Dienstag, 2. Mai 2017

Wird die koreanische Halbinsel von den U.S.A. schachmatt gesetzt?

Nordkorea ist für die U.S.A. eine immense Bedrohung. Die Attrappen, der Langstreckenraketen welche Nordkorea bei seiner letzten Militärparade präsentierte sind binnen weniger Jahre, Monate oder vielleicht doch nur Tage, in der Lage, mit Nuklearsprengköpfen bestückt, das Staatsgebiet der U.S.A. zu erreichen und zu vernichten. So oder so ähnlich liest sich wohl die Begründung warum die U.S.A. in Kürze einen weiteren Schurkenstaat in Schutt und Asche legen will.

Gewiss, Kim Jong-un ist ein schrecklicher Despot und das nordkoreanische Volk leidet enorm unter seiner Herrschaft, aber wenn die U.S.A. in Richtung der koreanischen Halbinsel mit dem US-Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ unterwegs ist und das Atom-U-Boot „USS Michigan“ den südkoreanischen Hafen Busan ansteuert, dann wird dieser Akt auch nicht zur Entspannung in dieser Region der Erde beitragen. Die „USS Michigan“ kann übrigens nukleare Waffen abfeuern und hat zudem Platz für 154 Marschflugkörper des Typs Tomahawk. Ballistische Raketen können überdies ebenso abgefeuert werden. Mit Trumps Worten bedeutet dies in etwa: „Warum verwenden wir es nicht, wenn wir es doch besitzen?“. Die sogenannte Mutter aller Bomben hat er ja bereits vor wenigen Tagen in Afghanistan abfeuern lassen... Das sollte wohl auch eine Warnung an Kim Jong-un sein. Außerdem müsse nun endlich Schluss mit dem Kuschelkurs sein, welchen die US-amerikanische Politik (laut Donald Trump) seit zwanzig Jahren mit Nordkorea zelebriert...

Kim Jong-un hat diese Drohgebärde insofern voll „mitgenommen“, dass er sogleich die Versenkung der „USS Michigan“, mittels eines nuklearen Schlags verkündete... China müsse übrigens auch aufpassen, dass es nur ja keine Sanktionen gegen Nordkorea setzt, weil dem Despoten sonst gar nicht anderes übrig bleibt, als auch China ins Fadenkreuz Nordkoreas zu nehmen.

Zum Glück beginnt ja niemand einen Krieg oder würde den ersten dazugehörigen Schritt mit dem Abwurf einer Superbombe oder eines nuklearen Angriffs einleiten. Es würden lediglich alle im Spannungsbereich lebenden oder beteiligten Staaten nur zu ihrer eigenen Verteidigung, angemessen reagieren. China hat beispielsweise in der Global Times, diese gehört zu Renmin Ribao und diese wieder ist eine Parteizeitung der Kommunistischen Partei Chinas, in einem Leitartikel geschrieben, dass eine US-Intervention in Nordkorea, eine militärische Reaktion Chinas herbeiführen würde. Nachdem die chinesische Regierung oftmals regierungsnahe Zeitungen nutzt, um dort ihre eigenen Botschaften zu verkünden, kann man davon ausgehen, dass auch diese Botschaft die Regierungsmeinung vertritt.

China hat Nordkorea gegenüber verkündet, dass deren nuklearen Aktivitäten niemals die Gesundheit und Sicherheit der chinesischen Bevölkerung bedrohen dürfe. Würde man diese rote Linie überschreiten, dann wäre von China jegliche Art von Reaktion zu erwarten. China meint damit ganz bestimmt nicht nur den Stopp der chinesischen Erdölexporte nach Nordkorea. In der Global Times kann man auch lesen, dass Südkorea und die U.S.A. sehr viel dazu beigetragen haben, dass Kim Jong-un derartig besessen von der Entwicklung und dem Ausbau des Atomwaffenprogramms ist. Eine Kurzinfo gibt es im Leitartikel für Donald Trump und sein Regierungsteam auch. Darin wird verkündet, dass China sich nicht einmischen wolle, wenn die US-Armee ganz gezielt die nordkoreanischen Nuklearanlagen angreift und zerstört. China werde aber garantiert nicht zuschauen, wenn die U.S.A. versuchen wolle, das nordkoreanische Regime zu stürzen. Also viel deutlicher kann sich China wohl nicht mehr ausdrücken und auch wir wissen nun, wie es im Falle des Falles weitergeht...

Wie sehr die japanische Bevölkerung, Angst vor einem Krieg auf der koreanischen Halbinsel hat kann man daran erkennen, dass die derzeitigen Verkaufsschlager die Geräte zur Luftreinigung und Bunker sind... Der Giftgasangriff vom 20. März 1995 von der Aum-Sekte (Shinrikyö-Sekte)auf die U-Bahn von Tokio, welcher insgesamt 13 Menschen das Leben kostete und tausende Verletzte forderte, hat sich in den Gehirnen der Menschen tief verankert.

Es wäre schön, wenn alle Seiten die diplomatischen Bemühungen so lange fortsetzen, bis es in der Krisenregion dauerhaften Frieden gibt.