Sonntag, 29. Januar 2017

Der fünfte CELAC-Gipfel

CELAC ist die Gemeinschaft sämtlicher Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten. CELAC besteht aus allen souveränen Staaten Amerikas außer den U.S.A. und Kanada. Insgesamt leben in den CELAC Ländern 550 Millionen Menschen auf etwa 20 Millionen Quadratkilometern.

In diesem Jahr fand der CELAC-Gipfel, unter dem Vorsitz des Gastgeberlandes der Dominikanischen Republik, in Punta Cana statt. 33 Staaten haben sich zusammen gefunden, um am Ende eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Integration sowie der politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bekannt zu geben.

Den CELAC Staaten ist bewusst, dass es durch die Übernahme der US-Präsidentschaft von Donald Trump, zu Veränderungen bzw. Herausforderungen kommen wird. Das Ziel der 33 Mitgliedsstaaten müsse sein, ab sofort mit einer Stimme zu sprechen. Es geht dabei insbesondere um Themen wie die Menschenrechte sowie die Finanz- und Wirtschaftspolitik. Auf den Punkt gebracht geht es um die Unterstützung der gemeinsamen Interessen seiner Völker.

Für die CELAC Staatengemeinschaft ist es immens wichtig, dass es das Recht auf ein eigenständiges kulturelles, ökonomisches, politisches und soziales System gibt. Die kulturelle Vielfalt müsse unbedingt zusätzlich gefördert werden.

Zum Thema Venezuela vertreten die Mitgliedsländer die Ansicht, dass es dringend notwendig sei einen Dialog zwischen der Regierung und der Opposition herbeizuführen. Dieser gehört unterstützt und gefördert.

Zum Thema der wirtschaftlichen Annäherung zwischen den U.S.A. und Kuba sei zu sagen, dass man sich nun wünsche und hoffe, dass die unter dem US-Präsidenten Barack Obama begonnene Annäherung auch unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump fortgesetzt wird. Außerdem müsse das Gebiet der Militärbasis Guantanamo dringend an Kuba zurückgegeben werden. Das kann ich mir, mit Verlaub, derzeit gar nicht vorstellen. Nachdem Donald Trump erst kürzlich erklärt hatte, dass Foltermethoden wie z.B. Waterboarding erfolgversprechend sind und er auch nicht daran denke diese bei Terrorverdächtigen nicht einzusetzen, wird sich Guantanamo wohl noch länger „im Besitz“ der U.S.A. befinden.

Zum Thema „illegale Migration“ verkündeten die teilnehmenden Staaten am CELAC-Gipfel, dass man in Bezug auf die lateinamerikanischen Migranten (hier wurde vor allem die mexikanische Grenze erwähnt), die Menschenrechte massiv verteidigen werde, ob dies einem US-Präsidenten Donald Trump gefällt oder nicht.

Der Präsident Ecuadors, Rafael Correa wies darauf hin, dass man die Migration einzig und alleine durch Frieden, Humanität, Solidarität und Wohlstand in den Griff bekommen könne und nicht durch die Errichtung von Mauern... Erst durch eine weltweit gerechte Verteilung des Reichtums könnte man die sozialen Probleme der Welt in den Griff bekommen.

Am Ende des CELAC-Gipfels bekräftigte man, dass es notwendig sei die regionalen Entwicklungsprojekte finanziell zu unterstützen. Der Kampf gegen die weltweit vorhandenen Steueroasen müsse ebenso ausgebaut und intensiviert werden. Zum Thema Drogenhandel ist man übereingekommen, dass es ohne eines gemeinsamen Vorgehens nicht möglich sein wird, diesen in die Schranken zu weisen.

Im nächsten Jahr wird der CELAC-Gipfel in El Salvador stattfinden.