Montag, 30. Oktober 2017

Die BRICS-Staaten arbeiten an der Zerstörung des Petro-Dollars

Zunehmend fühlen sich die BRICS-Staaten und einige Schwellenländer unwohl, weil das US-Finanzministerium zu viel Macht besitzt. Wenn es ihm danach gelüstet, hat es die Möglichkeit US-Dollar Transaktionen für Staaten, Banken, Unternehmen und Individuen zu untersagen.

Der einstige Chefökonom der Weltbank, Justin Yifu Lin, wählte folgende Worte: "Die Dominanz des Greenbacks ist die Wurzel von globalen Finanz- und Wirtschaftskrisen. Die Lösung könne nur sein, die nationale Währung gegen eine globale Währung auszutauschen". Beim BRICS-Gipfeltreffen in Xiamen verkündete der russische Präsident Putin: „Russland teilt die Bedenken der BRICS-Länder hinsichtlich der Unfairness der globalen, finanziellen und ökonomischen Architektur. Man ist dazu bereit internationale, finanzielle Regulationsformen zu fördern und die exzessive Dominanz der beschränkten Anzahl an Reservewährungen zu überwinden“.

Die chinesischen Pläne sehen vor, dass künftige Ölverträge in Yuan abgewickelt werden und als Sicherheit Gold geboten wird. Der Yuan soll künftig an den Handelsplätzen in Hong-Kong und Shanghai voll konvertibel sein. Die Chinesen schaffen damit de-facto den Gold- und Öl-Standarf seine eigene Währung. Die ersten diesbezüglichen Ölkontrakte sollen noch Ende 2017 abgeschlossen werden. Es scheint also kein Zufall zu sein, dass die Chinesen in den letzten Monaten seine eigenen Goldvorräte stark angehäuft hat.

Interessanterweise wird auch Saudi-Arabien den Yuan akzeptieren und somit aus dem seit den 1970iger Jahren geltende Petrodollar-Regime ausscheren. Länder wie der Iran und Venezuela wollen ebenfalls weg vom US-Dollar, hin zu anderen Währungen wie z.B. dem Yuan, den Euro oder dem Rubel wechseln. Vor allem der chinesische Yuan wird in den nächsten Jahren enorm an Bedeutung gewinnen – auf Kosten des US-Dollars.