Dienstag, 27. Dezember 2016

Unsere Wiener Polit-Prominenz (net Demenz) beim Wiener Eistraum

Blümel:
Das wird noch Folgen haben! So eine Sauerei! Da will man sich doch glatt dem Vergnügen der unteren Bildungsschichten hingeben und vor dem Rathaus eislaufen gehen und dann erlebt man sooo eine Schikane! Da muss man doch wirklich von der Tiefgarage zu Fuß hinaufgehen und sich dort in einer fünf Meter langen Schlange beim Eingang zur Eisfläche anstellen. Wenn das der Onkel Erwin wüsste! Na der würde gleich aufräumen im Rathaus. So unverfroren darf man mit dem systemerhaltenden Mittelstand nicht umspringen. Was sagst Du dazu liebe Ursula? Du warst ja schließlich auch einmal eine von uns. Also komm und äußere Dich!


Stenzel
Du Andi. Hast Du eigentlich gewusst, dass man da beim Punschstandl Rabattmarken sammeln kann? Das ist der pure Wahnsinn. Für jeden Punsch bekommt man ein Pickerl und wer neun Pickerl hat, bekommt einen gratis Punsch. Mir fehlen nur noch vier Punsch und ich darf danach drei gratis Punsch trinken. Das macht voll viel Spaß hier! Eislaufen werde ich aber nicht gehen, weil mich drehts alleine eh schon genug.

Vassilakou
Bärli, ich habe so einen riesengroßen Durst. Kannst Du mir bitte einen Glühwein bringen?

Häupl
Na sicher net. Hol Dir selber was!

Vassilakou
Na Du bist aber heut ein Grantscherbn, aber mir macht das nix. Pass auf lieber Michi. Ich gebe Dir insgesamt dreißig Euro. Keine Ahnung wie hoch der Häferl Einsatz in diesem Jahr ist, deshalb gebe ich Dir lieber mehr Geld mit. Der Zwanziger ist übrigens für Dich, wenn Du mir meinen Glühwein holst gehört er Dir und Du kannst Dir selbst auch was zum Trinken kaufen.

Häupl
Na des is a Red! So gfoit ma des! Die Marie hot a Gspüar für Wien. Des merkt man. I bin glei wieder do!

Vassilakou:
Lass Dir ruhig Zeit! So jetzt muss aber alles ganz schnell gehen. Zuerst brauche ich die Renate Brauner. Ah da ist sie ja schon. Huhu Renate!

Brauner
Servus Maria Schatzi! Was brauchst denn?

Vassilakou
Nur so a blede Unterschrift für mein Amt als Verkehrsstadtrat. Is ex nix wichtiges.

Brauner
Na gut Maria. Zack bumm und schon ist die Unterschrift da. Brauchst sonst noch was?

Vassilakou
Nein das genügt schon. Du danke lieber Renate! Jetzt aber schnell auf die Bühne und meine Rede halten. Liebe Wienerinnen und Wiener! Der Wiener Eistraum ist jedes Jahr ein voller Erfolg und so habe ich mir in meiner Funktion als Verkehrsstadtrat gedacht, warum wir diese Attraktion nicht ein bisserl ausweiten? Und jetzt lasse ich die Katze aus dem Sack. Ah da kommt ja unser aller heiß geliebter Bürgermeister. Michi komm rauf auf die Bühne! Kommt schreit alle mit: Michi! Michi! Michi! Danke lieber Michi, dass Du so schnell her gekommen bist.

Häupl
Na eh kloar. Ich habe Dir ja Deinen Glühwein und meine zwei Spritzwein gebracht.

Vassilakou
Mal eine kurze Frage an die Menschen hier: Wer ist der beste Bürgermeister Wiens aller Zeiten!

Die Menge tobt: 
Michael! Michael! Michael!

Bürgermeister Michael Häupl ist sichtlich gerührt und beeindruckt wie seine politische Gegnerin es mühelos schafft die Menschen ihm zujubeln zu lassen.

Vassilakou
Das folgende Projekt, welches ich Euch nun präsentieren werde, ist bereits von der Frau Renate Brauner abgesegnet und der Michi und ich werden es nun gemeinsam verkünden. Stimmts Michi?

Häupl
Welches Projekt? Ich habe keine Ahnung?

Vassilakou:
 flüstert dem Bürgermeister leise ins Ohr: „Ich weiß, aber wenn Du jetzt einen Rückzieher machst, bist Du der Buhmann der Nation.

Häupl:  
flüstert energisch auf Maria ein: „Was hast du getan?“

Vassilakou:  
grinst und schreit den Menschenmassen entgegen: „Ab sofort sperren wir jedes Jahr von Anfang November bis Ende März eine Spur der Wiener Ringstraße, um dort eine Eislaufbahn zu errichten! Wien wird somit zu einer Weltstadt des Sports!

Die Menschenmassen toben vor Begeisterung. Einzig der Wiener Bürgermeister brüllt seine Vizebürgermeisterin an, was das alles wohl kosten wird und wer das bezahlen möge? Als er dann noch hört, dass Frau Brauner die Kosten bereits abgesegnet hat, wollte sich der Wiener Bürgermeister, wie einst das selige Rumpelstilzchen, am liebsten ein Bein ausreißen.