Montag, 15. Februar 2016

Österreich hat die Lösung für das Flüchtlingsproblem!

Es ist passiert. Nachdem Österreichs Richtwert für Asylbewerber für das Jahr 2016 (insgesamt 37.500), bereits Ende März erreicht wurde, tummeln sich vor der österreichischen Grenze zehntausende Flüchtlinge. Die Parteigranden der österreichischen Innenpolitik, welche gerade noch die Ängste der österreichischen Bevölkerung geschürt oder/und beschwichtigt haben, treffen sich nunmehr, um über die weitere Vorgehensweise bezüglich der Menschenmassen vor der österreichischen Staatsgrenze, zu beraten.

Bumsti Strache:
Selbstverständlich bin ich für eine friedliche Lösung dieses Problems und daher ist für mich Gewalt gegenüber diesen künftigen Sozialschmarotzern, Vergewaltigern und Drogendealern garantiert nicht die ideale Lösung.

Natürlich können wir diese bedauernswerten Kreaturen auch nicht in unmittelbarer Nähe unseres schönes Landes einfach verhungern lassen. Das geht nicht und das wäre für uns alle doch sehr unangenehm, wenn sich vor unserem wunderschönen Österreich so eine humanitäre Katastrophe ereignen würde.

Deshalb bin ich selbstverständlich dafür auf jene Art zu helfen, welche wirklich sinnvoll ist und der Genfer Flüchtlingskonvention garantiert entspricht. Noch einmal, ich will niemanden verhungern lassen und daher werden wir diese Wesen mit allem versorgen, was zum Überleben notwendig ist. Wir könnten also unser Bundesheer an die Grenze schicken und jedem Flüchtling täglich eine Dose Schweinefleisch und eine Scheibe Brot überreichen. Mehr können wir also wirklich nicht tun. Das wäre mein Vorschlag.

Faymann:
Also Herr Strache ich muss ihnen sagen, dass ich wirklich erschüttert bin! Wie können sie es wagen auf so niederträchtige Weise mit diesen armen, unschuldigen Menschen umzugehen. Eine Dose Schweinefleisch pro Tag! Sie wissen ganz genau, dass die meisten Schutzsuchenden Moslems sind und kein Schweinefleisch essen. Außerdem lösen sie damit unser Problem nicht.

Die Menschen wollen nach Österreich und je mehr vor unserer Grenze warten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass einmal der berühmte Funke fliegt und sie vielleicht mit Gewalt eindringen wollen. Was machen wir dann? Wie werden wir vorgehen?

Bumsti Strache:
Na was wohl? Wir müssen unsere Grenzen schützen! Wasserwerfer, Gummigeschosse, niederknüppeln...

Mitterlehner:
Net bös sein lieber Heinz Christian, aber das geht doch ein bisserl zu weit. Wir sollten viel eher schauen, dass unsere Wirtschaft davon profitieren kann. Wir könnten statt einer Mauer, die hat nämlich kein gutes Image mehr, gerade in Österreich zurückkehren zum Bau großer Gräben. Jawohl Gräben, so wie sie einst jede Burg umgeben haben. Die könnten gut und gerne zehn Meter tief und zwanzig Meter breit sein. Dafür bräuchten wir jede Menge Maschinen und viele Arbeitsplätze wären ebenso für lange Zeit gesichert. Ein kleiner aber feiner elektrischer Zaun könnte dann noch zur absoluten Sicherheit am Ufer des Wassergrabens errichtet werden. Na was sagt ihr zu meiner brillianten Idee?

Glawischnig:
Ich bin erschüttert! Ich finde es so traurig, dass wir es nicht schaffen diese unfassbaren Möglichkeiten und Chancen zu nutzen, welche sich uns durch die gewaltigen Flüchtlingsmassen bietet!

Bumsti Strache:
Die Chance zur Umvolkung oder welche Chance meinen Sie jetzt?

Glawischnig:
Die einzigartige Chance für Österreich ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen des Willens und des Friedens. Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass unser kleines Land nicht alle Schutzsuchenden aufnehmen kann. Das tut mir zwar tief in meinem Herzen sehr weh, aber das ist nun mal so.

Bumsti Strache:
Ich bin überrascht und verneige mich jetzt ernsthaft vor dieser Aussage. Sie kam doch einigermaßen unerwartet.

Glawischnig:
Ja ja schon recht. Wir hätten allerdings gerade die einzigartige Chance der Welt zu zeigen, was für ein großartiges Land wir sind. Wir sollten das Fest der Liebe organisieren. Vor unserer Grenze sind bereits jetzt garantiert 100.000 Flüchtlinge. Wenn wir jetzt den besten Musik- und Eventmanagern unseres Landes freie Hand lassen, könnten wir inmitten der Flüchtlinge ein wunderbares Konzert mit U2 & Friends veranstalten. Das könnten wir weltweit übertragen und damit noch viel Geld verdienen. Dieses verwenden wir dann für den Deutschunterricht aller hier neu angekommenen Schutzsuchenden.

