Samstag, 7. Juli 2018

Papst Franziskus empfängt Emmanuel Macron zur Privataudienz

Eine Stunde lang unterhielten sich die Beiden über Fragen zur Migration, der Zukunft der EU, dem Umweltschutz und der Prävention von Konflikten. Bei der Migration vertritt Macron den Standpunkt, dass für die Flüchtlinge geschlossene Aufnahmelager innerhalb der EU geschaffen werden sollen. Macron verlangt diesbezüglich eine finanzielle Solidarität aller EU-Mitgliedsländer, damit man die zu bearbeitenden Asylanträge, schneller bearbeiten könne. Abgelehnte Bewerber sollten umgehend in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden und jene EU-Staaten, welche sich gegen eine Aufnahme von Flüchtlinge sträubten, sollten mit Geldstrafen belegt werden.


Seit April dieses Jahres betonte Macron zudem, dass die Kirche, als mahnende moralische Stimme, eine wichtige gesellschaftliche Rolle zu erfüllen hätte. Dies erwarte er vor allem bei Debatten zu Fragen der Bioethik und jene der Flüchtlingspolitik. In seiner Jugendzeit besuchte der französische Präsident übrigens eine Jesuitenschule.

Nach dem einstündigen Treffen wurden Bilder veröffentlicht, welche Präsident Macron und Papst Franziskus, bei einer herzlichen Umarmung zeigten. Beiderseitig wurden auch Geschenke übergeben. Franziskus überreichte Macron ein Bronze-Medaillon, auf welchem der heilige Martin von Tours zu sehen war. Martin von Tours ist jener Herr, welcher seinen Mantel für einen Bettler teilt.

Und was erhielt Papst Franziskus?

Eine sehr seltene, antiquarische Ausgabe des Romans „Tagebuch eines Landpfarrers „ von Georges Bernanos. Dieser Roman erschien im Jahre 1936. Es handelt sich dabei um das Geburtsjahr des Papstes.