Sonntag, 25. September 2016

Der Angriff auf Nordkoreas Nuklearanlage Yongbyon

Zwischen dem 3. und 21. Oktober 2016 werden die USA und Südkorea im Rahmen einer Übung in Alaska, den Angriff auf Nordkoreas Nuklearanlage Yongbyon simulieren. Experten sind der Ansicht, dass die nordkoreanische Anlage in der Lage ist jedes Jahr jenes Plutonium herzustellen, welches erforderlich ist, um eine Atombombe herzustellen.

Beim gemeinsamen Militäreinsatz sollen sowohl F-15K Jagdflugzeuge, als auch GBY-31 Waffen zum Einsatz kommen. Selbstverständlich wird der simulierte Angriff auf die Nuklearanlage in Yongbyon lediglich als Antwort auf einen möglichen Raketenangriff auf Südkorea gesehen... Wie sinnvoll es allerdings wäre eine Nuklearanlage zu zerstören, welche nur 90 Kilometer von Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang entfernt ist, sei auch zu hinterfragen. Die Verbündeten USA und Südkorea sind sich über „die gesundheitlichen Auswirkungen“ auf Südkorea auch nicht so sicher, weil die südkoreanische Hauptstadt Seoul letztlich auch nur 264 Kilometer vom Atomkraftwerke entfernt ist. Deshalb zieht man es in Betracht auch andere Ziele in Nordkorea anzusteuern und die Angriffe darauf zu trainieren.

Der einstige Krieg zwischen Nord- und Südkorea dauerte von 1950 bis 1953 und es gab zwischen 2,5 und fünf Millionen Opfer zu beklagen. Nordkorea wurde damals von China und der Sowjetunion unterstützt. Südkorea eilten damals 21 UN-Staaten zu Hilfe. Als Nordkorea durch den US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush als Teil der „Achse des Bösen“ bezeichnet wurde, begannen die Nordkoreaner mit der atomaren Aufrüstung. Sie sahen es als ihre Pflicht an, sich selbst „vernünftig“ zu verteidigen.

2015 hat Nordkorea den Ausbau seiner Nuklearanlagen verkündet. Seither finden regelmäßige Atomwaffentests statt. Selbst in Japan haben die atomaren Bestrebungen Nordkoreas dazu geführt, dass man nun erheblich aufrüstet. Das bisherige Raketenabwehrsystem Japans wird bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio noch exorbitant verbessert.

Die Nervosität rund um Nordkorea ist extrem hoch und es ist nicht auszudenken was passiert, wenn ein Typ wie Donald Trump in den Besitz des Köfferchens mit dem berühmten roten Knopf kommt. Wie waren seine Worte? Warum setzt man denn die Atomwaffen denn nicht ein, wenn man sie schon hat...