Freitag, 15. Januar 2016

Das zweitgrößte Massenquartier Österreichs für Flüchtlinge wird im Februar mitten im Wiener Wohngebiet eröffnet

Das neue Flüchtlingsheim in der Ziedlergasse 21, welches mitten im Wohngebiet errichtet wurde (auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Gemeindebau), ist laut der Wiener Stadträtin Sonja Wehsely für 1.000 Schutzsuchende ausgelegt. Wer ein künstliches Slum errichten will, der hat mit der Eröffnung dieses Massenquartiers gute Chancen erfolgreich zu sein. Die unmittelbar davon betroffene Bevölkerung traute ihren Augen und Ohren kaum als sie von der Dimension dieses Notquartiers erfuhr.


Es wäre viel sinnvoller kleinere Einheiten zu errichten. Eine Unterkunft welche für 100 Menschen ausgelegt ist, könnte viel einfacher betreut werden und die Integration der Bewohner würde auch besser gelingen. Das kurzfristige Denken der Politiker sieht aber nur die geringeren Kosten welche ein Monsterquartier wie jenes in der Ziedlergasse, im Gegensatz zu zehn Quartieren mit je 100 Personen bedeutet.

Ich habe mit vielen Flüchtlingsbetreuern gesprochen welche mir beinahe täglich von ihrer Arbeit mit Schutzsuchenden berichten. Es ist ein Faktum, dass es innerhalb der Quartiere täglich (und das bei jenen mit einer weit geringeren Anzahl an Personen als den in der Ziedlergasse geplanten 1.000) zu körperlichen Auseinandersetzungen kommt. Der Hauptgrund ist, dass ohne Rücksicht auf die jeweilige Nationalität und Religion der Flüchtlinge, diese bunt gemischt in den Quartieren untergebracht werden. Täglich muss die Polizei verständigt werden, um für Ordnung zu sorgen.

Ein Flüchtlingshelfer welcher vor zwei Jahren selbst aus Afghanistan nach Österreich kam und sich ausgezeichnet integriert hat, arbeitet seit dem Beginn der großen Flüchtlingswelle (Anfang September) jeden Tag ehrenamtlich für die Caritas (Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind übrigens ab Mitte Oktober letzten Jahres auf ein Minimum geschrumpft). Er will Österreich unbedingt etwas dafür zurückgeben, weil man ihn aufgenommen hat. Essen, Trinken, Schlafplatz, Bildung und Arbeit hat er hier bekommen und dafür sei er sehr dankbar. Er ist allerdings wütend, wenn er sieht wie vor allem seine eigenen Landsleute sich in Österreich verhalten...

Die polizeilichen Amtshandlungen mit der Aufnahme der Personalien, wenn etwa eine Schlägerei war, haben keinerlei abschreckende Wirkung... und mehr darf wiederum die Polizei (Befehl von oben) nicht tun...

Im Gespräch sind wir beide zur Überzeugung gelangt, dass es klüger wäre (wie beim Fußball) für das erste Vergehen die gelbe Karte zu zücken und bei einer Wiederholung die rote Karte zu präsentieren, welche automatisch die Heimreise bedeute. Das würde die meisten Asylwerber garantiert davon abhalten noch einmal negativ aufzufallen. Viele Schutzsuchende welche dankbar für die Aufnahme sind und sich ehrlich integrieren wollen, haben wegen dieser Idioten unter Vorurteilen zu leiden.

Zurück zum Monsterbau in der Ziedlergasse. Nach einem zweistündigen Scheingefecht hat sich Bezirkschef Gerald Bischof, mit seiner sozialistischen Parteikollegin, Sozialstadträtin Sonja Wehsely, auf einen Kompromiss geeinigt. Das Ergebnis wird von den beiden Politikern folgendermaßen dargestellt:

Bezirkschef Bischof: “Wir haben uns verbindlich auf 750 Menschen geeinigt". Dafür muss dieser Wiener Bezirk aber dafür sorgen, dass die restlichen 250 Menschen in kleinen Unterkünften untergebracht werden.

Stadträtin Wehsely: "Bei dem Termin wurde klargestellt, dass das Quartier eine Kapazität von bis zu 1.000 Plätzen haben wird."

Dann verkündete die Stadträtin, dass in einem ersten Schritt 750 Personen einziehen würden...