Mittwoch, 24. Januar 2018

Der Überraschungsbesuch von US-Präsident Donald Trump in Wien

Donald Trump ist nach Wien gekommen, um Sebastian Kurz einerseits zu seinem Wahlerfolg zu gratulieren und andererseits, um ihm den Rücken zu stärken, damit dieser innerhalb der EU einen höheren Stellwert bekommt. Stilsicher hat sich der amtierende US-Präsident für das erste Treffen die passende Location ausgesucht. Man trifft sich am Wiener Westbahnhof in einem US-amerikanischen Schnellimbiss-Restaurant. Ob Burger King oder McDonalds wurde im Vorfeld zwar nicht verraten, konnte ich aber aufgrund diverser Kontakte in Erfahrung bringen und so gelang es mir am Nebentisch Platz zu nehmen und das folgende, geistreiche „Gespräch“ zu belauschen.


Trump:
Mr. Kurz, ich beglückwünsche Sie zur ausgezeichneten Wahl. Cheeseburger sind nämlich mein Leibgericht. Dieser Burger enthält alles, was ein begnadeter Körper braucht: Unmengen an Fleisch, Käse und sogar Gemüse.

Er hat wirklich die Gurkenscheibe gemeint...

Mr. Kurz, Sie brauchen viel Kraft, um sich den Herausforderungen wie ein ganzer Kerl zu stellen. Sie müssen Mauern an ihren Grenzen errichten, sämtliche Einwanderer aus dem Land werfen, die Donau für die Errichtung von hunderten Wasserkraftwerken nutzen, um energiepolitsch autark zu bleiben.

Außerdem müssen sie viel Geld, keine Sorge eh nicht ihr eigenes, in die Hand nehmen, um Großbetriebe dazu zu bringen, sich in ihrem Land niederzulassen und Jobs zu schaffen. Selbstverständlich wäscht dabei eine Hand die Andere und wenn diese Firmen schon so gut wie nix für die Betriebsansiedlung bezahlen müssen, dann sollen sie wenigstens auch fast keine Steuern bezahlen müssen – eh logisch, gell.

Für den Fall, dass ihr Land in finanziellen Schwierigkeiten steckt, zwingen Sie doch die Brüsseler Halunken dazu, ein paar Euros zu drucken. Eine Billion sollte für den Anfang einmal reichen und hören Sie endlich auf mit der Holzklasse zu fliegen. Das ist in Wahrheit nur peinlich und macht nur ein armseliges, kleines Würstchen aus ihnen und keinen echten Staatsmann.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt wäre es, beim Thema Arbeitslosengeld, ein paar Schritte weiter zu gehen als Sie vorhaben. Es langt vollkommen, wenn die faulen Säcke für sechs Wochen eine finanzielle Unterstützung bekommen. Wer dann keinen Job hat ist selbst schuld. In ihrer unendlichen Güte könnten Sie dann ja ein paar Rabattmarken verteilen. Damit sich das Volk, auch wenn es kein Geld hat, gesund ernährt geben sie 50% Gutscheine für McDonalds oder Burger King her.

Mr. Kurz! Es war mir eine große Freude, mich mit ihnen zu erhalten. Ich danke für dieses ergiebige Gespräch und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute.

Kurz:
Mir hat dieses äußerst konstruktive Gespräch auch sehr gefallen. Danke!