Saudi-Arabien
hat inklusive seiner gesamten arabischen Militärallianz eine
fünftägige Waffenruhe
angekündigt, damit die notleidende Bevölkerung versorgt werden
kann. Dies hat der saudi-arabische Außenminister Adel
al-Dschubair in Paris bekanntgegeben. Bei den diesbezüglichen
Beraturngen war der US-Außenminister John Kerry dabei. Dieser sprach
davon, dass ein wichtiger Moment gekommen sei und die Huthi-Miliz
vermutlich in die Feuerpause einwilligen werde.
Samstag, 9. Januar 2016
Dienstag, 5. Januar 2016
Mexiko - 324 ermordete Menschen im Bundesstaat Guerrero
Die Ermordung von Gisela Mota, einen
Tag nachdem sie ihr Amt als Bürgermeisterin im Ort Temixco
angetreten hat, sorgte weltweit für Schlagzeilen. Von der Presse
nicht wahrgenommen wurde bisher die Tatsache, dass im
südmexikanischen Bundesstaat Guerrero in den letzten beiden Monaten
insgesamt 324 Menschen ermordet wurden. Für die Morde sind, laut der
Tageszeitung La Jornada, folgende Gruppierungen der Drogenmafia
verantwortlich: Die Los Rojos, Guerreros Unidos, La Familia
Michoacana, Los Templarios und die Los Ardillos.
Mit 16 Jahren zum Tode verurteilt – Lebt der Neffe von Al-Nimr noch?
Ali Mohammed Al-Nimr ist der Neffe
jenes Klerikers, welcher am vergangenen Samstag in Saudi-Arabien
hingerichtet wurde. Im Februar 2012 wurde der Jugendliche, im Rahmen
von Protesten gegen das saudische Herrscherhaus verhaftet. Das
Gericht verurteilte ihn im Alter von 16 Jahren zum Tode durch
Enthauptung. Warum? Weil er angeblich an den Demonstrationen
teilgenommen hat (laut Familie war er nur auf dem Weg zum Einkauf und
geriet zufällig in die Demo). Außerdem habe er Polizisten
angegriffen. Sein Körper soll nach der Enthauptung übrigens
öffentlich gekreuzigt werden. Selbstverständlich muss so ein Staat
den Vorsitz über die UN-Menschenrechte haben...
Montag, 4. Januar 2016
Griechenland wirft der Türkei vor, den Zustrom an Flüchtlingen nicht zu reduzieren
Will die Türkei
den Flüchtlingsstrom nicht stoppen oder kann sie es ganz einfach
nicht? Fakt ist, dass laut griechischer Behörden, trotz des
schlechten Wetter täglich 4.000 Menschen über die Türkei nach
Griechenland gelangen. Das empfindet der griechische Vizeminister
Mouzalas (er ist auch für die Migration zuständig) als „nicht
normal“. Wenn der Zustrom aus der Türkei nicht gestoppt wird und
gleichzeitig auch die Rückführungen nicht klappen, dann wird 2016
wohl nicht nur für die
Griechen ein schwieriges Jahr.
Polen und das umstrittene Mediengesetz
Ein neues Gesetz,
welches nur noch der Unterschrift von Präsident Andrzej Duda bedarf,
bedroht die Unabhängigkeit
der polnischen Medienlandschaft. Das bisherige politische System wird
von der rechtsnationalen Partei namens Recht und Gerechtigkeit
(klingt wie ein Hohn), welche im Oktober die Parlamentswahlen mit
absoluter Mehrheit gewonnen hat, gewaltig umgebaut. Die Mandate der
derzeitigen Aufsichtsräte und Vorstandsmitglieder beim
öffentlich-rechtlichen Fernsehen bzw. beim Rundfunk sollen ihre
Gültigkeit verlieren. Diese Positionen sollen nur noch vom
Schatzminister, de facto der Regierung, vergeben werden... Präsident
Andrzej Duda wird wohl auch das neue Mediengesetz ohne mit der Wimper
zu zucken absegnen...
Saudi-Arabien ist zwar noch nicht verarmt, aber 2015 gab es dennoch ein gewaltiges Budgetdefizit
Der niedrige Ölpreis, an dem
Saudi-Arabien nicht gerade schuldlos ist, reißt zum zweiten Mal
hintereinander ein gewaltiges Loch in das Staatssäckel des
Golfstaates. Im vergangenen Jahr hat es, laut Presseberichten ein
Budgetdefizit in der Höhe von 89 Milliarden Euro gegeben. Seit dem
Jahresbeginn ist der sowieso bereits enorm niedrige Preis für ein
Barrel Brent, um ein weiteres Drittel, auf etwa 35 US-Dollar
gesunken.
Zum Glück gibt es in Saudi-Arabien Massenhinrichtungen
In Saudi-Arabien gibt es für Menschen
welche abscheuliche Verbrechen begehen und damit die Gesellschaft
gefährden logischerweise die Todesstrafe. Dazu zählen die
furchteinflösende Hexerei, der hinterhältige Ehebruch, sowie
Sexual- und Drogendelikte. 2015 gab es die meisten öffentlichen
Enthauptungen seit 20 Jahren. Selbstverständlich muss so eine
Monarchie, welche sich derartig für das Wohle seines Volkes einsetzt
im UN-Menschenrechtsrat vertreten sein. Zur Belohnung wurde Faisal
Bin Hassan Tred zum Vorsitzenden gewählt.
Sonntag, 3. Januar 2016
60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht – Werden es durch El Nino 2016 noch viel mehr?
Die weltweite humanitäre Hilfe ist
aufgrund der größten Flüchtlingszahlen aller Zeiten bereits jetzt
an ihre Grenzen gestoßen. Das globale Wetterphänomen namens El Nino
wird 2016 dem ganzen noch die Krone aufsetzen. Die Nothilfe- und
Entwicklungsorganisation Oxfam hat die Regierungen dazu aufgerufen
mehr in vorbeugende Maßnahmen wie z. B. dem Bodenschutz oder in die
nachhaltige Landwirtschaft zu investieren.
110 tote Journalisten im Namen der Pressefreiheit
2015 sind weltweit
110 Journalisten getötet worden. Die meisten Journalisten sind in
Frankreich, Jemen, Irak und Syrien gestorben. Der Anschlag in
Frankreich auf das Satiremagazin„Charlie Hebdo“ ist signifikant
für die derzeitige Entwicklung. Die meisten Journalisten sterben
nämlich nicht mehr in den Kriegsgebieten. Immer wieder werden sie
Opfer von Gewalt, wenn sie die Mächtigen kritisieren oder über
explosive Themen recherchieren und schreiben.
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