Donnerstag, 7. Juli 2016

Papst Franziskus liest der Waffenindustrie die Leviten, aber denen wird’s wohl egal sein...

Wie hat der Papst so treffend formuliert? „Wie kann man jemandem Glauben schenken, der Dich mit der rechten Hand streichelt, während er Dich mit der linken Hand schlägt?“ Was er uns damit sagen will? Es soll Länder geben (jetzt denkt jeder von uns einmal scharf nach um welche Staaten es sich dabei handeln könnte), die einerseits vom Frieden quasseln und andererseits aber Unmengen daran verdienen, in die Kriegsgebiete Waffen zu liefern. Es handelt sich dabei um das gute alte Spiel namens „Wasser predigen und Wein trinken.“

Papst Franziskus hat mit seinen eindringlichen Worten auf die Scheinheiligkeit der Waffenindustrie aufmerksam gemacht. Zu sehen ist dieser Appell in einer Videobotschaft, welche er der Caritas Internationalis geschickt hat. Caritas Internationalis ist eine vatikanische Hilfsorganisation, welche in ihrer Kampagne auf den seit fünf Jahren herrschenden Krieg in Syrien aufmerksam macht. Einerseits sprechen, so Papst Franziskus I, so viele Menschen vom Frieden für Syrien und andererseits sind es dieselben Länder welche nach Syrien unzählige Waffen schicken.

Papst Franziskus vertritt die Ansicht, dass es für einen Frieden in Syrien nur eine politische und keinesfalls eine militärische Lösung geben könne. Die Friedensgespräche seien dahingehend zu unterstützen, dass diese letztlich zu einer Regierung der nationalen Einheit führen. Der Papst lädt alle ein für den Frieden in Syrien zu beten. Dies könne in den Pfarren, bei Gebetswachen oder/und den Awareness-Kampagnen praktiziert werden. Das alleine sei allerdings nicht alles. Dem Gebet müssten danach die Werke des Friedens folgen. Er appelliere dazu sämtliche Anstrengungen zu unternehmen, damit sich die humanitäre Hilfe Zugang verschaffen kann.

Seine Botschaft beendet er übrigens damit, dass er der festen Überzeugung ist, dass dies ein großes gelebtes Beispiel von Barmherzigkeit und Liebe zum Wohl der ganzen internationalen Gemeinschaft sei!”