Mittwoch, 1. November 2017

Die streng geheimen Koalitionsverhandlungen

Dank eines manipulierten Laptops von Sebastian Kurz - ups da hat doch gerade jemand die Webcam von außerhalb eingeschaltet - sind wir live zugeschaltet bei den Koalitionsverhandlungen zwischen der ÖVP und der FPÖ

Kurz: Liebe Freunde! Ich bin mir sicher, dass wir uns alle sehr schnell beim Postenschacher einigen werden und schlage daher vor, dass wir mit meinen eigenen Wünschen beginnen. Sollten sich die Herren aus der FPÖ meinen diesbezüglichen Plänen rasch beugen, dann könnten wir nachher noch gemeinsam ein bisserl abfeiern gehen. Ich bin der Meinung, dass wir mit der Hilfe vom Matthias Strolz, welchen ich selbstverständlich schon eingeweiht habe, eine kleine Verfassungsänderung machen und ab sofort wieder die Monarchie einführen sollten.

Strache: Das war ja einmal ein gelungener Scherz, Sebastian. Du bist ja wahrlich ein kleiner Scherzkübel. Jetzt fehlt nur noch, dass ich Deine First Lady sein soll.

Kurz: Na ganz so optimal wird es für Dich lieber Heinzi nicht laufen, aber Du darfst immerhin der Hofmarschall sein. Als Alternative könnte ich mir für Dich auch die Position eines Kuriers vorstellen. Für die Rolle des Hofnarren, hätte ich wahlweise den Matthias Strolz oder die Maria Vassilakou auserkoren. Nach meinen absolut vertraulichen Informationen, hat die in der nächsten Zeit nämlich viel Zeit.

Strache: Na i man i dram! Das ist ja wohl das Lächerlichste was ich je gehört habe!

Kurz: Warum? Wir Österreicher sollten stolz auf das sein was wir haben und wofür uns die Menschen auf der ganzen Welt lieben.Was ist denn der absolute Tourismusmagnet in Wien? Es ist das Schloss Schönbrunn. Es wäre doch unendlich schade, wenn das Gebäude nur als Museum dient. Es wäre doch total geil, wenn dort ein regierender Monarch mit seiner Frau, täglich zur Mittagszeit den Balkon betritt und den tausenden Touristen zuwinkt. Meine Susanne hat auch nix dagegen, wenn man zu ihr Susi sagt und so würde aus der Sissy der Vergangenheit, die Susi der Gegenwart geboren. Es wäre also ein wahres Spektakel und die Staatseinnahmen würden in einem unglaublichen Ausmaße steigen.

Strache: Na und was habe ich dann davon?

Kurz: Lieber Bumsti Heinzi. Ich werde es Dir jetzt noch einmal ganz genau und langsam erklären. Du musst in Wirklichkeit nix oder fast nix tun. Du stolzierst einige Sekunden vor mir auf den Balkon und verkündest das Erscheinen meiner Wenigkeit und jenes der jungen Kaiserin und schon klingelt bei uns in Österreich die Kassa. Solada, für den steigenden Tourismus hätten wir also bereits gesorgt.

Strache: Na von mir aus, aber was machen wir beim Thema Migration? Wie gehen wir da vor, um unser Land vor den Eindringlingen zu schützen?

Kurz: Na was wohl? Wir holen uns was uns zusteht! Da gibt uns ja sogar der gescheiterte Ex-Kanzler recht. Wir werden alle heiratsfähigen Männer aus meiner und Deiner Partei dazu auserwählen, die weiblichen Staatschefs anderer europäischer Länder zu ehelichen.

Strache: Soll ich jetzt etwa die Merkel heiraten? Die ist doch schon verheiratet.

Kurz: Naja, ich habe da ein pikantes Video zugespielt bekommen in dem die deutsche Kanzlerin ein bisserl auswärtig beschäftigt ist. Jetzt wird es nur noch ihrem angetrauten Ehemann zugeschickt und schon ist die liebenswerte Dame wieder zu haben. Du musst Dir allerdings keine Sorgen machen, weil ich mir als ihre ideale Ergänzung sowieso den Kickl Herbert auserkoren habe und ich will jetzt nix über seinen jetzigen Beziehungsstand erfahren. Ich kann dazu nur folgendes sagen, dass dieser sich schnell ändern wird.

In Frankreich erwarte ich mir, dass die extrem sympathische Le Pen, endlich einmal Wahlen gewinnt und da würde ich mir wünschen, dass entweder Du Dich selbst an die gute Dame ranmachst und wenn nicht, dann muss halt der frisch angetraute Johann Gudenius diesen Part übernehmen und wegen Deiner Philippa müsstest Du Dir keine Sorgen machen, weil ich da mit ihr schon reden würde, wie das elegant zu lösen wäre.

Der Sinn der Heiratsaktionen wäre, dass wir Österreich wieder groß genug machen, um unsere Grenzen massiv auszuweiten, damit sich diese u.a. bis an den südlichsten Zipfel Italiens erstrecken. Danach bieten wird dem ehrenwerten türkischen Präsidenten Erdogan eine Zusammenarbeit an und annektieren einige Teile Nordafrikas, um dort unliebsame Völker wie die Kurden oder irgendwelche fanatische Moslems unterzubringen. Wenn wir schlau genug vorgehen, dann können wir auch Herrn Putin für eine Kooperation gewinnen und er schickt ein paar Tschetschenen in diesen bedeutsamen Landstrich. Na wie gefällt Dir das, lieber Bumsti!

Strache: Eh ganz super, obwohl ich doch ein klein wenig überrascht bin. Was machen wir eigentlich, um die Schulbildung in Österreich zu verbessern?

Plötzlich beginnt Sebastian Kurz ganz laut und herzlich zu lachen

Kurz: Na bist oarg! Wir werden doch nicht den Menschen das Denken beibringen! Die würden uns nie wieder wählen oder machen was wir wollen! So lieber Bumsti, jetzt mach ma mal a Verhandlungspause und gehen amoi drei Bier trinken...