Montag, 15. Januar 2018

Die Geschenke für den Polit-Pensionisten Michael Häupl

Michael Häupl hat es satt. Er hat endgültig keine Lust mehr den brummigen und doch liebenswerten Wiener Bürgermeister zu spielen. Der Michl geht in Pension und ihm ist in Wahrheit völlig wurscht wer sein Amt übernimmt, weil es eh keiner auch nur annähernd so gut kann wie er selbst...

Für den immer öfter grantelnden Wiener Ex-Bürgermeister gibt es von seinen Polit-Kollegen allerlei Abschiedsgeschenke. Nicht immer treffen diese allerdings den Geschmack vom lieben Michi – aber sehen sie doch selbst...


Häupl: Jessas na. Bist denn Du deppat. So viele Geschenke! Na kloar. Jetzt wo i aufhör sans olle glücklich. Oba wurscht. Schau ma mal was ich da alles bekommen habe.

Vassilakou: Hallo Bärli! Darf ich Dir ein bisserl helfen?

Häupl: Na super. Genau Dich hob i jetzt braucht...

Vassilakou: Siehst Du Bärli und schon bin ich da. Du kannst froh sein und Dich glücklich schätzen, dass ich stets an Deiner Seite bin.

Häüpl: in sich hineinmurmelnd: Das schlimme ist, dass die das wirklich glaubt...

Vassilakou: Böses Bärli! Das habe ich gehört, aber ich bin so lieb und verzeihe Dir. Du bist ja schließlich emotional überfordert. Jetzt komm schon und mach die Packerl auf.

Häupl: Na guat gemmas an. Jö schau ein Zigarettenetui von Austria Wien – oba i rauch do goar net...

Vassilakou: Geh Bärli! Gib zu Du machst Spaß! Das ist natürlich kein Zigarettenetui sondern die Hülle für Dein neues Smartphone, welches sich darin verbirgt.

Häupl: Smartphone? Wos brauch i des. Mit mein oidn Motorola Handy kenn i mi bestens aus und i kaun damit super telefonieren und sogar sms schreiben. Na egal. Wos ist denn in dem nächsten komischen Packerl drin? Do is jo a Zylinder aus Metall drinnen! Wos soll i denn mit dem Bledsinn mochn?

Vassilakou: Aber Michael! Das ist kein blöder Zylinder sondern Amazon-Echo. Das Ding hört auf den Namen Alexa und versucht, wenn Du es lieb ansprichst, Deine Befehle zu befolgen. Es kann Musik abspielen, einen Wecker stellen, einen Kalender verwalten, Nachrichten vorlesen, die Fußballergebnisse verkünden...

Häupl: Aha.

Vassilakou: Mehr hast Du dazu nicht zu sagen?

Häupl: Oja. A so a Bledsinn.

Vassilakou: Na vielleicht ist im nächsten Packerl etwas Schönes für Dich drinnen. Da schau her Bärli! Hier ist ein ganz ein dünnes Packerl. Was mag denn da drinnen sein?

Häupl: Jessas, die Lehrergewerkschaft hot ma an 22-Stunden-Kalender g´schenkt. Solche Gfraster!

Vassilakou: Du Bärli schau mal! Da hat Dich jemand ur-lieb. Da ist eine Kiste mit fünf Flaschen echten Spritzwein.

Häupl: Zag amoi her. Jawohl! Endlich jemand der sein Gehirn eingeschalten und etwas Nützliches geschenkt hat. Von wem ist denn des?

Vassilakou: Vom G´spritztn.

Häupl: Wie bitte? Von wem?

Vassilakou: Na vom Strache.

Häupl: A wurscht. I saufs trotzdem.

Vassilakou: Du Bärli! Ein Geschenk gibt es noch.

Häupl: Aha und was ist es?

Vassilakou: Die Frage sollte viel eher lauten, von wem ist es.

Häupl: Oiso guat, oiso von wem?

Vassilakou: Von mir, liebes Bärli. Hier in diesem Kuvert ist es drinnen. Ich bin schon ganz aufgeregt, weil ich endlich sehen will wie Du Dich freust. Na komm, mach schon auf.

Häupl: Do san zwa Eintrittskoatn für die Therme Oberlaa drinnen. Für wen san denn die?

Vassilakou: Na für Dich und für mich, mein liebes Bärli. Na was sagst?

Häupl: Na bist Du denn deppat! I wü mei Ruah hobn! Wos glaubst warum i zrucktretn bin! Hilfe zu Hilfe!

Der Wiener Bürgermeister rennt, so schnell ihn seine nicht ganz so sportlichen Beinchen tragen können weg... und wie reagiert unsere Mary? Sie atmet tief durch und verkündet mit drohendem Ton: „Na guat, daun schmeiß i mi hoit zum Herrn Ludwig zuwe...“