Montag, 2. Oktober 2017

Die schwedische Arbeitswelt

Der Traum eines jeden Unternehmers ist es, dass seine Mitarbeiter jeden Tag voller Freude und Elan in die Arbeit kommen und sich nicht nur nach dem Arbeitsende sehnen. Die Mitarbeiter wiederum würden es hingegen begrüßen, wenn sie am Arbeitsplatz ein angenehmes Betriebsklima vorfinden.

Wie schauen die Arbeitsbedingungen in Österreich aus?

Faktum ist, dass die Menschen durch die raschere Geschwindigkeit und höheren Anforderungen unserer Arbeitswelt, immer gestresster werden und zunehmend an Depressionen und/oder an Burnout leiden.

Der Blick nach Schweden

Im Gegensatz zu Österreich, nimmt die Jobzufriedenheit in Schweden enorm zu. Einige der Gründe sind, dass sich die Mitarbeiter mit ihren Chefs auf Augenhöhe befinden. Das bedeutet, dass man einander duzt und die Arbeitgeber sich die Ideen der Arbeitnehmer nicht nur anhören, sondern mit den Mitarbeitern auch offen darüber diskutieren. Das Betriebsklima ist entspannt und im Vergleich zu Österreich gibt es deutlich weniger Krankmeldungen und eine höhere Produktivität.

In Schweden funktioniert die Firma wie ein Team. Jedes Mitglied ist sich seiner Verantwortung in dem ihm anvertrauten Arbeitsbereich bewusst und agiert dementsprechend. Die Aufgabenbereiche sind von Beginn an klar definiert und es wird auf direktem Weg kommuniziert.

Eine ganz besondere Tradition ist das sogenannte fika. Fika bedeutet, dass eine Tätigkeit spontan unterbrochen wird, um mit seinen Kollegen, Kaffee zu trinken. Ob es unbedingt Kaffee sein muss? Nein, aber nur in ganz seltenen Fällen ist es nicht dieses koffeinhaltige Getränk. Beim fika treffen sich sämtliche Mitarbeiter und sprechen in entspanntem Ton, sowohl über berufliche als auch private Angelegenheiten.

Die Mitarbeitermotivation genießt in Schweden einen hohen Stellenwert. Die Chefetage ist sich dessen voll bewusst, dass es von der Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter abhängt, ob diese gute Arbeitsergebnisse abliefern. Schwedische Chefs investieren daher regelmäßig in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter, um ganz gezielt deren persönlichen Stärken zu fördern.

In den schwedischen Betrieben wird Transparenz groß geschrieben. Das Ziel ist, dass allen Mitarbeitern bewusst ist, dass sie ein wichtiger Teil des Teams sind.

Für den Fall, dass kreative Aufgaben zu lösen sind, werden die Mitarbeiter aufgerufen, die alten Pfade zu verlassen und sich Zeit zu nehmen, um eine völlig neue Herangehensweise zur Lösung der Herausforderung zu starten. Aufgrund der Vielzahl verschiedenartigster Ansätze, erhält man unerwartete und besonders kreative Lösungen. Die schwedischen Bosse lieben und fördern Freigeister, weil vor allem diese es sind, welche die Kreativität in das Unternehmen bringen. In Österreich hingegen, giltst Du als Freigeist als nicht teamfähig und bist irgendwie komisch.

Des homma imma scho so gmocht...