Mittwoch, 10. Februar 2016

Jedes Land bekommt den Präsidenten den es verdient – Wird Richard Lugner jetzt wirklich der neue österreichische Bundespräsident?

Im österreichischen Blätterwald rauscht es. Richard „Mörtl“ Lugner hat in seinem jugendlichen Leichtsinn beschlossen für die Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten zu kandidieren. Der Liebenswerte ist ja erst 83 Lenze jung und kann zumindest einmal auf eine gehörige Portion Erfahrung zurückgreifen. Als ehemaliger Bauunternehmer und jetziger Chef der Lugner City ist der Unternehmer absolut anerkannt. Er ist außerdem ein kleines Werbegenie, weil ihm der Spaß mit dem jährlichen Stargast für den Wiener Opernball viel günstiger kommt als vergleichsartige, bezahlte Werbeblöcke in den Medien.


Im privaten Bereich geht’s bei ihm ein bisserl turbulent zu. Zum fünften mal verheiratet – jetzt gerade mit der 26-jährigen Cathy aus Deutschland (ehemals im Playboy abgelichtet). Mit ihr verbindet ihn die absolute Mediengeilheit. Gesucht und gefunden – jeder für seine Zwecke.

Der gute Richi hat ja schon einmal als Bundespräsident kandidiert. Das war 1998 und er erhielt damals beachtliche 9,9 % der Wählerstimmen. Im heurigen Wahlkampf wird es ganz besonders spannend zugehen.

Es werden vermutlich zehn Kandidaten an den „Start“ gehen:

SPÖ Rudolf Hundstorfer, ÖVP Dr. Andreas Khol, FPÖ Ing. Norbert Hofer, (Grüne) Dr. Alexander van der Bellen, EU Austrittspartei Mag. Robert Marschall, Dr. Irmgard Griss, Dr. Martin Wabl, Richard Lugner, Elfriede Awadalla (gewann in Österreich die Million bei der Millionenshow), Gernot Pointner

Am 24. April wird es den ersten Wahlgang geben. Es ist davon auszugehen, dass keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erhalten wird und daher werden am 22. Mai im zweiten Wahlgang jene beiden Kandidaten zur Auswahl stehen, welche beim ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben. Die Wähler driften immer weiter weg von den beiden Regierungsparteien und strömen immer mehr der FPÖ zu. Ob das allerdings bei der Wahl zum Bundespräsidenten auch so ist wage ich anzuzweifeln. Es gibt ganz einfach viel zu viele Chancen um eine Proteststimme abzugeben und mit Dr. Alexander van der Bellen, zumindest für den ersten Wahlgang, einen leichten Favoriten. Dahinter wird es wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Ing. Norbert Hofer (FPÖ) und Irmgard Griss geben. Lediglich Außenseiterchancen wird wohl Dr. Andreas Khol (ÖVP) haben.

Wie wird es Richard Lugner ergehen? Da kommt es jetzt darauf an, mit welchem Körpereinsatz sich seine Cathy in dieser Sache engagiert. Sie dürfte sogar die treibende Kraft für die Bewerbung ihres Göttergatten gewesen sein. Kein Wunder, weil so eine Chance die First Lady von Österreich zu werden, wird es wohl so schnell nicht wieder geben. Nachdem die Cathy ja dafür bekannt ist, sich in den sozialen Netzwerken gerne in „verführerischen“ Posen mehr oder weniger nackt zu präsentieren könnten das ja ganz lustige Flyer mit dem möglichen Präsidentenpaar werden. Möglicherweise verspricht die Cathy ja auch für den Fall eines Wahltriumphs einen Striptease...

Was würde denn passieren, sollte es Richard Lugner tatsächlich schaffen und Bundespräsident werden? Er bekäme beim nächsten Opernball endlich die schönste Loge zugesprochen, seine prominenten Gäste würden gratis kommen, bei Staatsempfängen würde es für alle Austern mit Ketchup geben, Österreich hätte zwar kein Kaiserpaar aber immerhin eine Art Faschingspärchen und wenn Hillary Clinton es schafft die erste Präsidentin der U.S.A. zu werden, würde bei einem Staatsempfang in Österreich ihr Göttergatte Bill bestimmt eine groß angelegte Charme-Offensive starten, um die österreichisch-deutsch-amerikanischen Beziehungen mit der Cathy zu vertiefen...

Ob Richard Lugner die beste Wahl für den Job des österreichischen Bundespräsidenten ist, wage ich zu bezweifeln, allerdings hat alleine schon sein Antreten einen hohen Unterhaltungswert. Beispiel gefällig? https://www.youtube.com/watch?v=XLnq1E1p2wg