Sonntag, 25. Januar 2015

Die Sexualerziehung kann nicht früh genug beginnen

Vorsicht Satire!

Werfen wir einen Blick in die Zukunft.

Die Sexualerziehung ist für die jungen Menschen sehr wichtig und unsere Politiker mit dem nötigen Weitblick haben dies auch ausgezeichnet erkannt.

Die Sexualerziehung ist in den Kindergärten  also seit einigen Jahren Wirklichkeit. Wie so ein Kindergarten Alltag in ein paar Jahren aussieht, das sehen wir uns jetzt an. Den Begriff Dipl. Kindergartenpädagogin lasse ich im folgenden Dialog kurzerhand weg und ersetze ihn einfach durch den Vornamen Gerd achja und die Sylvia ist die Helferin.

Alles klar? Dann geht’s los.

Gerda
So liebe Kinder jetzt machen wir unseren alltäglichen Sesselkreis. Jeder erzählt jetzt von seinen Problemen in der Partnerschaft und wir überlegen uns gemeinsam wie wir dieses lösen können. Sophie bist Du bitte so lieb und fängst heute an? Bitte! Erzähle uns von Deinen Sorgen und Ängsten in Deinem Liebesleben.

Sophie
Ja also der Lukas ist ein voller Arsch!

Gerda
Aber Sophie! Arsch sagt man nicht! Komm und sag sofort Entschuldigung zur ganzen Gruppe.

Sophie
Tschuldigung. Aber der Lukas ist wirklich oarg. Wenn ich noch länger mit ihm zusammen bin, krieg ich voll die Krise!

Gerda:
Wie lange bist Du denn schon mit dem Lukas zusammen?

Sophie:
Wir sind bereits drei Monate zusammen!

Gerda:
Da darf man nicht so schnell aufgeben. So eine Beziehung braucht Zeit, die muss man vertiefen und man muss auch, um seinen Partner kämpfen und nicht gleich aufgeben. Drei Monate ist ja schliesslich nicht lange. 

Sophie:
Aber Gerda! Ich bin doch erst vier Jahre alt! Da sind drei Monate schon ur viel.

Gerda:
Na ein bisserl aufopfern muss man sich halt schon in eine Beziehung. Sag mir jetzt endlich was denn am Lukas so schlimm ist.

Sophie:
Also Gerda schau. Wenn wir im Kindergarten nach dem Essen immer unsere Kuschelstunde haben. Also weisst eh, da wo wir mit unserem Freund oder der Freundin alleine ins Indianerzelt gehen und ein bisserl fummeln dürfen, da hat der Lukas letztens zu mir gesagt, er hätte gerne, dass die Simone das nächste mal auch dabei ist. Also ist das nicht eine Frechheit? Ich finde das ur blöd und gemein.

Gerda:
Aber Sophie. Sei doch nicht so engstirnig. Schau, der Lukas ist ja auch erst fünf Jahre alt und der muss halt noch ein paar Erfahrungen sammeln, damit er weiss was gut für ihn ist. Da kann man nicht verlangen, dass Du für die nächsten 100 Jahre die Einzige für ihn bist. Du darfst ihn da nicht so einschränken. Das wäre gar nicht nett von Dir. Der Lukas muss die Chance haben sich weiterentwickeln und entfalten zu können. Schau mal Sophie, Du hast den Lukas doch sicher ur lieb. Dann verbau ihm doch nicht die grosse Chance neue, wichtige Erfahrungen für sein Leben zu machen. Gell? Also sei ein braves Mädchen und geht’s halt in der nächsten Kuschelstunde zu dritt ins Indianerzelt. Zu dritt ist es bestimmt auch sehr lustig. Wirst schon sehen. Lukas wie siehst Du denn das Ganze? 

Lukas:
Naja. Die Sophie ist ja eh lieb, aber die Simone kann doch schon viel besser knutschen.

Gerda:
Ja aber nur weil die Simone besser knutschen kann, wirst Du die Sophie schon auch noch gerne haben und Sie nicht gleich in den Wind schiessen. Gell?

