Donnerstag, 12. April 2018

Argentinien rottet seine Biber aus

Es war einmal vor langer Zeit, genau genommen in den 1940er Jahren, da wurden in Feuerland zwanzig entzückende, kleine Biber ausgesetzt. Nachdem sich die lieben Tiere unheimlich stark vermehren, leben heute bereits 100.000 von ihnen auf Feuerland - die Folge: sie zerstören die Wälder und müssen nun ausgerottet werden. Die Tierschützer sind von diesem Vorhaben selbstverständlich nicht begeistert und wehren sich gegen das Vorhaben.


In der Nähe von Ushuaia (dem südlichsten Staat unserer Erde) errichten die putzigen Nager enorme Staudämme, welche für enorme Überschwemmungen sorgen und die Wälder mit ihren patagonischen Bäumen killen. Die Biber bauen diese Dämme zum Schutz vor Raubtieren, welche es auf Feuerland allerdings gar nicht gibt. Bäume, welche hunderte Jahre brauchen, um ihre volle Größe zu entfalten, werden innerhalb weniger Stunden zerstört.

Die Biber haben auf Feuerland bereits eine Fläche zerstört, welche doppelt so groß wie Buenos Aires ist. Sieben Jäger sind derzeit damit "beschäftigt" die Tiere auszurotten. Bisher haben sie 1.000 von ihnen getötet. Faktum ist, dass dort wo die Biber vernichtet wurden, sich der Wald rasch erholt. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass es auf Feuerland möglicherweise sogar 150.000 Biber gibt. Ein komplettes auslöschen der Biber-Population erscheint daher sehr unwahrscheinlich.

Der Mensch sollte lieber seine Finger davon lassen und nicht ständig versuchen in die Natur einzugreifen. Auf Feuerland wurden früher auch Kaninchen ausgesetzt, welche später wiederum von ausgesetzten Füchsen bekämpft werden mussten, um der Kaninchenplage Herr zu werden.

Ja, ja - die Geister die ich rief...