Samstag, 6. Februar 2016

Die Schlacht um Aleppo

Bis zu einer halben Million Menschen leben immer noch in jenen Teilen von Aleppo, welche von der „Opposition“ kontrolliert werden. Zu deren Unterstützung sind in den letzten Wochen auch immer mehr Mitglieder der radikalen islamistischen Nusra-Front in Aleppo eingetroffen. Derzeit bombardiert Russland den Weg für jene Milizeinheiten frei, welche mit Syriens Präsident Assad zusammenarbeiten und diese erzielen derzeit große Erfolge.

Die „echten“ Regierungstruppen sind allerdings ebenso kaum noch vorhanden. Bei den sogenannten Regierungstruppen handelt sich viel mehr um Afghanen, Iraner und Libanesen, welche als Söldner für die syrische Regierung tätig sind. Dank der Bombardierung durch Russland werden die „Oppositionellen“ in Aleppo schon bald eingekesselt sein.


Innerhalb der letzten 24 Stunden sind aus Aleppo zehntausende Menschen aufgebrochen, um in den Norden Syriens, oder über die Grenze in die Türkei zu fliehen. Letzteres Unterfangen ist allerdings auf legalem Weg nicht mehr möglich. Die Türkei hat den Grenzübergang bei Kilis geschlossen und die Schutzsuchenden sind somit wieder auf die Hilfe von Schlepperbanden angewiesen. Vermutlich wartet die Türkei bereits sehnsüchtig auf die Geldeingänge der EU und hat schon ihr nächstes finanzielles Anliegen vorgelegt...



Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ weist inzwischen vehement darauf hin, dass ab sofort keine Hilfsgüter mehr nach Aleppo gebracht werden können. Die einzige noch frei gewesene Verbindungsstraße, sei nämlich gekappt worden. Man müsse schnellstens zu Lösungen kommen, damit schon bald wieder Lebensmittel und Medikamente geliefert werden.



Inzwischen haben bei der Londoner Geberkonferenz, mehrere Staaten finanzielle Unterstützungen für Syrien angekündigt. Laut Großbritanniens Premier David Cameron soll es sich dabei um eine Gesamtsumme in der Höhe von zehn Milliarden US-Dollar handeln.



Bereits am 11. Februar, einen Tag vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz, will man etwaige Friedensbemühungen in Syrien in Schwung bringen. Dazu werden Vertreter aus zwanzig Staaten erwartet. Die Münchner Sicherheitskonferenz wird vom 12. bis 14. Februar im Hotel Bayerischer Hof in München stattfinden. Die Hauptthemen werden in diesem Jahr die Lage in Syrien, der Nahe Osten, der Mittlere Osten, die Flüchtlingskrise in Europa, der Ukraine Konflikt, die internationale Terrorgefahr und der Bekämpfung und Verbreitung im Internet sein.



Seit dem März 2011, sind in Syrien, etwa 260.000 Menschen getötet worden...