Samstag, 7. Juli 2018

Der Videobeweis sorgt für Furore - jetzt auch im Nationalrat !

Aufgrund der großartigen Leistungen, welche die Einführung des Videobeweises bei der Fußball Weltmeisterschaft gebracht hat, kommt diese Errungenschaft ab sofort auch im österreichischen Nationalrat zur Anwendung

Vorbei sind die Zeiten als Politiker sich plötzlich nicht mehr erinnern können etwas gesagt oder für oder gegen eine Entscheidung gestimmt zu haben, denn nun gibt es den Videobeweis. Sämtliche Debatten im Nationalrat und alle Abstimmungen werden nunmehr aufgezeichnet und in Bild und Ton festgehalten. Die Nationalratsabgeordneten bekommen jeweils eine Minikamera auf ihre Schulter montiert und so werden auch streng geheime, briefliche Abstimmungen, der guten Ordnung halber (man hat doch garantiert nichts zu verbergen) für die Ewigkeit festgehalten. Sollte also Politiker X von der Partei F gegen ein bestimmtes Projekt abgestimmt haben, dann wird er uns in Zukunft nicht mehr anlügen und sagen können, dass er dafür war. Jeder Nationalratsabgeordneter hat dann nämlich das Recht auf den Videobeweis zu bestehen und das kann für bestimmte Personen sehr peinlich enden.

Wer sich also in Zukunft auf die Brust heften will, dass ihm die Sorgen des kleinen Mannes sehr am Herzen liegen sollte danach trachten, auch bei den diesbezüglichen Abstimmungen dementsprechend zu agieren. Ansonsten könnte es bei der Veröffentlichung des Videobeweises zu einem gellenden Pfeifkonzert und/oder Schimpftiraden kommen. Vor einigen Jahren behauptete ein Nationalratsabgeordneter den Bundespräsidenten nicht als Lump beschimpft, sondern lediglich Hump oder Dump gesagt zu haben... dank der Neueinführung des Videobeweises, würden solche verbale "Ausrutscher" per sofort enttarnt.