Dienstag, 16. August 2016

Hillary Clinton leidet an einer Störung der Gehirnfunktion - bösartiges Gerücht in Internetportalen

Seinen politischen Gegner mit angedichteten Krankheiten zu denunzieren kennen wir ja auch aus dem österreichischen Bundespräsidentschafts-Wahlkampf. In denselben Kreisen wird auch das infame Gerücht über Hillary Clinton verbreitet. Es wird behauptet, dass die Präsidentschaftskandidatin ganz furchtbar merkwürdig und erschreckend auf Stress reagiert. Nicht weniger als eine Störung der Gehirnfunktion soll daran schuld sein, dass Hillary Clinton zu sogenannten grotesken Kopfbewegungen und Grimassen neigt.


Ich habe mir einige Videos dazu angesehen, welche als Beispiele für ihre Krankheit angeführt sind. Es ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten was dort gezeigt wird und wie eine Verbindung zu einer Hirnerkrankung herbeigeführt wird. Man sieht Hillary Clinton beispielsweise bei der Verkostung eines eiskalten Getränks. Sie kostet, schüttelt sich und witzelt danach über das Getränk. Auf dem Video wird allerdings in einer extremen slow-motion ihre Kopfbewegung gezeigt, welche Hillary Clinton beim Kosten des Getränks ausführt. Zusätzlich werden die weit aufgerissenen Augen einer Journalistin gezeigt. Am Ende des Videos wird sogar die Frage gestellt, ob die demokratische Präsidentschaftskandidatin vielleicht sogar von Dämonen besessen ist! Auf einem anderen Video steht Sie an der Seite ihres Mannes Bill und dieser veräppelt Hillary im Rahmen eines Interviews worauf diese sich, gespielt verärgert, zu ihm dreht und sich zuerst über seine Worte „ärgert“ und danach lacht. Selbstverständlich wird am Ende des Videos hinterfragt, ob Sie ihr Gehirnfunktionen noch unter Kontrolle hat.

Die Gegner Hillary Clintons berufen sich bei ihrer „Diagnose“ auf die Tatsache, dass Sie im Jänner 2013 wegen einem Blutgerinnsel im Kopf, im einem New Yorker Universitätskrankenhaus behandelt wurde. Die „grotesken Grimassen“, so führen ihre Gegner weiter aus, seien eine Folge dieses neurologischen Problems. Unter ihren Sicherheitsleuten befindet sich angeblich auch eine Person, welche in Wahrheit ein Gehirnspezialist ist und der ihr sofort hilft, wenn sie gerade wieder einmal ein „neurologisches Problem“ hat und unter einer „Starre“ leidet. Sein Name lautet Dr. Oladotun Okunola. Als Beweisführung dient die Tatsache, dass der Arzt für einen Bodyguard zu korpulent sei. Der Zustand von Hillary Clintons Gesundheit wird bei ihren Gegnern tatsächlich immer häufiger ins Spiel gebracht und die Unterstellungen gehen dabei immer tiefer unter die Gürtellinie.

Der Gesundheitszustand von Donald Trump ist, was den Geisteszustand betrifft, weit eher zu hinterfragen. Jemand der allen Ernstes fragt, warum man in Auseinandersetzungen keine Atomwaffen einsetzt, wenn man diese schon hat, zeugt nicht gerade von einem großen Intellekt. Nach jedem zusätzlichen Wahlkampfauftritt hat man immer mehr Angst davor, dass dieser Mann einmal die Chance bekommen könnte in den Besitz jenes Koffers zu gelangen, welcher den berühmten roten Knopf enthält.

Die Lust auf Veränderung ist bei vielen Menschen allerdings so groß, dass man damit wohl auch in Kauf nimmt, dass ein Typ wie Donald Trump es „schafft“ in Sekundenbruchteilen die Geschichte der Menschheit zu ändern...