Montag, 19. September 2016

Die Autoindustrie kehrt den U.S.A. den Rücken

Henry Ford, der Gründer von Ford, entschied im Jahre 1915, dass seine Mitarbeiter exakt doppelt so viel verdienen sollten wie die anderen Arbeiter in der Autoindustrie. Es war ihm wichtig, dass seine eigenen Mitarbeiter auch in der Lage sein konnten einen Ford zu kaufen. Die eigenen Beschäftigten wären garantiert die besten Kunden. Durch diese Entscheidung hat er aus strategischer Sicht viele neue Kunden geschaffen und sein soziales Engagement für seine eigenen Arbeiter gezeigt. Die Profitgier der heutigen Manager, lässt das Wohlbefinden der eigenen Mitarbeiter hingegen kalt.

Wie ist es denn sonst zu erklären, dass Ford, nachdem es im zweiten Quartal dieses Jahres zwei Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftet hatte, vor wenigen Tagen verkündete in Zukunft große Teile der Produktion von den U.S.A. nach Mexiko zu verlagern. Die Gehälter sind dort niedriger und somit Pech gehabt liebe Mitarbeiter in den USA. Selbstverständlich sind von dieser Entscheidung auch viele Zuliefererbetriebe betroffen und diese stehen in den USA möglicherweise vor der Schließung.

Es ist für einen Konzern die dümmste Idee überhaupt, seine Ware in einem Billiglohnland fertigen zu lassen. Warum? Wer soll denn das Produkt am Ende kaufen? Die Arbeiter eines Billiglohnlands garantiert nicht und jene welche durch die extrem kurzfristig gedachte Konzernentscheidung arbeitslos geworden sind, werden dazu auch nicht in der Lage sein oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass z. B. FORD seine Kraftfahrzeuge in Zukunft billiger verkaufen wird, weil sie günstiger hergestellt werden?

Welche Autohersteller in Zukunft noch eine Verlagerung ihrer Produktion von den USA nach Mexiko anstreben sind: General Motors, Hyundai, Honda, Mazda, Nissan, Toyota und Volkswagen. Die geringsten Kosten entstünden, wenn der Mensch als Kostenfaktor komplett ausgeschaltet würde. Die Herstellung der Güter erfolgt also in Zukunft nur noch durch Maschinen und Roboter. Die müssen von Menschen gebaut werden? Aber nein. Roboter können diese Aufgabe in Zukunft mit Bravour bewältigen...