Faymann:
Die Idee ist ja ganz nett, aber eines hast Du dabei liebe Eva nicht bedacht. Warum um Himmels Willen, sollen die Flüchtlinge hier jemals verschwinden, wenn wir jetzt sogar schon Gratiskonzerte für sie organisieren?

Glawischnig:
Daran habe ich selbstverständlich bereits gedacht. Wir werden dieses Gratiskonzert jede Woche veranstalten. Allerdings wird es jede Woche zehn Kilometer weiter weg von unserer Staatsgrenze stattfinden. Mein Plan ist es, dass die Schutzsuchenden den Konzertveranstaltungen folgen und nach ein paar Monaten wieder zurück in ihren Herkunftsländern sind.

Bumsti Strache:
Das erinnert mich jetzt allerdings doch ein bisserl an die Geschichte mit dem Rattenfänger. Wenn es allerdings der Sache dienlich ist, soll es mir aber durchaus Recht sein.
:
Plötzlich stürmt Außenminister Sebastian Kurz in den Verhandlungssaal. Völlig außer Atem lässt er sich auf einen freien Sessel fallen und wirft eine Akte auf den Tisch.

Kurz:
Entschuldigung für die Verspätung, aber ich habe soeben die geniale Lösung für unser Problem gefunden. Wir kaufen den Griechen einige kleine Inseln ab. Auf diesen Inseln werden jene Schutzsuchende gebracht, welche ab sofort in unser Land strömen wollen. Wir bringen sie auf die von uns gekauften Inseln und geben ihnen die Hälfte der bei uns üblichen Mindestsicherung. Auf den Inseln, das habe ich auch bereits ausverhandelt, wird für alles nötige gesorgt. Die Flüchtlinge werden in Plattenbauten wohnen, bekommen auf jeder Insel eine riesige Billa Filiale, sowie einen McDonalds und eine Lugner City. Dank einer Zusammenarbeit mit Red Bull werden dort vielversprechende Fußball Talente gecastet und die besten drei dürfen dann, auf das „echte“ österreichische Territorium. Wir können damit den Griechen finanziell ein bisserl unter die Arme greifen und das Flüchtlingsproblem vor unserer Grenze ist auch gelöst. Na wie findet ihr das?

Faymann:
Ja sag bist Du denn wahnsinnig Sebastian! Was das den armen österreichischen Steuerzahler an Geld kosten wird ist ja unvorstellbar!

Kurz:
Mach Dir diesbezüglich keine Sorgen. Ich habe auch gleich eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben und da ist klar und deutlich herausgekommen, dass es den Österreichern lieber ist, das Geld ins Ausland zu schicken, damit die Asylanten nicht zu uns kommen, als das wir sie hier vor Ort um das gleiche Geld versorgen. Sie wollen sie halt nicht als Nachbarn haben, aber das Geld ist ihnen im Prinzip wurscht. Aus den Augen, aus den Sinn.

Faymann:
Na dann, von mir aus. Was sagst Du Django?

Mitterlehner:
Na ich muss ja wohl ja sagen, weil mich der Onkel Erwin auch gerade angerufen und von dieser glorreichen Idee überzeugt hat. Wenn der Herrgott halt will, so bin ich ebenso bereit das zu unterstützen.

Faymann:
Eva? Kannst Du damit leben?

Glawischnig:
Ja warum nicht. Das ist eine wunderbare Landschaft und ich bin mir sicher, dass wir da noch ganz viel zur Verschönerung beitragen können. Aus Umweltschutzgründen finde ich das sogar großartig. Es werden nämlich keine zusätzlichen Autos unsere Luft verpesten. Ich bin dafür!

Faymann:
Herr Strache? Was sagen Sie?

Bumsti Strache:
Ja also ich war und bin immer schon dafür gewesen, vernünftige Entscheidungen zu unterstützen. Das erscheint mir eine hervorragende Lösung zu sein und ich kann damit sehr gut leben.

Faymann:
Heinzi was denkst Du? Sollen wir es machen?

Fischer:
Du Werner, mir ist das egal. Ich bin ja nur noch ein paar Monate Bundespräsident und daher ist mir das ziemlich wurscht. Wenn ihr wollts unterschreibe ich euch den Fetzen Papier.

Nachdem die Bundesregierung gemeinsam mit dem Bundespräsidenten und aus Solidarität auch die beiden Oppositionsparteien den Vertrag mit Griechenland unterschrieben haben (Matthias Strolz von den Neos war leider nicht dabei, weil er gerade einen Kastanienbaum umarmen musste), feierten und tanzten die Politiker bis in die frühen Morgenstunden in einer Wiener Nobeldisco.