Mittwoch, 31. März 2021

Weltweit toben 21 Kriege

Es mag überraschen, aber auf unserem Planeten herrschen derzeit mehr Kriege, als in den Jahren zuvor. Besonders stark betroffen ist davon das Gebiet der Subsahara in Afrika. Die Anzahl der zugleich stattfindenden Konflikte geht in die Hunderte. Diese finden fast überall auf der Welt statt.

Auf unserem Planeten leiden wir nicht nur an der Corona-Pandemie, sondern im vergangenen Jahr sind auch Millionen von Menschen, Opfer von Konflikten geworden. Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) hat festgestellt, dass die Zahl der Kriege auf de höchsten Wert seit 2014 gestiegen ist. Zu den 21 Kriegen gab es 13 fortgesetzte Kriege, sieben Konflikte haben sich zu Kriegen entwickelt, darunter zählt auch der Kampf um eine Abspaltung Südjemens und der Konflikt zwischen den islamistischen Gruppierungen und den Regierungen der Demokratischen Republik Kongo und von Mosambik. Eine Auseinandersetzung erreichte von 0 weg sofort das Kriegsniveau. Es handelt sich dabei, um den Kampf um die äthiopische Region Tigray. In der Subsahara gab es 2020 insgesamt 11 Kriege. Das HIIK macht 2020, weltweit 359 Konflikte aus. Unter diesen waren auch 139 gewaltlose zu finden.

Wann wird aus einem Konflikt ein Krieg?

Das HIIK hat bei seiner Statistik einen Raster eingelegt, welchen die Konflikte einordnet. Es beginnt mit einem Disput und geht bis hinauf zum Krieg, welcher eine massive Zerstörung verursacht und viele Todesopfer fordert.

Es gibt eine fünfteilige Skala, welche auf den ersten beiden Levels mit Streitigkeiten mit unüblichen Regelungsverfahren, bis hin zur Gewalt gegen Gegenstände und Gewalt-androhung gegen Menschen geht. Zu den anderen drei Levels, wen die Indikatoren: Tote, Flüchtlinge, Waffen, die Zahl der Beteiligten und der Betroffenen, sowie das Ausmaß der Zerstörung untersucht. Abhängig davon, wie massiv die jeweiligen Merkmale ausgeprägt sind, werden die Auseinandersetzungen als gewaltsamer Konflikt, begrenzter Krieg oder Krieg eingestuft.

Was sind die größten Streitverursacher?

Es wird vor allem über ideologische, religiöse, rechtliche oder sozioökonomische Ausrichtungen des politischen Systems gestritten. Danach folgen die Rohstoffe und die daraus zu erzielenden Profite.

In der Subsahara, dort wo ca. 920 Millionen Menschen wohnen, haben 2020 elf Kriege stattgefunden. Fünf davon waren neu. Folgende Länder waren betroffen: Der Süd-sudan, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Mosambik, Somalia und Äthiopien. Besonders schlimm ist, dass es in den betroffenen Ländern, keine Aussicht auf Entspannung gibt. Den brasilianischen Drogenkonflikt haben die Wissenschaftler ebenso als Krieg eingestuft, wie in Europa die Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan.

Das HIIK, will sämtliche Konflikte möglichst genau erfassen, um wichtige Daten für die Konfliktursachenforschung zu liefern.

Vielleicht kann man mit den erzielten Daten, in der Zukunft verhindern, dass sich ein Konflikt bis zum Krieg hochschaukelt.



Keine Kommentare:

Kommentar posten