Mittwoch, 9. Januar 2019

Die nächste Migrantengruppe auf dem Weg in die USA

In Honduras haben sich diesmal 15.000 Menschen versammelt, um sich gemeinsam auf den Weg in die USA zu begeben. Währenddessen harren bereits einige tausend Menschen an der Grenze zwischen den USA und Mexiko, genau genommen in Tijuana aus, um auf den Ausgang des wohl lange dauernden Asylprozess zu warten, welcher in den meisten Fällen negativ ausfallen wird.

Nachdem es eine Androhung von Strafverfolgung gegen Aktivisten, welche die ersten Märsche mit Bussen und Megaphonen begleitet haben gibt, werden diese nun garantiert nicht in Erscheinung treten. Die nun startende Karawane hat zwar die USA als Einwanderungsziel, wird aber nicht wie die bisherigen Gruppen im Grenzgebiet bleiben, sondern sich in den Süden Mexikos, in die Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca begeben und sich dort an die mexikanischen Behörden wenden.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel Lopez Obrador hat den mittelamerikanischen Migranten, Arbeit und Visa versprochen. Er wolle zwei Millionen Bäume anpflanzen lassen und einen „Maya-Zug“ errichten. Dieser solle Städte der drei Staaten der Halbinsel Yucatan sowie Tabasco und Chiapas verbinden. Das ehrgeizige Projekt ist mit acht Milliarden Dollar veranschlagt und soll in den südlichen Bundesstaaten des Landes, hunderttausende Arbeitsplätze schaffen.

Zur Eindämmung der Migration aus Mittelamerika haben Mexiko gemeinsam mit den USA einen Plan entwickelt. Dieser sieht vor, dass in den nächsten fünf Jahren Investitionen in der Höhe von 25 Milliarden US-Dollar erfolgen sollen. Die USA wollen dafür 4,8 Milliarden US-Dollar für Mexiko und 5,8 Milliarden US-Dollar für das nordamerikanische Dreieck aus Guatemala, Honduras und El Salvador bereitstellen. Der Hauptteil des Geldes wird bereits bestehenden Hilfsprojekten zu Gute kommen.

In dem Zusammenhang fällt mir gerade ein wie lange wird Donald Tump eigentlich den Shutdown aufrecht erhalten? Wie viel Geld will er für den Mauerbau an der mexikanischen Grenze investieren? Nichts, weil die Mexikaner alles zahlen müssen? Zehn Milliarden weil er selbst mit den Firmen verhandeln wird, zwanzig Milliarden weil er es nicht tut oder gar siebzig Milliarden weil er sich einfach verschätzt hat und einige Experten bezüglich der Kostenfrage vielleicht doch Recht haben. Am Ende ist es eh egal – ist ja nicht sein eigenes Geld.

Nächste Frage – besitzt er überhaupt Geld? Warum hat er noch immer nicht seine Steuererklärung veröffentlicht? So viele Fragen...