Sonntag, 20. September 2015

PARAGUAY - die Bildungsproteste

In Paraguay haben bis zu zehntausend Studenten für eine bessere Bildungspolitik demonstriert. Nicolás Pereira, Präsident der Studentenmitte der Schule Christus Rey, von dort ging die Initiative zur Auflehnung aus, sprach von einem historischen Tag weil man nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet habe.



Die Schüler der privaten und öffentlichen Schulen sind für eine Modernisierung des Schulsystems, eine bessere Verteilung von Unterrichtsmaterialien sowie einer besseren Qualifikation der Lehrpersonals auf die Straße gegangen. Außerdem setzen sie sich für eine bessere Ernährung an den Schulen und eine Verbesserung der Verwaltung ein. Derzeit stehen für die Bildung bis zu 4 % des BIP zur Verfügung. Die Schüler und Studenten fordern 7 %.



Nicolas Pereira sieht in Papst Franziskus den Wegbereiter für die Revolte. Mit inspirierenden Sätzen habe er bei seinem Besuch in Paraguay im Juli dieses Jahres, die jungen Männer zu ihrem Protest motiviert.



Der Präsident von Paraguay Horacio Cartes hat zugesagt, die Initiative zu unterstützen und die Studenten angespornt ihre Ziele mit einer gesunden Portion Revolutionsgeist zu verfolgen. Die Bildungsministerin, Marta Lafuente, hat sich mit den Studenten unterhalten und einem Treffen mitsamt einer Debatte innerhalb der nächsten Tage zugesagt. Der Finanzminister Santiago Peña hat Journalisten gegenüber angekündigt, dass die Regierung für das nächste Jahr deutlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen wird. Die Umwegrentabilität sei im Bereich der Bildung ganz einfach am rentabelsten und er sprach davon, dass die Regierung in dieser Frage eine enorme Verantwortung trage.



Es schaut also gut für die Studenten Paraguays aus :-)