Lukas:
Natürlich nicht. Momentan ist das alles sowieso nicht leicht für mich, weil ich noch nicht so genau weiss wo ich hin gehöre.

Gerda:
Du meinst zur Sophie oder Simone?

Lukas:
Na ich dachte eher an Sophie, Simone oder Felix.

Gerda:
Jö schau der Felix. Wie ist es denn so mit dem Felix? Was ist anders an ihm?

Lukas:
Naja er ist halt ein Bub und er raunzt nicht gleich so viel herum wenn ich mit einem anderen Mädchen spiele und man kann mit ihm voll super über Fussball reden und er mag auch Kebab. Die Mädels mögen das alles nicht und ich glaube, dass es schon wichtig in einer Beziehung ist, wenn man gemeinsame Interessen hat. Deshalb überlege ich ja schon lange mal mit dem Felix meine Kuschelstunde zu verbringen.

Gerda:
Genau Lukas! Mach das! Das ist ganz toll von Dir! Du musst einfach herausfinden was gut für Dich ist! Du darfst Dich da zu nix drängen und unter Druck setzen lassen. Mach das was Du für richtig hältst und sammle dringend, möglichst viele Erfahrungen. Wenn Du Hilfe brauchst, werde ich Dir die gerne geben. Scheue Dich nicht mit allen Deinen Fragen zu mir zu kommen. Gell? Du machst das schon! Du bist ganz ein toller Mensch!

Lukas:
Also ich hätte da noch etwas.

Gerda:
Ja? Was denn Lukas? Komm spucks aus! Wir sind da ja alle gemeinsam ganz unter uns und wir können da alle ganz frei darüber sprechen was uns bewegt. Also Lukas was willst Du wissen?

Lukas:
Ok. Ich hätte da eine Frage an die Sylvia. Sag einmal wie alt bist Du denn?

Sylvia:
Ich bin 24. Warum?

Lukas:
Weisst Du. Ich wollte immer schon wissen wie das ist mit so einer alten Frau zu knutschen. Von der Sophie kann ich beim Knutschen nämlich gar nix lernen und bei der Simone habe ich immer Angst, dass ich mich blamiere weil Sie darin so gut ist. Könnten wir beide das im Förderunterricht ein bisserl üben?

Sylvia:
Selbstverständlich lieber Lukas. Wir wollen doch auch, dass aus Dir ein selbstbewusster, junger Mann wird und da muss man schon früh beginnen das Selbstbewusstsein eines jungen Menschen zu stärken. Wenn Du willst, können wir gleich im Anschluss an unseren Sesselkreis in das rote Indianerzelt gehen. Die Sophie kann gleich mitkommen. Magst Du Sophie? Dann kann ich Dir bestimmt auch den einen oder anderen Trick beibringen, damit Du beim Knutschen mehr Spass hast. Na willst Du?

Sophie:
Das ist ja ur super lieb von Dir. Danke! Na klar komme ich mit. Darf ich eh Lukas?

Lukas:
Ja, aber der Felix soll auch dabei sein. Was sagst Du dazu Felix?

Felix:
Ich weiss nicht.

Sylvia:
Was hast Du denn Felix? Traust Du Dich nicht?

Felix:
Ja freilich trau ich mich. Aber nur wenn die Sophie mir verspricht, heute nicht unter meinen Rock zu schauen. 

Gerda:
Also Sophie. Nur wenn der Felix das ausdrücklich erlaubt dann darfst Du. Bist Du damit einverstanden Felix?

Felix:
Ja.

Gerda:
Ich beende jetzt den Sesselkreis und die Sylvia wird jetzt mit der Sophie, dem Lukas und dem Felix ins rote Indianerzelt gehen und einen praktischen Anschauungsunterricht geben. Der Rest der Kindergartengruppe nimmt nun die von daheim mitgebrachte Karotte, Zucchini oder Banane heraus und wir üben das Anlegen des Kondoms. Also los geht’s Kinder!