Samstag, 9. Januar 2016

In Griechenland sollen die Pensionen um 15 % gesenkt werden

Alexis Tsipras hat in Griechenland für große Aufregung gesorgt. Es geht um seine Pensionsreform. Es wird sich dabei um einen Meilenstein für Europa handeln. Die Bürde der Pension würde in Zukunft nicht mehr vollständig auf die jüngere Generation übertragen werden. Das bringt aber selbstverständlich Nachteile für all jene mit sich, welche sich gerade in der Pension befinden oder kurz davor sind.


Die Pension soll, laut Regierungsvorschlag, für all jene welche noch in diesem Jahr (und selbstverständlich auch in Zukunft) in die Rente gehen, um mindestens 15 % gekürzt werden. Die höchste Einzelrente soll z. B. von 2.700 auf 2.300 Euro verringert werden. Es soll ein einheitliches Berechnungssystem kommen und alle Pensionskassen werden fusioniert.

Die jetzigen Renten werden neu berechnet und für die nächsten drei Jahre wird die Differenz vom Staat ausgeglichen. Die Mindestpension für all jene Menschen welche mindestens 15 Jahre an Beitragszahlungen geleistet haben, wird exakt 384 Euro betragen. Wer 40 Jahre gearbeitet hat, bekommt 60 % von seinem letzten Gehalt.

Die Arbeitgeber müssen in Zukunft statt 3 % nunmehr 4 % in die Pensionskassa einbezahlen. Die Arbeitnehmer werden statt 3 % dann 3,5 % einbezahlen müssen. Die vier Arbeitgeberverbände haben der Anhebung der Pensionsbeiträge bereits ihre Zustimmung gegeben.

Setzt sich das griechische Pensionssystem von Alexis Tsipras Anfang Februar auch im griechischen Parlament durch, so wird das wohl binnen kürzester Zeit in ganz Europa zu einer radikalen Pensionsreform führen.