Dienstag, 31. Oktober 2017

Menschen die im wahrsten Sinne des Wortes Blut schwitzen

Hämhidrose nennt sich jenes Phänomen, welches den Medizinern bereits seit Jahrhunderten bekannt ist und es dennoch keine endgültige und sichere Erklärung dafür gibt. Das sogenannte Blutschweiß-Phänomen kam bereits beim Lukas-Evangelium vor, wo berichtet wurde, dass Jesus Schweiß zu Bluttropfen wurden, als dieser zu Boden fiel. Dies geschah unmittelbar vor seiner Kreuzigung.

Hämhidrose wurde bereits mehrmals im Zusammenhang vor bevorstehenden Hinrichtungen gesichtet und auch Leonardo da Vinci hat einen Soldaten beschrieben, welcher vor einer Schlacht plötzlich und unerwartet Blut schwitzte.

Aktuell tritt dieses Phänomen bei einer 21jährigen Italienerin auf, welche sich deshalb schon seit drei Jahren in ärztlicher Behandlung befindet. Sie schwitzt an ihren Händen und im Gesicht nämlich Blut statt Schweiß. Das Notfall-Dermatologen Team rund um Dr. Roberto Maglie von der Universita degli Studi di Firenze berichtet davon, dass die Frau regelmäßig für etwa fünf Minuten an den Handflächen und im Gesicht blutet. Zuerst behandelten sie die Ärzte gegen ihre Angstzustände und Depressionen und danach gegen die Hämhidrose. Für die Ärzte ist es seltsam, dass die Hautpartien keinerlei Besonderheiten aufweisen.

Eine Heilung dieses Phänomens ist derzeit noch nicht möglich, weil selbst Hautregionen betroffenen sind, wo es üblicherweise gar keine Schweißdrüsen gibt. Beim Fall der jungen Frau hat es aber immerhin geholfen, sie täglich mit 20 mg Propranolol zu behandeln. Die Behandlung hat immerhin zu einer deutlichen Reduzierung der Blutungen geführt.