Montag, 4. Januar 2016

Saudi-Arabien ist zwar noch nicht verarmt, aber 2015 gab es dennoch ein gewaltiges Budgetdefizit

Der niedrige Ölpreis, an dem Saudi-Arabien nicht gerade schuldlos ist, reißt zum zweiten Mal hintereinander ein gewaltiges Loch in das Staatssäckel des Golfstaates. Im vergangenen Jahr hat es, laut Presseberichten ein Budgetdefizit in der Höhe von 89 Milliarden Euro gegeben. Seit dem Jahresbeginn ist der sowieso bereits enorm niedrige Preis für ein Barrel Brent, um ein weiteres Drittel, auf etwa 35 US-Dollar gesunken.


Saudi-Arabien hat ja gar nicht vor die Ölförderung zu drosseln und den Preis zu stabilisieren. Das würde zwar dem Preis und somit dem eigenen Budget guttun, aber das interessiert ja die Saudis nicht. Sie wollen durch den extrem niedrigen Ölpreis viel lieber den einen oder anderen Konkurrenten vom Weltmarkt fegen.

Damit der Staatshaushalt weiterhin finanziert werden kann, wurden viel lieber Währungsreserven aufgelöst. Der Dollar-Bestand wurde im letzten Jahr z. B. um 12 % zurückgeschraubt. Saudi-Arabien besitzt aber immerhin noch 640 Milliarden US-Dollar. Der Wert der Goldreserven beträgt hingegen läppische 11,1 Milliarden US-Dollar.

Lange können die Saudis das Spielchen mit dem niedrigen Ölpreis nicht mehr fortsetzen. Insgesamt musste das saudische Königreich im Jahr 2015 nicht weniger als 55 Milliarden Euro in die Subvention seiner Energie reinbuttern...