Freitag, 23. September 2016

Der eindringliche Aufruf von Papst Franziskus an alle Journalisten

Mehr als 400 Mitglieder des italienischen Journalistenverbandes bekamen in der Sala Clementina, eine Audienz von Papst Franziskus. Dieser redete lange und eindringlich auf die schreibende Zunft ein. Er hielt ihnen vor Augen über welche unglaubliche Macht sie verfügten und wie sie diese zum Wohle der gesamten Menschheit einsetzen sollten. Fast niemand in der Welt hätte nämlich mehr Macht als der Journalismus. Ihre Verantwortung zur Verbesserung der Gesellschaft sei daher enorm.

Für Papst Franziskus steht fest, dass man vor allem im Journalismus die Wahrheit lieben, die Professionalität leben und die menschliche Würde achten müsse. Tag und Nacht muss die Kommunikation in der heutigen Welt fließen und es sei die Aufgabe der Journalisten bei politischen Debatten das Für und Wider abzuwiegen und der Wahrheit so nah wie möglich zu kommen. Niemals dürfe man etwas schreiben von dem man wüsste, dass es unwahr ist. Ein Mensch welcher zu Unrecht diffamiert wurde, könnte beispielsweise für immer zerstört sein.

Papst Franziskus wies darauf hin, dass es vor allem in Diktaturen der Fall sei, dass sich diese im Laufe der Geschichte immer wieder der Journalisten und deren Kommunikationsmittel bemächtigen wollte, um die Massen auf ihre Seite zu ziehen. Es sei auch nicht in Ordnung in der Bevölkerung Ängste zu schüren. Wir kennen das alle von diversen Medien welche Ängste vor Veränderungen und Themen wie Hunger, Krieg und Migration zum Inhalt haben.

Als Journalist hätte man die Aufgabe Brücken zu bauen, Versöhnungsprozesse einzuleiten und eine Kultur der Begegnung zu unterstützen. Es gibt keine Herausforderung, kein Problem, welches nicht von den Menschen, welche guten Willens sind, gelöst werden kann.

Wer die Wahrheit verbreitet, bekommt oft enormen Gegenwind zu spüren. Die Wahrheit ist nicht immer bequem und einfach gestrickt. Sie ist deshalb auch nicht immer und überall willkommen.