Mittwoch, 31. Oktober 2018

Protestwelle in China – weil die Immobilienpreise sinken...

Die Financial Times hat davon berichtet, dass es in Shanghai, Xiamen, Guiyang und einige andere Städte zu Demonstrationen inklusiver Randale gekommen ist, weil die Wohnimmobilien immer billiger werden. In Shanghai wurde dabei das Verkaufsbüro einer Entwicklungsgesellschaft zerstört. Die Financial Times beruft sich in ihrem Artikel auf mehrere Online-Berichte, welche von der staatlichen Zensur, binnen kürzester Zeit gelöscht wurden.

Die Wut der Demonstranten kommt daher, dass sie im vergangenen Jahr Wohnungen zu Höchstpreisen gekauft haben. Nun sind in den vergangenen Wochen gleichwertige Immobilien auf den Markt angeboten worden, welche deutlich unter den Preisen des vergangenen Jahres liegen.

Laut der Financial Times sind bei den Demos, die Immobilienbesitzer auf die Knie gefallen und hätten die Regierung unter Tränen dazu aufgefordert dem Volke zu dienen. Jenes Verkaufsbüro, welches von den Demonstranten angegriffen wurde, hat aufgrund der sinkenden Preise am Immobilienmarkt, Kaufinteressenten neue Wohnungen mit einem Abschlag von 25 % im Vergleich zum Listenpreis angeboten.

Die Menschen, welche im vergangenen Jahr viel mehr für diese Wohnungen bezahlt haben fühlen sich nun betrogen und fordern nachträglich eine Entschädigung. Sie fordern die Regierung dazu auf, regulierend in den Markt einzugreifen.

Der Immobilienmarkt macht in China einen Großteil der Volkswirtschaft, des Privatvermögens und der Schulden aus und deshalb hat die Regierung auch sehr oft eingegriffen, um die ständigen Auf und Abs am Immobilienmarkt zu bekämpfen.

2014 gab es in China einen ähnlichen Abschwung am Immobilienmarkt, doch der jetzige dürfte weit größere Dimensionen bekommen.



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