Freitag, 22. Januar 2016

Das Exklusivinterview mit dem weltberühmten „Seemonster“ Nessie

Wochenlang legte der Überflieger sich auf die Lauer, um Nessie zu Gesicht zu bekommen und nichts geschah. Eines Tages aber, es war schon ziemlich spät gewesen und der Überflieger bereits am Ufer eingeschlafen, wurde es plötzlich laut in Loch Ness. Ein schlangenartiges Tier streckte seinen Kopf aus dem Wasser, sprach den Überflieger im perfekten Deutsch an und bat darum von ihm interviewt zu werden.



Überflieger:

Guten Tag Frau Nessie!



Nessie:

Hallo Herr Überflieger!



Überflieger:

Frau Nessie. Die Leser/Innen wollen folgendes unbedingt wissen: „Wo wohnen Sie, wie alt sind Sie, gibt es auch einen Mann in ihrem Leben und ein paar Eindrücke aus ihrem Alltag sind ebenso erwünscht.“



Nessie:

Also ich will zu Beginn gleich einmal in aller Deutlichkeit klarstellen, dass ich kein Seeungeheuer, sondern ein Riemenfischerl bin.



Überflieger:

Naja als Fischerl würde ich Sie nicht bezeichnen. Immerhin messen Sie ja beachtliche vierzehn Meter!



Nessie:

Na gut, aber so riesig ist das in Wahrheit gar nicht. Mein Mann ist beinahe siebzehn Meter groß. Aber zurück zu Deinen Fragen. Darf ich eh Du sagen?



Überflieger:

Ja selbstverfreilich. Aber nur dann, wenn ich zu Dir Nessie sagen darf.



Nessie:

Geht klar. Also ich wohne selbstverständlich nicht in Loch Ness. Das wäre mir einfach viel zu eng. Nur dann, wenn ich wirklich Hunger habe und in meiner Heimat nicht genug zu fressen bekommen habe, dann schwimme ich mal kurz über ein geheimes Tunnel- und Höhlensystem nach Loch Ness. Die haben dort übrigens eine wunderbare Tiefenspalte und jedesmal wenn mich jemand sucht, husche ich blitzschnell dorthin und verstecke mich. Meine eigentliche Heimat ist die Nordsee. Hin und wieder bin ich halt in Loch Ness und in Loch Morar.



Überflieger:

Wie alt bist Du eigentlich?



Nessie:

Keine Ahnung. Ein paar Jahrzehnte werden es allerdings schon sein. So genau weiß ich das nicht. Das kratzt mich nicht. Was mich allerdings stört sind die unzähligen Menschen welche mir ständig hinterherhecheln um ein Foto von mir und meiner Familie zu machen.



Überflieger:

Familie? Gibt es etwa auch Kinder?



Nessie:

Ja natürlich. Ich habe zwei kleine Rackerer. Die sind ja sooo süß. Nach Loch Ness dürfen die aber nicht. Das Spielen habe ich ihnen dort aus Sicherheitsgründen verboten. Ich will nicht, dass irgendein Blödian einen meiner Kleinen an Land zieht, um ihn dort für wissenschaftliche Zwecke zu missbrauchen.



Überflieger:

Gibt es eigentlich viele Riemenfische in der Nordsee und in welcher Tiefe seid ihr zu Hause?



Nessie:

Unsere Familie ist die einzige dort. Loch Ness ist ja eigentlich gar nicht tief genug für uns. Wir leben nämlich normalerweise etwa 500 Meter unter der Wasseroberfläche.



Überflieger:

Gibt es eigentlich noch irgendwo auf unserem Planeten außergewöhnliche Meeresbewohner? Also jene welche wir Menschen vielleicht schon längst für ausgestorben hielten?



Nessie:

Für mich ist es zwar nix besonderes, aber ich nehme an, dass die Menschheit nichts von der Existenz des Plesiosaurus weiß. Etwa fünfzig Exemplare gibt es davon noch, allerdings werde ich nichts über deren Standort verraten.



Überflieger:

Sind die nicht vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben?



Nessie:

Nein. Aufgrund meiner Berühmtheit bin ich mit ihnen befreundet und im Urlaub besuchen wir sie immer wieder gerne, weil es dort sehr gemütlich ist. Sie tauchen dann immer zu uns empor, plaudern und spielen mit den Kindern. Menschen werden die wohl so rasch nicht zu Gesicht bekommen, weil die einige Kilometer unter der Wasseroberfläche leben. Dort gibt es übrigens auch einige liebenswerte Kraken mit einem Durchmesser von bis zu dreißig Metern. Aber gut von deren theoretischer Existenz haben die Menschen ja bereits gewusst.



Überflieger:

Das ist schön zu hören, dass es die wirklich gibt. Ist halt schade, dass es Atlantis nicht gibt.



Nessie:

Wer sagt denn so etwas?



Überflieger:

Soll das etwa heissen...?



Nessie:

Sorry, aber ich habe jetzt keine Zeit mehr. Ich muss zu meinen Kleinen. Ich habe außerdem eh schon zu viel verraten.



Aber eines noch zum Abschied – Beobachte mal Area 51 nicht nur aus der Luft.



Denk an Dein Gespräch mit dem Grazer Wissenschafter, welcher Teile davon sehen durfte und an embrionalen Experimenten an Menschen und Tieren teilgenommen hat. Denk an seine Andeutungen mit außergewöhnlichen Kreaturen. Müssen diese alle von der Erdoberfläche stammen? Könnten diese nicht auch aus dem Ozean kommen?



Es ging bei den Experimenten immer nur darum zu sehen ob es klappt und ob es lebensfähig wäre. Ist es gelungen und hat es überlebt wurde es unschädlich gemacht. Denk drüber nach!



Tschüss Überflieger!



Vergiss nicht – Die Wahrheit ist irgendwo da draussen...