indien wird in wenigen Jahren, ebenso wie bereits in der Gegenwart China, ein wichtiger weltpolitischer Faktor, sowie eine Wirtschaftsmacht sein.

In Europa betrachten wir Indien allerdings folgendermaßen:

Die Inder*innen sind arm, es gibt dort viele Slums, Unmengen an Krankheiten, viel Gewalt, ein grausames Kastenwesen, religiösen Fundamentalismus und eine exorbitante Umweltverschmutzung.

Samstag, 17. Oktober 2020

In Brasilien nehmen Hunger und Elend zu

Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Zahl jener Brasilianer*innen, welche Hunger leiden, um 43,7 % gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das brasilianische Institut für Geografie und Statistik mit dem Namen IBGE. Insgesamt sind 10,3 Millionen Menschen betroffen. Etwa drei Viertel von ihnen leben in der Stadt. Diese Informationen stammen aus dem Erhebungsbogen, welcher die Ernährungssituation von 58.000 Haushalten in der Zeit zwischen Juni 2017 und Juli 2018 erfasste. Das Ergebnis besagt, dass es in 4,6 % aller brasilianischer Haushalte, eine ernste Ernährungsunsicherheit gibt. Vereinfacht ausgedrückt leiden ca. 3,1 Millionen brasilianischer Haushalte an Hunger.

Freitag, 16. Oktober 2020

Wie geht es in Kirgistan weiter?

In Kirgistan ist es einen Tag nach den Parlamentswahlen zu gewalttätigen Protesten gekommen. Sowohl auf Seiten der Demonstranten, als auch auf jener der Polizisten, kam es zu zahlreichen Verletzten. Demonstranten stürmten das Weiße Haus, welches der Sitz des Präsidenten und des Parlaments ist und verwüsteten die Räumlichkeiten. Je nach Ansicht handelt es sich, um den Versuch eines Umsturzes oder nach 2005 und 2010, eine dritte Revolution.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Wem gehört das venezolanische Gold?

Es ist eigentlich ungeheuerlich, denn seit 2018 lehnt die Bank of England eine Rückführung der venezolanischen Goldreserven, im Wert von ca. einer Milliarde derzeit US-Dollar ab. Einen triftigen Grund hat man noch nicht genannt. Es ist aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, auf die bereits im Jahre 2017 verhängten US-Sanktionen gegen Venezuela, zurückzuführen. Ob Onkel Donald so eine brave Hörigkeit auch entsprechend belohnt?

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Brände vernichten 93 % des Nationalparks Econtro das Águas

Die immer noch andauernden Brände im brasilianischen Pantanal haben dazu geführt, dass bereits 93% des Nationalparks „Encontro das Águas“ zerstört wurden. Hier hatten, wohl leider nur bis zum Brand, die meisten Jaguare pro Quadratkilometer gelebt. Seit Anfang des Jahres, wurden bis zum 20. September, 471 Brandherde registriert. Im Gegensatz dazu hat es 2019 dort nie gebrannt. Schwer getroffen von den Bränden sind auch die indigenen Gebiete der Perigara und der Bahia de Guatós.

Erneute Ölkatastrophe vor der Küste Venezuelas

Im Meer des Bundesstaates Falcón, haben Fischer dunkle Ölteppiche entdeckt. Die staatliche Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela hat den Vorfall eingestanden und versichert, sofort mit der Eindämmung des Schadens begonnen zu haben. Die Ölteppiche haben binnen drei Tagen die enorme Größe von 260 Quadratkilometern erreicht. Ausgeronnen ist das Öl aus der Raffinerie El Palito. Der Ölteppich ist bisher entlang der Küste des Nationalparks Carabobo und Morrocoy gezogen.

Dienstag, 13. Oktober 2020

René Benko – 5.000 Menschen kündigen und 201 Millionen Euro Dividende auszahlen

Niemand braucht sich um René Benko zu sorgen. Zu den Immobilien seiner Signa Prime Selection AG gehören u.a. in Wien das „Goldene Quartier“, in Berlin das Kaufhaus „KaDeWe“, in München der „Oberpollinger“ und in Hamburg „Das Alsterhaus“. Die Signa Prime Selection AG wird dieses Jahr eine Dividende, in der Höhe von 201 Millionen Euro ausbezahlen. Jenes Schriftstück, welches diese Angaben enthält, wurde bei der Hauptversammlung des Unternehmens erstellt. Die Auszahlung wird gegen Ende dieses Jahres erfolgen.