Donnerstag, 3. Dezember 2015

China wurde vom IWF in den Währungskorb aufgenommen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat also beschlossen die chinesische Währung, den Renminbi (Yuan) in seinen Währungskorb aufzunehmen. Damit wird es hochoffiziell zu einer Reservewährung erhoben. Die weiteren Währungen sind der U.S.-Dollar, Euro, Pfund und Yen. Im neuen Warenkorb bekommt der Renminbi, fürs erste Mal Antreten, beachtliche 10,9 % und liegt somit gleich auf Platz 3. Der große Verlierer war (durch die Aufnahme der chinesischen Währung), ganz eindeutig der Euro. Sein Anteil am Warenkorb betrug bevor die chinesische Währung aufgenommen wurde 37,9 %. Danach waren es nur noch 30 %.


Chinas wirtschaftliche Macht wird nun auch auf den Finanzmärkten sichtbar werden und sich dort massiv verbreiten. Es kommt nicht von ungefähr, dass die chinesische Staatsspitze großes Interesse daran hatte den Status einer Weltwährung so schnell wie möglich zu erlangen. Es ist nichts als ein weiterer Schritt, um der U.S.A. ihren Anspruch als einzige Großmacht streitig zu machen. Die Aufnahme in den IWF-Währungskorb gilt als Sieg für jene Politiker, welche in der chinesischen Regierung zu den Reformern zählen. Diese werden es wohl leichter haben in Zukunft, die für China dringend notwendigen Reformen durchzusetzen.

Bis der chinesische Renminbi (Yuan) tatsächlich im IWF-Währungskorb landet, wird es allerdings noch ein bisserl dauern. Die Aufnahme beginnt ja nicht sofort, sondern erst am 1. Oktober 2016. Die britische Großbank Standard Chartered hat ausgerechnet, dass die Aufnahme des chinesischen Renminbi, in den nächsten fünf Jahren einen Kapitalzufluss bringen könnte, welcher mehr als eine Billion U.S.-Dollar betragen könnte. Von Jahr zu Jahr werden wohl mehr Anleger ihr Geld in die chinesische Währung investieren.