Sonntag, 21. August 2022
Die rätselhaften Löcher am Grund des Ozeans
Die Mission nennt
sich „Voyage to the Ridge 2022“. Das Ziel der Forscher der
US-Ozeanografie-Behörde NOAA ist es, mit ferngesteuerten
Tauchsonden, den Grund der Charlie-Gibbs-Bruchzone, Teile des
Mittelatlantischen Rückens und des Azoren-Plateaus zu durchkämmen.
Zu ihrem eigenen Erstaunen, sind die Wissenschaftler*innen dabei
erneut auf die rätselhaften und linear ausgerichteten, gleichmäßig
großen Löcher am Boden des Ozeans gestoßen. Eine Erklärung dafür
gibt es noch immer nicht.
Samstag, 20. August 2022
Der Großbrand in Matanzas
Eine Woche nach dem Ausbruch eines Großbrands, im größten Treibstofflager Kubas, in der Hafenstadt Matanzas, ist das Feuer endlich unter Kontrolle. Es war eine internationale Zusammenarbeit von Feuerwehrleuten aus Kuba, China, Mexiko und Venezuela notwendig, um den Flammen Einhalt zu gebieten.
Die Energiekrise erreicht Kuba
Kuba
steht vor der schwierigsten Situation im Energiebereich, seit den
1990er Jahren. In einigen Provinzen des Landes, wird der Strom
bereits bis zu acht Stunden pro Tag abgeschaltet. Ab sofort betreffen
die Stromabschaltungen auch die Landeshauptstadt Havanna. Von 10 bis
14h wird diese Maßnahme zwischen den einzelnen Gemeinden rotiert.
Der Sinn es, dass jeder Haushalt nur alle drei Tage davon betroffen
ist. Die Regierung will damit eine Einsparung von 100 Megawatt
erreichen und somit die Stromabschaltungen in den anderen Provinzen
des Landes reduzieren.
Freitag, 19. August 2022
Das synthetische Embryo
Genetiker*innen
des „Weizmann Institute of Science“, in Israel, ist es
gelungen, lediglich mit den Stammzellen von Mäusen einen
synthetischen Embryo herzustellen. Nach eigenen Angaben wollten die
Wissenschaftler*innen damit zeigen, wie die Stammzellen sich selbst
zu Organen organisieren. Außerdem wollten sie sich auf diese Weise
nach neuen Möglichkeiten umsehen, wie Organe oder Gewebe für
Transplantationen hergestellt werden kann, ohne dafür Tierversuche
zu benötigen.
Das 10. Panamazonische Sozialforum
Beim
diesjährigen, zehnten Panamazonischen Sozialforum in Brasilien,
genauer gesagt in Belém, Pará, haben sich 40.000 Vertreter*innen
der Zivilgesellschaft, aus den neun südamerikanischen Länder des
Amazonasbeckens (Brasilien, Bolivien, Ecuador, Französisch-Guyana,
Guyana, Kolumbien, Peru, Surinam und Venezuela) vom 28. - 31. Juli
getroffen. Sie haben dort u.a. den Klimanotstand ausgerufen. Es wurde
bei diesem Treffen explizit darauf hingewiesen, dass der Lebensraum
jener Gemeinschaften, welche im Amazonas-Gebiet angesiedelt sind,
extrem gefährdet ist.
Der Klimawandel erreicht in Lateinamerika wirtschaftlich-soziale Dimensionen
Die Weltorganisation für
Meteorologie (WMO) hat erklärt, dass die stark zunehmenden,
außergewöhnlichen und dem Klimawandel zuzuschreibenden
Wetterphänomene, nicht nur der biologischen Vielfalt Lateinamerikas
schaden, sondern mittlerweile auch wirtschaftlich-soziale Dimensionen
erreicht. Dazu zählt das Ansteigen der Armut, des Hungers und der
Ungleichheit.
Gustavo Petro und sein 19 Punkte-Plan für Kolumbien
Gustavo
Petro hat das Präsidentenamt mit dem Ziel angetreten, den
gewalttätigen und ungezügelten Kapitalismus zu überwinden. Seine
Steuerreform konzentriert sich auf die 4.000 Multimillionäre und
jene 45.000 Personen in Kolumbien, welche über ein „beträchtliches“
Vermögen verfügen. Sein Ziel ist es, damit 15 Milliarden US-Dollar
zu erhalten. Das Haushaltsbudget Kolumbiens, wird 2023, insgesamt 100
Milliarden US-Dollar betragen.
Donnerstag, 4. August 2022
Die nächste Verlängerung des Ausnahmezustands in El Salvador
Es
ist unglaublich, aber das Parlament von El Salvador hat bereits den
fünften Monat des Ausnahmezustands genehmigt. Dieser soll nun bis
zum 23. August dauern. Wie immer lautet die Begründung, dass die
kriminellen Banden mitsamt ihren Anführern, immer noch eine immense
Bedrohung darstellen. Was denkt ihr an das Parlament bereits jetzt
angekündigt? Richtig! Eine weitere Verlängerung für den Fall, dass
die Bedingungen dieselben sind.
Mercosur Gipfel mit aufgeheizter Stimmung
Der Mercosur Gipfel 2022, welcher in diesem Jahr in Paraguay stattfindet, ist von Zwistigkeiten zwischen den Mitgliedsländern geprägt. Der chilenische Präsident Gabriel Boric hat gleich einmal seine Teilnahme abgesagt Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat schillernde Ankündigungen getätigt und Uruguay will unter allen Umständen, Verhandlungen mit China, zum Zwecke der Errichtung eines Freihandelsabkommen durchführen.
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