Mittwoch, 13. Juni 2018

Die moralische Bankrotterklärung der US-Regierung

Der demokratische US-Senator Jeff Merkley, aus dem US-Bundesstaat Oregon hat eine der furchtbarsten „Errungenschaften“ der Trump-Administration vor den Vorhang gebracht. Es handelt sich um die Folgen der rigorosen „Null-Toleranz-Politik“ gegen Einwandererfamilien.


US-Senator Jeff Merkley wollte vor wenigen Tagen ein Durchgangszentrum in Brownsville (Texas) besuchen. Es handelte sich dabei um das „McAllen Border Patrol Processing Center“. Ihm wurde völlig überraschend, der Zugang verwehrt. In den USA löste die Zutrittsverweigerung einen Sturm der Entrüstung aus und Senator Merkley brachte daraufhin ein Gesetz in den Kongress ein, welches den Mitgliedern von Kongress und Senat das Recht gibt, innerhalb von 24 Stunden, Zugang zu sämtlichen Durchgangszentren zu bekommen.

Als Jeff Merkley dann endlich das „McAllen Border Patrol Processing Center“ betreten durfte, wurden ihm die dortigen Zustände drastisch vor Augen geführt. Die Einwandererkindern werden von ihren Eltern getrennt und in Lager gehalten. Der Senator bezeichnete das an der Grenze zu Mexiko stehende Durchgangszentrum als unmenschlich. In den eingezäunten Lagern werden Kinder und Jugendliche, nach dem Alter und dem Geschlecht getrennt. Die Minderjährigen sind dort zwischen vier und sechzehn Jahre alt.

Lasst das einmal auf euch wirken. Vierjährige Kinder werden von ihren Eltern getrennt und in Lager, welche den Senator an Hundezwinger erinnerten, gehalten. Die Trump-Administration betreibt also eine Politik der Null-Menschlichkeit-Politik. Wie groß wäre der Aufschrei, wenn diese Verhältnisse in einem anderen Land der Erde vorkommen würden. Habt ihr allerdings jemals davon gehört, dass dies in den USA passiert?

Senator Merkley sprach davon, dass sich diese Wahrnehmungen in seiner Erinnerung eingebrannt haben. Das UN-Menschenrechtskommissariat hat die USA umgehend dazu aufgefordert die Trennung der Kinder von ihren Eltern zu stoppen. Die Sprecherin Ravina Shamdasani verkündete in Genf, dass an erster Stelle immer das Interesse des Kindes stehen müsse, unabhängig von den jeweiligen Zielen der Einwanderungspolitik.

Die US-Regierung reagierte prompt und – verteidigte ihr Vorgehen... In einem Radiointerview verkündete Justizminister Jeff Sessions: „Wenn Menschen nicht von ihren Kindern getrennt werden wollen, dann sollten sie sie nicht mitbringen.“ Das sind die Worte des US-Justizministers aus einem Land der absoluten Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten...

Bereits seit Monaten nehmen die US-Behörden den illegalen Einwanderern ihre Kinder weg un bringen diese in Heime unter. Die US-Regierung verkündete diesbezüglich mit Stolz, dass seit Oktober 2017 bereits hunderte Familien auf diese Art und Weise getrennt wurden... Alleine im Bundesstaat Arizona seien es beispielsweise in den letzten zehn Tagen bereits etwa 100 Fälle gewesen...

US-Präsident Donald Trump hat übrigens die Schuldigen für diese Misere bereits gefunden – die Demokraten... „Die Gesetze zur Grenzsicherheit sollten geändert werden, aber die Demokraten können nicht die Kurve kriegen.“ Diese Nachricht verkündete er auf – richtig geraten – Twitter...

Für welches Gesetz fordert er die Unterstützung der Demokraten ein? Für sein Projekt des Mauerbaus zu Mexiko. Der Kongress verweigert ihm allerdings bisher die dafür erforderlichen Milliarden... Ist die Mauer fertig kommen keine illegalen Einwanderer und die Kinder müssten nicht von den Eltern getrennt werden... Logisch oder?