Donnerstag, 12. April 2018

Die Situation am Finanzmarkt

Wir blicken auf eine Welt, die auf Schulden gebaut ist, welche nie zurückgezahlt werden können. Die angeblich stärkste Wirtschaft der Welt (die USA) ist so stark verschuldet, dass sie, um zu überleben, die ganze Welt in verschiedensten Kriegen bekämpfen muss. Ein Handelskrieg wäre diesbezüglich ein guter Beginn...


Wenn eine Nation beginnt, andere Länder zu bekämpfen, dann geschieht dies immer aus einer Position der Schwäche heraus. 2017 gab es ein US-Handelsdefizit in der Höhe von 600 Milliarden US-Dollar.

Der frühere amerikanische Finanzpolitiker David Stockman hat in einem Interview mit CNBC mit folgenden Worten aufhorchen lassen: Ich warne unter der neuen Fed-Führung vor einer epischen geldpolitisch-fiskalischen Kollision, die man zu Lebzeiten noch nicht gesehen habe. Die US-Neuverschuldung für das Fiskaljahr 2018/2019 betrage 1,2 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig habe die US-Notenbank angekündigt, 600 Milliarden US-Dollar an bestehenden Bonds auf den Markt zu werfen. Im Fiskaljahr 2019 werden somit Anleihen im Wert von 1,8 Billionen US-Dollar einen Abnehmer suchen. Ich weiß nicht, wie der Markt dieses Volumen bis 2019 annähernd absorbieren will. Es wird einen monumentalen Zinsschock geben, der die Renditen auf bis zu 3 oder 4 % nach oben treiben wird und wahrscheinlich darüber hinaus“, so Stockman.

Alle Kriege und Interventionen in Ländern wie dem Iran, Libyen, der Ukraine, Syrien und Jemen sind Teil davon. Die Ernennung des Hardliners John Bolton zum Nationalen Sicherheitsberater ist ein weiterer gefährlicher Hinweis darauf, dass sich die USA wieder auf dem Kriegspfad befinden. Gleiches gilt für die Überwachung des Weltfinanzsystems und die Handelskriege.

Es handelt sich um verzweifelte Maßnahmen eines Landes, welches sich im Abstieg befindet. Nein, es ist kein Zufall, dass der Handelskrieg mit China, kurz vor der Einführung des Ölhandels in Yuan begonnen wurde und es ist unbestritten, dass ein Handelskrieg, besonders einer zwischen den größten Finanz-Nationen der Welt, zu einem Abschwung des Welthandels und folglich zu einem starken Abschwung der Weltwirtschaft führen wird. Im Endeffekt kommt es zum Niedergang des US-Dollars und zu einer Machtverschiebung von Westen nach Osten. Dies wird zu einer Erhöhung der Gold- und Silberpreise führen und auch der Kryptowährungsmarkt wird davon profitieren.

Es ist kein Zufall, dass die Seidenstraße-Länder in den letzten Jahren Unmengen an Gold gekauft haben. Russland, die Türkei, Indien und China haben ihre Goldvorräte seit 2004 versiebenfacht. Die Gesamtzahl stieg von 5.000 Tonnen Gold auf 35.600 Tonnen Gold. Zum Vergleich - die westlichen Zentralbanken verfügen insgesamt über 23.000 Tonnen Gold. Die kommende Krise lässt sich mit den 1970ern vergleichen, nachdem Nixon die Golddeckung des Dollar ausgesetzt hatte. In den 1970ern brachen die Aktienmärkte ein und mit ihnen das Pfund und der Dollar. Gold erlebte einen steilen Anstieg.

Uns erwarten in Kürze große Veränderungen in der Weltwirtschaft. Wenn möglich sollte man in den nächsten Monaten physisches Gold und Silber erwerben. Selbst der Erwerb von einem Gramm Gold oder ein paar silbernen Philharmonikern hilft, um sich ein wenig finanziell abzusichern. Für die Fans von Kryptowährungen kann ich nur die Empfehlung aussprechen, möglichst viele Verschiedene davon zu sammeln.