Mittwoch, 21. März 2018

Herbert Kickl im Fadenkreuz der Rapid-Ultras - brisante neue Entwicklungen

Wie sich die unzähligen Sportbegeisterten unter meinen LeserInnen garantiert erinnern können, gab es am letzten Spieltag beim Rapid-Match jene Szene zu beobachten, in welcher ein Mitglied der Rapid-Ultras ein Transparent hochhielt, auf dem die Herren Kickl und Mahrer im Fadenkreuz zu sehen waren. Laut Anwalt Dr. Tomanek handelte es sich dabei um einen satirischen Beitrag der Rapid-Fan-Community als Antwort auf ein wohl ebenso als Satire gedachtes Rauch-Verbot (Bengalisches Feuer), in den österreichischen Stadien. Der Fall hat nun eine dramatische Wende genommen und in der österreichischen Innenpolitik überschlagen sich daher die Ereignisse


Kickl: Es ist furchtbar, welches Gesindel sich da in den heimischen Stadien herumtreibt. Dieses Plakat ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten. Ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass man diesen deppaten Rapid-Anhang einmal so richtig, kräftig aufmischt. Die sollen lieber hackeln, als arme unschuldige, gewissenhafte Bürger bedrohen.

Strache: Jetzt sei doch net so aggressiv. Sei ein bisserl locker. Die Burschen wollen doch nur ein bisserl Dampf ablassen und wen stören schon ein paar Fackeln.

Kickl: Na Du kannst leicht reden. Dir haben diese Gfraster ja nicht gedroht.

Strache: Warum auch? Ich gehöre ja selbst zu den Rapid-Ultras und ich finde die Idee mit dem Stadion-Rauchverbot auch schwachsinnig. Für das Plakat habe ich übrigens Stunden gebraucht und die Maske hat mir die Luft zum Atmen genommen. Ich habe geglaubt, dass ich ersticken werde.

Kickl: Willst Du mir damit etwa sagen, dass Du der Idiot warst, welcher das Transparent in die Höhe gehalten hat?

Strache: Jawohl! Ich gestehe! Wenn es um meine Rapid geht, dann kenne ich keinen Spaß. Grün-weiß bis in den Tod! Ich habe mir sogar ein prächtiges Tattoo auf meinen Oberarm stechen lassen, damit jeder sieht welcher Religion ich angehöre.

Kickl: Ja bist Du denn jetzt komplett übergeschnappt?

Strache: Ich kann machen was ich will! Das hat mir auch mein holdes Weib gesagt.

Kickl: Was hat sie zu Dir gesagt?

Strache: Nach unserem letzten Streit, hat sie zu mir gesagt: „Mach doch was Du willst!“ und seitdem läuft es einfach super. Ich mein, samma uns ehrlich – in Wahrheit bin ich ja nicht nur der Vizekanzler, denn wenn der Basti wieder einmal mit dem Sascha auf Urlaub fliegt, dann bin ich sogar jedes Mal der Kanzler und überhaupt und außerdem bin ich auch der Sportminister – also kann ich mir ruhigen Gewissens ein Peckerl von meiner Rapid machen lassen. Logisch oder?

Kickl: Aber Bumsti! Das ist doch ein Aufruf zum Mordanschlag gegen mich.

Strache: Da kann ich aber nix dafür. Du hast mich eindeutig provoziert und das hat mir mein Anwalt, der Tomanek, auch gesagt.

Kickl: Wenn Du weiterhin so deppat bist, dann werde ich den Hofer zum neuen Vizekanzler und Sportminister machen und Dich bringe ich in den Häfen. Das ist ja unglaublich!

Strache: Wage es ja nicht mir zu drohen oder meine guten Freunde, welche ich bei den Rapid- Ultras habe, zerlegen jede Wiener Polizeistation und das ist keine Drohung sondern ein Versprechen – eigentlich wollten die Jungs im Sommer das neue Austria-Stadion dem Erdboden gleich machen, aber das würde denen bestimmt auch Spaß machen.

Kickl: Sog amoi Bumsti, wos ist los? Seit wann bist Du bei dieser Kasperlpartie dabei?

Strache: Jedes hoch anständige FPÖ Mitglied ist in den letzten Tagen den Ultras beigetreten, weil wir uns ganz einfach dessen bewusst sind, dass die Mehrzahl der SPÖ Mitglieder bei den Unaussprechlichen dabei san. Damit Leute wie Du das auch verstehen – es handelt sich dabei um die Jungs aus Favoriten – die Austrianer halt.

Kickl: Und was habt ihr davon?

Strache: Na was wohl. Wir werden die nach dem nächsten Wiener Derby ordentlich vermöbeln und in unserem eigenen Stadion planen wir demnächst den Block West mit unseren guten Freunden von der Identitären-Bewegung zu teilen. Da fällt mir gerade ein, dass ich dem Sellner Martin versprochen habe, mich um Jobs für seine Leute zu kümmern und da kommst dann Du ins Spiel.

Kickl: Wie meinst Du das?

Strache: Naja, viele von den Identitären haben keinen Job und es wäre halt echt klasse, wenn Du ihnen Jobs bei der Polizei besorgen könntest. Die suchen doch derzeit eh viele neue Leute. Sollte es aufgrund der Vorstrafen nicht ganz so leicht sein, dann wäre Dir der Martin verbunden, wenn Du seinen Mitstreitern Security Jobs beschaffen könntest und er lässt fragen, ob seine aufrechten, wackeren Männer, die Dienstwaffe zu Theater-Vorstellungen mitnehmen dürfen.

Kickl: Irgendwie ist das jetzt gerade ein bisserl viel für mich. Zur Entspannung werde ich bei der heutigen Demo gegen unsere Regierung eine Reiterstaffel einsetzen.