Montag, 2. Oktober 2017

Die USA nehmen nur noch 45.000 Flüchtlinge pro Jahr auf

Das US-amerikanische Fiskaljahr startet im Oktober 2017 und reicht bis zum September 2018. Für das nun beginnende Jahr, dürfen lediglich 45.000 Flüchtlinge in die USA „einreisen“.

Der Regierungsvorschlag für den Kongress sieht vor, dass höchstens 19.000 Schutzsuchende aus Asien, 17.500 aus Nahost und Südasien, 5.000 aus Ost-Asien, 2.000 aus Europa und Zentralasien und 1.500 aus der Karibik und Lateinamerika einreisen dürfen. Das ist der niedrigste Wert seit der Einführung des Gesetzes zur Aufnahme von Flüchtlingen vor 37 Jahren.

Mit dieser Maßnahme soll sichergestellt werden, dass nur jene Menschen ins Land kommen, welche kein Sicherheitsrisiko darstellen. Dies ist die Folge der rigorosen Einreisepolitik von US-Präsident Donald Trump.

Zum Vergleich:

In Österreich haben in diesem Jahr bis einschließlich Ende August, 17.095 Personen einen Antrag auf Asyl gestellt. 2016 waren es im selben Zeitraum 32.114 Menschen. Hochgerechnet auf ein gesamtes Jahr würde es für Österreich bedeuten, dass hier 2017 ungefähr 25.000 Menschen einen
Antrag auf Asyl stellen werden.

Die USA haben etwa 322 Millionen Einwohner und Österreich etwa 8,8 Millionen. In den USA leben also ungefähr 36x so viele Menschen wie in Österreich. Damit die Größenordnung ungefähr gleich bleibt müssten entweder die USA 900.000 Flüchtlinge pro Jahr aufnehmen oder Österreich lediglich 1.250. Das würden sich weder Sebastian Kurz noch die FPÖ zu fordern trauen.

Wo bleibt bei diesen Zahlen, der Aufschrei über die USA?