Samstag, 7. Juli 2018

El Salvador – die Wogen gehen hoch

Die Wasserversorgung soll privatisiert werden

Seit im März 2018 gewählt wurde, hat die rechtsgerichtete Partei namens Alianza Republicana Nacionalista (Arena) die Mehrheit im Parlament. Jetzt können sie „endlich“ jene Maßnahmen beschließen, welche von allen anderen Parteien stets blockiert wurden. Die bereits weit fortgeschrittene Idee zur Privatisierung der Wasserversorgung hat in den letzten Tagen zu massiven Protesten in der Hauptstadt San Salvador geführt.


Die Wasserversorgung soll nämlich in die Hände eines neu zu schaffenden Verwaltungsrates gelegt werden, welcher aus zwei Vertretern von privaten Unternehmen, zwei Vertretern aus einer von Arena kontrollierten Gilde und einem von der Regierung ernannten Vertreter zusammengesetzt werden.

Die Demonstranten wiesen lautstark darauf hin, dass während der Jahre 1989 bis 2009 (rein zufällig waren damals auch die Rechten an der Macht), die Stromversorgung, die Telekommunikation und das Pensionssystem privatisiert wurden. Für sie ist es logisch, dass wenn erst einmal die großen Konzerne und Privatunternehmungen die Kontrolle über die Wasserversorgung erlangen, die Menschen es immer schwerer haben werden, Zugang zu frischem, sauberen Wasser zu erhalten. Die Bevölkerung wird dann „die Ehre haben“, mehr Geld für das nasse Gut zu bezahlen.

Noch in diesem Jahrhundert werden viele Menschen ihre Heimat verlassen, um jene Gebiete des Planeten zu erreichen, wo es genug trinkbares Wasser gibt.

Wie werden sich die Menschen verhalten, welche in den wasserreichen Gebieten leben? Werden sie „ihre Vorräte“ verteidigen? Werden sie die Zuwanderer bekämpfen oder mit ihnen teilen?