Dienstag, 6. August 2019

Blockfreie Staaten gegen die Einmischung der U.S.A. in Venezuela

Ende Juli haben sich in Caracas die Repräsentanten der 120 blockfreien Staaten getroffen, um gemeinsam die feindliche Politik der U.S.A. gegen Venezuela zu verurteilen. Die U.S.A. wurden unverzüglich dazu aufgefordert seine Sanktionen gegen Venezuela zu beenden.

Der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza zeigte sich über die Zunahme des Unilateralismus tief besorgt. Es gehe darum den Multilateralismus zu stärken, weil wir derzeit in einer Welt leben, wo der Multilateralismus systematisch angegriffen wird. Es scheint als ob es gewisse Staaten nur noch auf Staatsstreiche und politische Destabilisierung abgesehen hätten, um die eigenen wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen durchzusetzen. Es braucht daher ein Recht auf Frieden und es gehört gefördert, dass die Völker ohne äußeren Druck über ihr eigenes Schicksal entscheiden können und dürfen, um damit eine friedlichere und wohlhabendere Welt zu schaffen.

Zu jenen Ländern, welche Opfer des Interventionismus zählen, gehören laut dem Innenminister: die Demokratische Volks-republik Korea, der Iran, Kuba, Nicaragua, Syrien und selbstverständlich Venezuela. Gewisse Länder streben nach einem Regierungswechsel, damit das neu entstehende System sich dankbar und unterwürfig zeigt.

Die Mitglieder der blockfreien Staaten erklärten unisono, dass einzig und alleine Venezuela das Recht hat über sein Schicksal zu entscheiden und niemand habe sich einzumischen. Selbstverständlich lehnen alle 120 blockfreien Länder eine ausländische Inter-vention im südamerikanischen Land ab und bekräftigen bei dem Treffen gleichzeitig ihre Bestrebungen, eine friedliche Lösung der Probleme des Landes herbeizuführen.

Der iranische Außenminister Javad Zarif stellte fest, dass die Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen souveräne Länder Teil des reinen Terrorismus seien und dass eine neue Welle extremen einseitigen Abenteurertums durch die USA zu beobachten sei, welche die Stabilität und den Frieden der Welt auf die eine oder andere Weise bedroht.

Wer sind eigentlich die blockfreien Staaten?

Dies ist eine internationale Organisation von Staaten, welche 1961 auf Initiative des jugoslawischen Präsidenten Tito, den ägyptischen Staatschef Nasser, den indischen Premierminister Nehru sowie dem indonesischen Präsidenten Sukarno gegründet wurde. Die erste Sitzung fand in Belgrad statt. Binnen kürzester Zeit traten viele ehemalige afrikanische und asiatische Kolonien bei, welche sich gerade erst als Staaten konstituiert hatten oder noch um ihre Unabhängigkeit kämpften.

Die Organisation verurteilte die Blockbildung in der Zeit des Ost-West-Konflikts aufgrund der Gefahr eines Dritten Weltkrieges und setzte sich statt dessen von Beginn an für eine friedliche Koexistenz und Abrüstung ein.





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