Freitag, 19. August 2022

Das 10. Panamazonische Sozialforum

Beim diesjährigen, zehnten Panamazonischen Sozialforum in Brasilien, genauer gesagt in Belém, Pará, haben sich 40.000 Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, aus den neun südamerikanischen Länder des Amazonasbeckens (Brasilien, Bolivien, Ecuador, Französisch-Guyana, Guyana, Kolumbien, Peru, Surinam und Venezuela) vom 28. - 31. Juli getroffen. Sie haben dort u.a. den Klimanotstand ausgerufen. Es wurde bei diesem Treffen explizit darauf hingewiesen, dass der Lebensraum jener Gemeinschaften, welche im Amazonas-Gebiet angesiedelt sind, extrem gefährdet ist.

Der Klimawandel erreicht in Lateinamerika wirtschaftlich-soziale Dimensionen

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat erklärt, dass die stark zunehmenden, außergewöhnlichen und dem Klimawandel zuzuschreibenden Wetterphänomene, nicht nur der biologischen Vielfalt Lateinamerikas schaden, sondern mittlerweile auch wirtschaftlich-soziale Dimensionen erreicht. Dazu zählt das Ansteigen der Armut, des Hungers und der Ungleichheit.

Gustavo Petro und sein 19 Punkte-Plan für Kolumbien

Gustavo Petro hat das Präsidentenamt mit dem Ziel angetreten, den gewalttätigen und ungezügelten Kapitalismus zu überwinden. Seine Steuerreform konzentriert sich auf die 4.000 Multimillionäre und jene 45.000 Personen in Kolumbien, welche über ein „beträchtliches“ Vermögen verfügen. Sein Ziel ist es, damit 15 Milliarden US-Dollar zu erhalten. Das Haushaltsbudget Kolumbiens, wird 2023, insgesamt 100 Milliarden US-Dollar betragen.

Donnerstag, 4. August 2022

Die nächste Verlängerung des Ausnahmezustands in El Salvador

Es ist unglaublich, aber das Parlament von El Salvador hat bereits den fünften Monat des Ausnahmezustands genehmigt. Dieser soll nun bis zum 23. August dauern. Wie immer lautet die Begründung, dass die kriminellen Banden mitsamt ihren Anführern, immer noch eine immense Bedrohung darstellen. Was denkt ihr an das Parlament bereits jetzt angekündigt? Richtig! Eine weitere Verlängerung für den Fall, dass die Bedingungen dieselben sind.

Mercosur Gipfel mit aufgeheizter Stimmung

Der Mercosur Gipfel 2022, welcher in diesem Jahr in Paraguay stattfindet, ist von Zwistigkeiten zwischen den Mitgliedsländern geprägt. Der chilenische Präsident Gabriel Boric hat gleich einmal seine Teilnahme abgesagt Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat schillernde Ankündigungen getätigt und Uruguay will unter allen Umständen, Verhandlungen mit China, zum Zwecke der Errichtung eines Freihandelsabkommen durchführen.

Der tatsächliche Grund für die Preissteigerungen

In den letzten beiden Jahren wurde unglaublich viel Geld gedruckt. Dieses zusätzliche Kapital ist vor allem in die Vermögenswerte und dort vor allem in den Bereich der Risikogeschäfte geflossen. Das ist der Grund warum die Aktien- und Kryptomärkte in die Höhe geschossen sind. Dieses Geld ist allerdings irgendwann von dort abgezogen und in den Lifestyle investiert worden. Diese Entwicklung begann im Herbst 2021. Die Preise steigen jetzt allerdings enorm und wenn wir uns ehrlich sind, dann werden 2022 und 2023 extrem schmerzliche Jahre.

Dienstag, 2. August 2022

Sind die Strafmaßnahmen des Westens, gegen Russland, wirksam?

Fünf Monate sind seit dem Beginn der russischen Invasion in die Ukraine vergangen und der wirtschaftliche Kollaps Russlands ist ausgeblieben. Der Rubel ist genau so stark wie vor der Annexion der Krim, die Arbeitslosigkeit ist niedrig und die Einnahmen sprudeln. Für den Kreml ist der „formelle Zahlungsausfall“ seiner Staatsanleihen nichts anderes als eine westliche Propaganda.

Kann Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine tatsächlich verlieren?

Für den ukrainischen Präsidenten und alle seine Unterstützer ist es völlig klar, dass die Ukraine so lange gegen Russland kämpfen muss, bis der Aggressor besiegt ist. Selbstverständlich müssen dann auch wieder alle Grenzen wiederhergestellt werden, welche vor dem Einmarsch der russischen Armee existierten. Außerdem würde die Ukraine weder die Annexion der Krim noch irgendeine abtrünnige Republik im Donbass anerkennen und natürlich muss alles unternommen werden, damit die Ukraine, binnen kürzester Zeit, der EU und der NATO beitritt. Für den Fall, dass ein derartiges Szenario tatsächlich eintritt, wäre Russland, aufgrund der Wirtschaftssanktionen, für viele Jahre geschwächt.

Im Schatten des Einmarschs in die Ukraine - alles buhlt um den Globalen Süden

Der russische Einmarsch wird in den verschiedensten Teilen der Welt, unterschiedlich bewertet. Sehr oft geht daraus hervor, dass es eine anti-westliche bzw. anti-amerikanische Haltung gibt. Fakt ist, dass jenes internationale System, welches sich seit dem Ende des Kalten Krieges entwickelt hat, auf dem Abstellgleis steht. Die Ordnung und Stabilität neigt sich dem Ende zu und die Vereinten Nationen sind unbedeutender denn je. Die russische Invasion schafft ein neues „Lagerdenken“.